Martin Luther und das Wort

Martin Luther betrachtete die Bibel als Quelle des Glaubens als kritischen Maßstab allen christlichen Wirkens. Durch seine Übersetzung der Bibel  ins Deutsche machte er deren Inhalte allen Gläubigen zugänglich, wobei er sich um eine bilderreiche und verständliche Ausdrucksweise bemühte. So wurde seine Bibelübersetzung zur Grundlage für die neuhochdeutsche Sprache.

Als Zugangsvoraussetzungen für den Umgang mit der Bibel maß er der Bildung von Jungen und Mädchen größte Bedeutung bei und regte die Gründung christlicher Schulen an. Luthers Freund und Mitreformator Philipp Melanchthon verfasste nicht nur Schulbücher, sondern entwarf auch Bildungspläne und Schulordnungen, so dass er als Begründer eines protestantischen Schulwesens gilt.

Auch die Musik war für Luther ein wichtiger Schlüssel zur Erlangung des Seelenheils. Er dichtete selbst zahlreiche deutschsprachige Kirchenlieder. Durch den Gemeindegesang entstand eine besonders eingängige Form der Heilsverkündung und es wurden erstmals alle in den Gottesdienst einbezogen. In Form der Predigt machte Luther „das Wort“ zum zentralen Element des Gemeindegottesdienstes. Von ihm sind mehr als 2.000 Predigten erhalten. Außerdem hat er eine große Zahl an Briefen sowie Programm-, Streit- und Erbauungsschriften verfasst.


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