Fachinformationen zu den Beständen von Archiv und Bibliothek

Archivmagazin

Fachinformationen zu den Beständen des Archivs

Das kulturhistorische Archiv der Franckeschen Stiftungen blickt auf eine dreihundertjährige Geschichte zurück. Sein Bestand spiegelt Aufstieg und Niedergang des Halleschen Pietismus und die vielseitige Geschichte der Franckeschen Stiftungen wider. Der überwiegende Teil der Archivalien stammt aus der Blütezeit des halleschen Pietismus in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Neben den historischen Archivabteilungen gibt es umfangreiche Sammlungen, die vor allem die jüngere Stiftungsgeschichte dokumentieren. Das Archiv verwahrt außerdem Nachlässe und Deposita von Privatpersonen und Institutionen. Der Archivbestand umfasst gegenwärtig 660 laufende Meter Akten und Handschriften, 3.311 Pläne, 270 Palmblatthandschriften, 24.617 Bilder, 11.513 Zeitungsausschnitte und 840 Plakate. 

Neben der Benutzung von Findkarteien und Findbüchern, die im Katalograum des Studienzentrums eingesehen werden können, ermöglicht die Recherche in Datenbanken den Zugriff auf die Archivbestände. Ihre Präsentation im Internet zählt zu einer der Schwerpunktaufgaben des Archivs. Sie sind das Ergebnis planvoller Erschließungsprojekte, die das Archiv vorwiegend in Drittmittelprojekten durchführt.

Der Gesamtbestand des Archivs gliedert sich in mehrere Abteilungen mit einer jeweils eigenen Binnensystematik:

Das Hauptarchiv ist aus der alten Handschriftensammlung der Bibliothek entstanden. Es enthält die umfangreiche Korrespondenz der Anstaltsleitung mit Partnern in aller Welt sowie die Tagebücher August Hermann Franckes. Darüber hinaus liegt hier eine Vielzahl von Handschriften, die den Anstalten im Laufe der Jahrhunderte durch Schenkungen übereignet wurden. Zeitlich liegt der Schwerpunkt dieser Archivabteilung auf dem 17. und 18. Jahrhundert, die ältesten Schriftstücke reichen zurück bis ins hohe Mittelalter. Als geschlossener Bestand ist hier das Archiv der ersten protestantischen Judenmission unter J. H. Callenberg zu finden.

Findmittel
Findbücher; alphabetische Verfasserkartei für jedes Einzelschriftstück; alphabetische Empfängerkartei für jedes Einzelschriftstück; chronologische Kartei; Standortkartei und Ortskartei.

Online-Findmittel
Archivdatenbank

Das Missionsarchiv ist in eine Indien- und eine Nordamerikaabteilung untergliedert und enthält umfangreiches Archivmaterial zur theologischen Arbeit in Übersee, die vom Halleschen Waisenhaus aus betreut wurde. Zeitlich reicht das Material von den Anfängen der ersten protestantischen Mission unter Bartholomäus Ziegenbalg zu Beginn des 18. Jahrhunderts bis weit in das 19. Jahrhundert hinein.

Findmittel
Findbücher; alphabetische Verfasserkartei für jedes Einzelschriftstück; alphabetische Empfängerkartei für jedes Einzelschriftstück. Für die Georgia-Sammlung liegt ein gedrucktes Find- und Lesebuch vor.
Überregionale Bestandsübersicht zur Indienmission

Online-Findmittel
Archivbestände der Dänisch-Halleschen Mission (deutsch und englisch)

Das Wirtschafts- und Verwaltungsarchiv enthält vor allem interne Anstaltsakten und Dokumente, die von Beginn an aus Gründen der Rechtssicherung aufbewahrt wurden, und heute vielfältiges Quellenmaterial zum Organismus der Franckeschen Stiftungen im Wandel der Jahrhunderte bieten. Zeitlich setzt diese Sammlung mit der Waisenhausgründung ein und reicht bis in das 20. Jahrhundert.

