Calendar of the Francke Foundations
Musterchristen und Meisterkritiker. Hallesche Konzepte des Theologiestudiums im 18. Jahrhundert
Vortrag von Dr. Marianne Schröter mit anschließendem Neujahrsempfang

Der Vortrag der Stiftungsdirektorin Marianne Schröter bildet den Auftakt unserer Reihe »Neu entdeckt. Neu erworben. Neu erschienen.«. Sie stellt die Frage, was angehende Theologen zwischen Francke und Niemeyer studierten und leitet über in die politisch hoch interessante Napoleonische Zeit in Halle.
August Hermann Niemeyer, langjähriger Kanzler und Rector perpetuus der halleschen Universität charakterisierte in seiner Universitäts- und Fakultätsgeschichte von 1817 die 1694 gegründete Alma mater als eine »neue Schule« innerhalb der deutschen akademischen Landschaft. Und tatsächlich stellte die Konzeption und das Lehrprogramm besonders der Theologischen Fakultät in verschiedener Hinsicht eine kritische Emanzipation von der bisherigen universitären Praxis und eine Neufassung der theologischen Disziplinen dar. Besonders die Propädeutik mit dem Ziel einer individuellen Förderung der Studenten und die Hermeneutik mit der Intention zur Befähigung eines selbstständigen Bibelumgangs kamen als die beiden tragenden Säulen dieses neuen Studienprogramms zu stehen.
Der Vortrag wird diese spezifisch hallesche Tradition und die damit verbundene Ausgestaltung des Fächerkanons anhand bedeutender Vertreter zwischen Pietismus und Spätaufklärung nachzeichnen. Zu Wort kommen August Hermann Francke, Siegmund Jakob Baumgarten, Johann Salomo Semler, Johann August Nösselt und August Hermann Niemeyer. Zu zeigen ist, wie sich die gefundene Disposition bei allen Modifikationen des methodischen Profils und der Beschreibung der Aufgabe akademischer Theologie über lange Zeit durchhält und sich diese »hallesche Schule« auch anderenorts Gehör verschafft.
Im Anschluss an den Vortrag laden wir Sie zu einem Neujahrsumtrunk im LeoLab ein.
Highlights
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Musterchristen und Meisterkritiker. Hallesche Konzepte des Theologiestudiums im 18. Jahrhundert
Vortrag von Dr. Marianne Schröter mit anschließendem Neujahrsempfang

Der Vortrag der Stiftungsdirektorin Marianne Schröter bildet den Auftakt unserer Reihe »Neu entdeckt. Neu erworben. Neu erschienen.«. Sie stellt die Frage, was angehende Theologen zwischen Francke und Niemeyer studierten und leitet über in die politisch hoch interessante Napoleonische Zeit in Halle.
August Hermann Niemeyer, langjähriger Kanzler und Rector perpetuus der halleschen Universität charakterisierte in seiner Universitäts- und Fakultätsgeschichte von 1817 die 1694 gegründete Alma mater als eine »neue Schule« innerhalb der deutschen akademischen Landschaft. Und tatsächlich stellte die Konzeption und das Lehrprogramm besonders der Theologischen Fakultät in verschiedener Hinsicht eine kritische Emanzipation von der bisherigen universitären Praxis und eine Neufassung der theologischen Disziplinen dar. Besonders die Propädeutik mit dem Ziel einer individuellen Förderung der Studenten und die Hermeneutik mit der Intention zur Befähigung eines selbstständigen Bibelumgangs kamen als die beiden tragenden Säulen dieses neuen Studienprogramms zu stehen.
Der Vortrag wird diese spezifisch hallesche Tradition und die damit verbundene Ausgestaltung des Fächerkanons anhand bedeutender Vertreter zwischen Pietismus und Spätaufklärung nachzeichnen. Zu Wort kommen August Hermann Francke, Siegmund Jakob Baumgarten, Johann Salomo Semler, Johann August Nösselt und August Hermann Niemeyer. Zu zeigen ist, wie sich die gefundene Disposition bei allen Modifikationen des methodischen Profils und der Beschreibung der Aufgabe akademischer Theologie über lange Zeit durchhält und sich diese »hallesche Schule« auch anderenorts Gehör verschafft.
Im Anschluss an den Vortrag laden wir Sie zu einem Neujahrsumtrunk im LeoLab ein.



