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Jahresausstellung 2025
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Pressemitteilungen
Jahrespressemeldung 2026
»zurechtfinden«
Ein Jahresprogramm in den Franckeschen Stiftungen über Orientierung in der Unübersichtlichkeit
- Jutta Allmendinger, eine der renommiertesten Soziologinnen Deutschlands, eröffnet zur Francke-Feier am 21. März 2026 das Jahresprogramm mit einem Festvortrag »Gesellschaftlicher Wandel und die Frage der Orientierung«.
- Die Jahresausstellung für junge Menschen, drei Unterhausdebatten in der ganzen Stadt und über 30 große und kleine Veranstaltungsformate für Erwachsene, Familien und Kinder laden mit »zurechtfinden« ein, Themen der Gesellschaft und des Wahljahres 2026 zu diskutieren.
- Vorreiter in Klima- und Denkmalschutz: Klimaresilientes Regenwassermanagement soll Denkmal und Natur schützen.
- Das 10. Jahresmagazin der Franckeschen Stiftungen verbindet Interviews mit Expert:innen, hochwertige Fotos und Reportagen aus der Arbeit der Stiftungseinrichtungen, Kurznachrichten aus Bildung und Wissenschaft, Höhepunkte des Jahresprogramms und persönliche Geschichten.
Halle (Saale), 25. Februar 2026
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Das Jahresprogramm der Franckeschen Stiftungen steht 2026 unter dem Thema »zurechtfinden«. Vom wissenschaftlichen Diskurs über kulturelle Veranstaltungen bis hin zu Bildungsangeboten nehmen über 30 Veranstaltungsformate für Erwachsene, Familien, junge Menschen und Kinder die herausfordernde Orientierung in einer Welt mit immer mehr Optionen und Unsicherheiten in den Blick. Im stadtweiten Themenjahr 2026 »Stadt. Licht. Leben. Energie« schafft das Programm Räume für alle, in denen im Wahljahr 2026 Reflexion und Austausch über Zukunftsfragen wie Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen.
JAHRESPROGRAMM
Jutta Allmendinger eröffnet zur Francke-Feier (20.‒22. März 2026) das Jahresprogramm 2026. Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung a. D. zählt zu den renommiertesten Soziologinnen Deutschlands. In ihrem Festvortrag wird sie das Jahresthema »zurechtfinden« aus soziologischer Perspektive beleuchten: Welche Rolle spielen Bildung, Arbeit, Geschlechterverhältnisse und soziale Gerechtigkeit? Die Museumsnacht in Halle und Leipzig am 9. Mai 2026 nimmt eines der faszinierendsten Phänomene für Orientierung auf. Der Flug der Zugvögel bildet die Inspiration für ein aufwendiges Videomapping des Leipziger Lichtkünstlers Bernd Gengelbach im Freylinghausen-Saal. Am 20./21. Juni 2026 lädt das Historische Lindenblütenfest unter dem Titel »Zielsicher daneben – ein Fest der Orientierung« Familien und Kinder ein, in den Stiftungsgassen in das 18. Jahrhundert einzutauchen und mit über 100 Mitmachangeboten die Gegenwart spielerisch zu entdecken.
Angesichts von Polarisierung und Vertrauensverlust in Sachsen-Anhalt vor den Landtagswahlen 2026 gehen die Franckeschen Stiftungen mit dem Format Unterhausdebatte erstmals in die Stadt. Inspiriert vom britischen Parlament werden in Halle-Neustadt, dem diversesten Stadtteil Halles, in der Eigenheimsiedlung im Wohnviertel Halle-Dölau und im historischen Versammlungs- und Kulturzentrum der Halleschen Arbeiter:innen, dem Volkspark, drei geschützte Räume für eine kontroverse, aber konstruktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen eröffnet. Expert:innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft begleiten den Diskurs, in den alle Teilnehmenden ihr Wissen ein bringen. Durch Platzwechsel im Raum werden Haltungen und im Fortlauf der Diskussion auch Meinungswechsel sichtbar. Hier wird Demokratie als wirksames Miteinander erfahrbar. Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes statt.