Findmittel
Findbücher mit Stichwortregister

Online-Findmittel
Archivdatenbank

Das Schularchiv bietet Material zu den zahlreichen pädagogischen Einrichtungen in den Franckeschen Stiftungen. Während sich die Grundakten überwiegend im Wirtschafts- und Verwaltungsarchiv befinden, wurden die Schulakten später gesondert archiviert. Zeitlich ist diese Sammlung vom 19. und 20. Jahrhundert geprägt und endet 1946.

Findmittel
Bestandsübersicht; Findkartei; Systematische Kartei.

Online-Findmittel
Archivdatenbank
Schülermatrikel der Lateinischen Schule
Schülermatrikel des Königlichen Pädagogiums
Datenbank "Franckes Schulen"

Das Planarchiv enthält vielfältige Zeichnungen und Abbildungen, die vor allem im Zusammenhang mit der fortwährenden Bautätigkeit in den Franckeschen Stiftungen stehen. In Ergänzung zu den einschlägigen Akten im Wirtschafts- und Verwaltungsarchiv kann mit Hilfe dieser Quellen die Geschichte von nahezu allen Stiftungsgebäuden nachvollzogen werden. Zeitlich sind in dieser Sammlung alle Perioden der Stiftungsgeschichte bis in das 20. Jahrhundert hinein dokumentiert.

Findmittel
Findkartei für jedes Einzelblatt

Online-Findmittel
Archivdatenbank

Das Palmblatthandschriftenarchiv ist die größte Sammlung dieser Art in Europa und umfasst zirka 270 Handschriften mit über 35.000 Einzelblättern. Dabei handelt es sich um Bibelübersetzungen, Predigten und andere Schriften, die die halleschen Missionare in den indischen Sprachen Tamil und Telugu verfassten und nach Europa sandten. Hier wurden sie zunächst im Kunst- und Naturalienkabinett des Waisenhauses aufgehoben, bevor sie als eigene Handschriftensammlung archiviert wurden. Zeitlich beschränkt sich diese Sammlung auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Findmittel
Katalog der Handschriften in Tamil

Online-Findmittel
Palmblatt- und Papiermanuskripte in Tamil (Katalog in Deutsch und in Englisch)
Palmblattmanuskripte in Telugu (Katalog in Englisch)

Das Bildarchiv setzt sich zu einem kleinen Teil aus historischen Gemälden und Kupferstichen und zum überwiegenden Teil aus etwa 23.000 Abbildungen zusammen, die im Laufe der jüngeren Stiftungsgeschichte entstanden sind und in wachsender Zahl hinzukommen. Dabei handelt es sich vornehmlich um Bilder von Schülern, Lehrern und anderen Stiftungsangehörigen sowie um Aufnahmen von Stiftungsgebäuden, Gebäudeteilen und Inventar. Zunehmend werden auch aktuelle Ereignisse in den Stiftungen fotografisch dokumentiert und hier archiviert.

Findmittel
Lokale Archivdatenbank im Lesesaal

Das Pressearchiv enthält Zeitungsausschnitte zu Ereignissen, die mit den Franckeschen Stiftungen in Zusammenhang stehen.

