Sommerserenade auf dem Altan

Ein Abend zwischen Kulturgeschichte, Musik und Sommerstimmung

Termin(e)

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Ort

Historisches Waisenhaus, Haus 1

Wegeleitsystem

Kosten

12 Euro, erm. 9 Euro

Teilveranstaltungen

10.06. Mittwoch

Listen, Inventare, Kataloge, Briefe und immer wieder Zettelwirtschaft

Historisches Waisenhaus

Sich in einer über dreihundert Jahre alten Sammlung und den dazugehörigen Archivquellen zurechtzufinden, kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Was eben noch vollkommen klar erschien, stiftet auf einmal Verwirrung, wirft aber auch so manche spannende Frage auf. Die Kurzführung zur Sommerserenade vermittelt überraschende Einblicke in neueste Forschungen zu Zeitschichten, Netzwerken, Ordnungsmustern und Objektbiografien in der Wunderkammer des Waisenhauses.

Im Anschluss können Besucher:innen den lauen Sommerabend bei einem Getränk auf dem Altan, in entspannter Atmosphäre mit Live-Musik ausklingen lassen. Für die musikalische Begleitung dieses Abends sorgt das Jazz-Duo Peter Häseler (Kontrabass) und Christian Stephan (Gitarre). Die Kombination aus exklusivem Sammlungseinblick und stilvoller Jazz-Soiree macht diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis. Nach der großen Resonanz im vergangenen Jahr wird diese Sommerreihe im Kulturprogramm der Stiftungen fortgesetzt

25.06. Donnerstag

Die Borneo-Objekte in der Wunderkammer

Historisches Waisenhaus

Welche Geschichten verbergen sich hinter den Objekten aus Borneo in der Kunst- und Naturalienkammer? Ein Forschungsprojekt widmet sich seit 2023 den Gegenständen, die von Missionaren auf Borneo zusammengetragen wurden und in den 1840er Jahren nach Halle gelangten. Bis heute sind sie in einem eigenen Schrank sowie an den Wänden der Kammer erhalten. Die Kurzführung zur Sommerserenade gibt Einblicke in die aktuellen Forschungsergebnisse und stellt ausgewählte Objekte aus Borneo und ihre Geschichten vor.

07.07. Dienstag

Das Waisenhaus – die etwas andere Führung

Am Franckeplatz steht massiv das Waisenhaus. Wofür was das da? – Na klar, für die Waisenkinder, das sagt doch schon der Name. 

So klar war es dann aber doch nicht. Das Waisenhaus war von Anfang an ein Mehrzweckbau, der mehr als nur der Unterbringung der Waisenkinder diente. Anhand von alten Plänen, Zeichnungen und Fotos begeben wir uns auf eine Zeitreise in die Vergangenheit des Waisenhauses und erkunden die verschiedenen – teils überraschenden – Nutzungen des Gebäudes.

22.07. Mittwoch

Ein mutiger Blick in die Sterne des 18. Jahrhunderts – oder doch nicht?

Historisches Waisenhaus

Das Archiv der Franckeschen Stiftungen ist immer für Überraschungen gut. Bei den Vorbereitungen zu den letzten Jahresausstellungen ist eine Akte mit verblüffendem Inhalt in den Blickpunkt geraten, die bislang keine Beachtung gefunden hat. Sie beschreibt am Ende des 7-jährigen Krieges in großer Detailliertheit und in Entwurfszeichnungen den Bau einer Sternwarte für einen Quadranten, einem Instrument zur Positionsbestimmung der Sterne, der zu dieser Zeit offenbar zur Spitzenklasse zählte. Das wirft Fragen auf: Wurde die »Stern-Warte oder Quadranten-Haus« tatsächlich gebaut? Wenn ja, wo? Sind noch Spuren vorhanden? Und woher kam am Ende des Krieges das Geld für ein so teures Investment in den Unterricht? Warum also hat man ein solch ambitioniertes Projekt verfolgt?

Das kurzweilige Gespräch wird diese Fragen am Original der Akte in der Kabinettausstellung der Bibliothek besprechen und dabei auch ein Geheimnis über einen merkwürdigen, großen Stein auf dem Stiftungsgelände lüften. Danach geht es hoch hinaus ins Waisenhaus mit einem exklusiven Blick in die Camera Obscura direkt unter dem Alten – und dann auf diesen hinaus zum geselligen Beisammensein bei Jazz und Bowle.