Findmittel
Lokale Archivdatenbank im Lesesaal

Das Archiv verwahrt u.a. die Nachlässe ehemaliger Direktoren der Franckeschen Stiftungen, so z.B. von der mit August Hermann Francke verwandten Familie Niemeyer. Briefe, Reiseaufzeichnungen und Gratulationsschriften, vor allem aus der Zeit des Direktorats von August Hermann Niemeyer (1754-1828), sind überliefert. Korrespondenzen, Berichte und Notizen aus den Jahren 1739 bis 1825 umfasst der Nachlass der Familie Knapp, die mit Johann Georg Knapp (1705-1771) von 1769 bis 1771 und Christian Georg Knapp (1753-1825) von 1799 bis 1825 zweimal den Direktor stellte.
Tagebücher, Briefe und Predigten beinhaltet der als Depositum verwahrte Nachlass des Theologen Friedrich August Gottreu Tholuck (1799-1877). Seit 1823 Professor in Berlin, wurde er drei Jahre später an die Universität Halle berufen, wo er predigte und lehrte, Kommentare schrieb und als Seelsorger wirkte. Tholuck gilt als Exponent der Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert. In diesem Bestand befindet sich auch der Nachlass des Theologen Martin Kähler (1835-1912).
Das Archiv des Evangelisch-Lutherischen Missionswerks Leipzig, das sich als Depositum im Stiftungsarchiv befindet, enthält Dokumente aus dem 19. und 20. Jahrhundert zur Missionsarbeit in Indien, Afrika, Papua-Neuguinea, Australien und anderen Missionsfeldern.
Ebenfalls als Depositum wird das Dr. Johannes-Lepsius-Archiv im Stiftungsarchiv aufbewahrt.
Der Nachlass Luckner enthält Manuskripte, Korrespondenzen und Sammlungsgegenstände aus dem Besitz Felix Graf von Luckners (1881-1966), der sich große Verdienste durch seinen Einsatz für Völkerverständigung nach dem 1. Weltkrieg und bei der Rettung Halles vor der Zerstörung am Ende des 2. Weltkriegs erwarb.

Findmittel
Findbücher, Findkarteien

Online-Findmittel
Archivdatenbank
Findmittel zum Archiv des Leipziger Missionswerks

 

Kulissenmagazin

Fachinformation zu den Beständen der Bibliothek

Ende des 17. Jahrhunderts von August Hermann Francke für "Die im Waysen-Haus Studirenden" gegründet, verfügt die Bibliothek der Franckeschen Stiftungen über einen bedeutenden Altbestand. Die Bücher behandeln dabei alle Gebiete des Wissens, jedoch mit deutlichem Schwerpunkt auf der Kirchen- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit. Untergebracht sind die Bücher im ältesten erhaltenen profanen Bibliothekszweckbau Deutschlands, der von 1726 bis 1728 errichtet wurde (Geschichte). Den Mittelpunkt des Gebäudes bildet der historische Bibliothekssaal mit dem originalen Mobiliar aus dem 18. Jahrhundert. Hier finden die Sammlungen in theaterkulissenartig in den Raum gestellten Regalen, der so genannten Kulissenbibliothek, ihren Platz.

Den Schwerpunkt der Bibliotheksarbeit bilden Erschließungsprojekte und der Aufbau einer Digitalen Bibliothek. 

Umfang
Hauptbestand ca. 57.000 Bände
Sondersammlungen 74.000 Bände (davon 30.000 als Depositum)
Präsenzbibliothek ca. 37.000 Bände
Schulprogrammsammlung ca. 29.000 Bände
Böttichersche Porträtsammlung 12.958 Blätter
Kartensammlung 1.762 Karten

Der Gesamtbestand der Bibliothek gliedert sich in verschiedene Bestandsgruppen mit einer eigenen Systematik:

Den Schwerpunkt des ca. 57.000 Bände umfassenden Hauptbestandes bilden Drucke des 17. und 18. Jahrhunderts. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft ist eine thematisch sehr breit gefächerte Büchersammlung entstanden. Den wichtigsten Teil innerhalb des Bestandes bilden theologische Werke, speziell zu Pietismus und Frühaufklärung, sowie zahlreiche Predigtsammlungen und Drucke der Reformationszeit. Weitere Hauptsammelgebiete sind Geschichte, Jurisprudenz, Geographie, Pädagogik, Medizin und Naturwissenschaften. Besonders erwähnenswert sind umfangreiche Sammlungen von Leichenpredigten, Dissertationen und Schulprogrammen. Bemerkenswert ist die große Sprachenvielfalt der vorhandenen Drucke, die aus den weltweiten Beziehungen der Franckeschen Stiftungen resultiert.

Erschließung
Alphabetischer Zettelkatalog
Druckortkatalog
Sprachenkatalog
OPAC

Sammlung der seit 1711 in der Bibelanstalt des Barons von Canstein (1667-1719) gedruckten Bibelausgaben und eine Sammlung von Bibelübersetzungen aus dem 18.und 19.Jahrhundert in über 100 Sprachen und Dialekten. Die Bibelsammlung ist nach Numerus Currens aufgestellt.

Erschließung
Standortkatalog
OPAC

Die Bibliothek der Ostindischen Missionsanstalt umfasst 5.800 Bände, die systematisch aufgestellt sind. Die Sammlung ist bis auf  Drucke in indischen Sprachen vollständig im Online-Katalog der Bibliothek erfasst. Vor jeder Signatur steht die Bezeichnung "S/MISS:". Um einen Überblick über den Inhalt der einzelnen Systematikgruppen zu bekommen, ist eine Suche nach der Signatur im OPAC möglich.

Systematik der Bibliothek der Ostindischen Missionsanstalten
 A      Zeitschriften/Quellenpublikationen
 B      Biographien
 C      Tamil (z.T. katalogisiert)
 D      Hindustanisch (nicht katalogisiert)
 E      Deutsche Zeitschriften
 F      Zeitschriften aus Amerika und England
 G      Äußere Missionsgeschichte
 H      Missionspropaganda
 I       Zeitschriften aus Holland, Frankreich ...
 K      Kirchengeschichte
 L      Bibelkunde, Katechetik
 M      Sprachenkunde
 N      Allgemeine Geographie in Europa
 O      Geographie und Reisen in Asien
 P      Geographie und Reisen in Afrika
 Q      Geographie und Reisen in Amerika ...
 R      Innere Mission
 S      Judenmission
 T      Allgemeine Geographie, Kolonialgeschichte

Erschließung
Alphabetischer Zettelkatalog
Systematischer Katalog in Zettelform
OPAC (Beispiel für OPAC-Recherche im Feld "Signatur": S MISS:B? Ergebnis: 179 Treffer aus der Sachgruppe "B – Biographien")

Missionskundliche Spezialbibliothek, u.a. mit Beständen zur Dänisch-Halleschen Mission, die sich seit 2006 als Dauerleihgabe in den Franckeschen Stiftungen befindet.
Das Leipziger Missionswerk, gegründet 1836 in Dresden und seit 1848 in Leipzig ansässig, hat 1847 die Arbeit der Dänisch-Halleschen Mission, die bis dahin von den Franckeschen Stiftungen getragen wurde, übernommen. Die Bibliothek des Leipziger Missionswerkes, deren Bestände eine wichtige Ergänzung zur Bibliothek der Ostindischen Missionsanstalt bilden, befindet sich seit 2006 als Dauerleihgabe in den Franckeschen Stiftungen. Sie umfasst ca. 15.000 Bände, die nach einer Systematik aufgestellt sind. Neben den Beständen zur Mission in Indien enthält die Sammlung Werke zur Missionsarbeit in Afrika, Papua-Neuguinea und Australien. Vor jeder Signatur steht die Bezeichnung "S/LMW:", die das Buch als zur „Sammlung Leipziger Missionswerk“ gehörig ausweist. Die Sammlung wurde aus organisatorischen Gründen in drei Bereiche untergliedert. Es handelt sich um folgende Teilbereiche:

T – TRANQUEBARBIBLIOTHEK  (Bibliothek der Missionare in Tranquebar, vollständig im OPAC recherchierbar)
Systematik:
 A     Exegetische Theologie
 B     Historische Theologie
 C     Systematische Theologie
 E     Missionsliteratur
 F     Klassiker und schöne Literatur
 G     Pädagogik und Schulbücher
 H     Bibel und Bibelteile
 I      Geschichte
 K     Geographie
 L     Philosophie
 M     Tamulica
 N     Philologie
 Q     Ältere Werke

Recherche
OPAC I Beispiel für OPAC-Recherche im Feld "Signatur": S LMW-T:A?
Ergebnis: 18 Treffer aus der Sachgruppe "A – Exegetische Theologie"

M - BESTAND DER MISSIONSBIBLIOTHEK in Leipzig
Systematik
 A      Länder- und Völkerkunde
 B     Sprachwissenschaft
 C     Religionswissenschaft
 D     Indien: Altertumskunde, Geographie, Geschichte, Literatur, Kirche
 E     Tamilische Literatur
 F     Missionswissenschaft
 G     Missionsliteratur
 H     Missionszeitschriften
 I      Weltreligionen (Islam, Buddhismus, Hinduismus usw.)
 J     Festschriften, Jubiläen
 K     Kirchengeschichte und Theologie
 L     Jahresberichte und Jahrbücher
 M     Gesellschaftswissenschaften, Philosophie, Staats- und Rechtswissenschaften
 P     Papua-Neuguinea
 S     Astronomie, Medizin, Nachschlagewerke, Sonstiges

Erschließung und Recherche
1. Alphabetischer Zettelkatalog (Kreuzkatalog, d.h. Verfasser, Titel, Stich- und Schlagwörter in einem Alphabet)
2. Standortkatalog (Überprüfung des Standortes Leipzig (L) oder Halle (H)
3. OPAC (nur Gruppe D, E, F und G) I Beispiel für OPAC-Recherche im Feld "Signatur": S LMW-M:F?
Ergebnis: 1093 Treffer aus der Sachgruppe "F – Missionswissenschaft"

I – INDIENBIBLIOTHEK MIT DEN TAMILDRUCKEN

Die Signaturgruppen D + E mit 1685 Titeln wurden aus dem Bestand Missionsbibliothek Leipzig herausgelöst und bilden die “Indienbibliothek”.

Erschließung und Recherche
Alphabetischer Zettelkatalog (Kreuzkatalog, d.h. Verfasser, Titel, Stich- und Schlagwörter in einem Alphabet)
Standortkatalog
OPAC (Gruppe D und E, soweit identifizierbar, sind vollständig über den OPAC recherchierbar) I
Beispiel für OPAC-Recherche im Feld "Signatur": S LMW-I:D?
Ergebnis: 1106 Treffer aus der Sachgruppe "D – Indien"

Diese Sammlung entstand durch die Zusammenlegung der Bibliotheksbestände der drei stiftischen Oberschulen. Sie enthält vor allem Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts für den Schulgebrauch. Die Bibliothek ist nach Unterrichtsfächern aufgestellt.

Systematik

SpSport
ThTheologie
Mu  Musik
GGeschichte
NNaturwissenschaften
DDeutsche Literatur
PPädagogik
KKunst
WWeltliteratur
EErdkunde
MaMathematik

Um einen Überblick über den Inhalt der einzelnen Systematikgruppen zu bekommen, ist eine Suche nach der Signatur im OPAC möglich.

Erschließung und Recherche
Alphabetischer Zettelkatalog
Systematischer Katalog in Zettelform
OPAC (ca. 75 % der Sammlung sind erfasst) I
Beispiel für OPAC-Recherche im Feld "Signatur": S LEHR: E? Ergebnis: 1037 Treffer aus dem Fach „E – Erdkunde“

Belegexemplare der im Waisenhaus-Verlag seit seiner Gründung im Jahre 1698 erschienenen Bücher. Die Bibliothek ist nach Numerus Currens aufgestellt.

Erschließung
Alphabetischer Zettelkatalog
Standortkatalog
OPAC

Im Jahre 1756 schenkte der Inspektor der Waisenhaus-Buchhandlung, Jakob Gottfried Bötticher (1692-1762), seine Porträtsammlung der Bibliothek des Waisenhauses. Sie enth&aumllt Abbildungen von etwa 7.000 verschiedenen Persönlichkeiten des 16. bis 18. Jahrhunderts und umfasst 13.000 Blätter. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Kupferstiche.
Erschließung
Datenbank

1995/96 aus Privathand erworbene Gesangbücher, vornehmlich des 19. Jahrhunderts. Die Sammlung wird kontinuierlich erweitert.
Erschließung
OPAC

Privatbibliothek des Geologen und Mineralogen Christian Keferstein (1784-1866), die die Stiftungen 1853 vom ihm erhielten.

Systematik

IZeitschriften
IINaturwissenschaften allgemein
IIIPhysik und Chemie
IVaMineralogie allgemein
IVbMineralogie:
Einzelne Orte, Länder und Gebirge
Hier auch: Geologische Untersuchungsmethoden
VaGeologie allgemein
VbGeologie:
Einzelne Orte, Länder und Gebirge
Hier auch: Vulkane, Erdbeben
VcPaläontologie
VdBergbau
VIBiologie: Tiere und Menschen
VIIPflanzenbiologie
VIIIReisen, Reisebeschreibungen
IXGeisteswissenschaften
XHandschriften
XIVaria

Erschließung
OPAC I Beispiel für OPAC-Recherche im Feld "Signatur": S KEF:Vd?
Ergebnis: 67 Treffer aus der Sachgruppe "Vd – Bergbau"

Die Büchersammlung des Erweckungsthelogen Friedrich August Tholuck (1799-1877) befindet sich seit 1993 als Dauerleihgabe des halleschen Tholuck-Konviktes in der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen. Die 15.000 Bände umfassende Bibliothek ist sachlich gegliedert aufgestellt und umfasst die Bereiche Theologie, Kirchengeschichte, Palästinakunde und Judaistik. Zur Sammlung gehören auch Teile der Bibliothek der Theologen Martin Kähler (1835-1912) und Martin von Gerlach. Ebenfalls im Nachlass Tholucks befinden sich Buchbestände des Schlesischen Konvikts, das kurz vor der Erschaffung des Tholuck-Konvikts durch Graf Karl Philipp von Harrach (1795–1878) gestiftet worden war und dessen Kuratorium auch Tholuck angehörte. Die Sammlung wurde mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft katalogisiert (2000–2002) und ist vollständig über den OPAC der Bibliothek recherchierbar. Um einen Überblick über den Inhalt der einzelnen Systematikgruppen zu bekommen, ist eine Suche nach der Signatur im OPAC möglich (gilt nicht für die Sammlungen "Kähler", "Gerlach" und "Schlesisches Konvikt").

Systematik
 

ILexika und Grammatiken
IIKlassisches. Altertum, Texte
III ALiteraturgeschichte ausländisch
III BLiteraturgeschichte deutsch
IVPhilosophie
VGeschichte
VI ANaturwissenschaften
VI BGeographica
VIIAllgemeines zur Theologie, Nachschlagewerke
VIIIZeitschriften und Reihen
IXBibelausgaben
X APalästinakunde zum Alten Testament und Alten Orient
X BJudentum, Einleitung Altes Testament
X CAltes Testament Kommentare
X DAltes Testament Kommentare
X EAltes Testament Kommentare
XI ANeues Testament Urchristentum
XI BNeues Testament Einleitung
XI CNeues Testament Kommentare
XI DJesus
XI ETheologie
XII AKirchengeschichte
XII BKirchengeschichte, Dogmengeschichte
XIIIBiographien
XIVKonfessionskunde
XV ASystematische Theologie
XV BDogmatik
XV CEthik
XVI AHomiletik
XVI BHomiletik, Predigten
XVI CHymnologie
XVI DErbauungsliteratur
XVII APraktische Theologie
XVII BKatechetik und religiöse Erziehung
XVII CLiturgik
XVII DEinzeluntersuchungen / Seelsorge
XVII EKirchenrecht
XVII FMissionsgeschichte
XVIII AVaria, Luthers Werke
XVIII BVaria
XIXJudaica
XX Folianten
XXIKonvolute und Sammelbände

Erschließung
OPAC
Beispiele für OPAC-Recherche im Feld "Signatur":

S THOL:XV A?
Ergebnis: 486 Treffer aus der Sachgruppe "XV A – Homiletik"

S THOL:KÄ?
833 Treffer aus der Bibliothek "Martin Kähler"

S THOL:GE?
132 Treffer aus der Bibliothek "Martin von Gerlach"

S THOL:SC?
550 Treffer aus der Bibliothek "Schlesisches Konvikt"

 

Ein großer Teil der Privatbibliothek des Orientalisten Prof. Rudolf Sellheim (*1928) befindet sich seit 2001 in den Franckeschen Stiftungen. Die Bibliothek, die nach Numerus Currens aufgestellt ist, umfasst z. Z. 7300 Bände.

Erschließung
OPAC

Privatbibliothek des Religionswissenschaftlers und Orientalisten Walter Beltz (1935-2006)

Erschließung
OPAC

Die Sammlung des Halleforschers Heinz Hermann Beyer (1903-1992) mit 800 Bänden zur Geschichte der Stadt Halle und des mitteldeutschen Raumes.

Die Büchersammlung des Halleforschers Heinz Hermann Beyer (1903-1992), die zusammen mit seinem Archiv von den Franckeschen Stiftungen angekauft  wurde, ist vollständig katalogisiert und steht über den OPAC der Bibliothek zur Verfügung. Es handelt sich um 806 Bände zur Geschichte der Stadt Halle, die vorwiegend aus dem 19. und 20. Jahrundert stammen. Die einzigartige Sammlung enthält neben Gesamtdarstellungen zur Geschichte Halles zahlreiche Drucke zur Geschichte von Stadtteilen, zu Bauwerken und Denkmälern,  zu Literatur, Musik und Kunst, zum Wirtschaftsleben und zu vielen Persönlichkeiten der Stadt sowie eine Reihe von Zeitschriften. Die Bibliothek ist systematisch aufgestellt. Vor jeder Signatur steht die Bezeichnung "S/BEYER:". Um einen Überblick über den Inhalt der einzelnen Systematikgruppen zu bekommen, ist eine Suche nach der Signatur im OPAC möglich.

Systematik

AAllgemeines
BDeutschland
CMitteldeutschland
D a-z Einzelne Orte in Deutschland
EHalle
EaAllgemeines
EbGeschichte
EcKunst, Literatur, Musik
EdHeimatkunde
EeWirtschaft, Soziales
EzStadtteile, Denkmäler, Bauten
F a-zEinrichtungen, Firmen, Vereine in Halle
G a-zPersonen
KSonstiges
ZZeitschriften

Erschließung
OPAC I Beispiel für OPAC-Recherche im Feld Signatur: S BEYER:Eb?
Ergebnis: 66 Treffer zur Geschichte der Stadt Halle

Sammlung von ca. 1.760 geographischen Einzelkarten, 10 handgezeichneten Karten und 54 Kartenwerken bzw. Atlanten. Der überwiegende Teil stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Sammlung wird kontinuierlich erweitert.
Erschließung
Lokale Datenbank im Studienzentrum

Sammlung von Schulprogrammen, vor allem des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sie entstand durch Schriftentausch der Stiftungsschulen mit zahlreichen auswärtigen Lehranstalten.

Erschließung
Datenbank

Die wissenschaftliche Handbibliothek (ca. 30.000 Bände) ist im Lesesaal öffentlich zugänglich. Sie wird laufend ergänzt und aktualisiert. Neben allgemeinen Nachschlagewerken wird spezielle Forschungsliteratur, insbesondere zum Pietismus und zur Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, erworben. Von 1992–2007 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Aufbau der Forschungsbibliothek, die auch als Fortsetzung des Sammelschwerpunktes des Altbestandes zu sehen ist, großzügig unterstützt.

Systematik der Handbibliothek
Erschließung
OPAC I Beispiel für OPAC-Recherche im Feld "Signatur": Dka?
Ergebnis: 164 Treffer aus der Sachgruppe "Dka – Geschichte des Pietismus, Allgemeines"

In Zusammenarbeit mit dem Kinderkreativzentrum Krokoseum der Franckeschen Stiftungen werden Bücher für die Kinderbibliothek des Krokoseums erworben.

Erschließung
Datenbank