Die Jahresausstellung (ab 4. September 2026) »Jein! Eine interaktive Ausstellung über Orientierung im Ungewissen« legt den Fokus auf die Orientierungsphase junger Menschen als gesellschaftliche Herausforderung. In einer Welt wachsender Möglichkeiten, rasanter Entwicklungen und globaler Krisen wird das Bedürfnis nach Orientierung existenziell und besonders für junge Menschen zum Stressfaktor. Der Mitmachparcours im Historischen Waisenhaus richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und lädt zur Auseinandersetzung mit Desorientierung, Optionsvielfalt und Selbstwirksamkeit ein.
PROJEKTE 2026
Klimaschutz und Denkmalschutz sind kein Widerspruch, zeigt ein innovatives Zukunftsprojekt, das 2026 zum Schutz der historischen Bausubstanz der Franckeschen Stiftungen startet. Die schrittweise Installation eines klimaresilienten Regenwassermanagements mit einem System aus unterirdischen Zisternen und Stauraumkanälen nimmt zukünftige Starkregenereignisse in den Blick. Verdichtungen und Versiegelungen der vergangenen Jahrzehnte intensiver Bautätigkeit auf dem Stiftungsgelände werden aufgebrochen, der vorhandene Baumbestand im Wurzelbereich stabilisiert und die Oberflächen behutsam mit einem barrierearmen Wegesystem ausgestattet. Das Vorzeigeprojekt wird aus Bundes- und Landesmitteln finanziert.
Seit 2026 wird im Projekt »Verbund-KoMoNa: Oase der Nachhaltigkeit im Stiftsgut Stichelsdorf« das historische Landgut vor den Toren der Stadt Halle als außerschulischer Lernort aufgebaut. Wurden im 18. Jahrhundert auf den Äckern Lebensmittel für die über 3.000 Bewohner:innen der Schulstadt Franckes geerntet, ist es heute Ziel des Projekts, in der Region neue Perspektiven für nachhaltige Entwicklung an Schulklassen und Kindergruppen zu vermitteln. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.
10 JAHRE JAHRESMAGAZIN
Einen Ausblick auf das Jahresprogramm bietet auf 64 Seiten das frisch gedruckte Jahresmagazin mit Reportagen, Kurznachrichten und Hintergrundinformationen. Zum zehnten Mal stellt das beliebte Informationsmedium mit hochwertigen Fotografien und weit ausgreifenden Inhalten von Expert:innen und Mitarbeiter:innen die Franckeschen Stiftungen aus ihren vielfältigen Perspektiven vor. Redakteurin Andrea Klapperstück eröffnet das Heft in diesem Jahr mit einem Interview mit Prof. Dr. Jutta Allmendinger. Beide sprechen über Orientierung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft junger Menschen. Dr. Frank Tillmann (Deutsches Jugendinstitut e.V.) weist darauf hin, dass »Jugendliche die dabei zu fällenden Entscheidungen […] als ein ›Zeichnen ohne Radiergummi‹« erleben. Er schlägt vor, Gelegenheiten der Zielorientierung, der Anregung für die Ausgestaltung von Lebensentwürfen im außerschulischen Raum zu schaffen. Die Höhepunkte zum Jahresthema, der Rückblick auf das vergangene Jahr, ein Beitrag zum Ehrenamt oder die persönlichen Geschichten rund um das Navigieren in komplexen Zeiten runden das Leseangebot ab.
»zurechtfinden« – Das Jahresprogramm der Franckeschen Stiftungen über Orientierung in der Unübersichtlichkeit
- Pressekonferenz zur Vorstellung des Jahresprogramms mit Direktorin Dr. Marianne Schröter, stellvertretende Direktorin Anneheide von Biela und Leiterin Kommunikation und Veranstaltungen Dr. Kerstin Heldt
- Höhepunkte des Jahresprogramms, aktuelle Bauvorhaben, neue Projekte in Stichelsdorf und vor der Landtagswahl
- Alles auf einen Blick im frisch erschienenen Jahresmagazin der Franckeschen Stiftungen: Reportagen aus den Einrichtungen, Interviews mit Expert:innen und Nachrichten aus Kultur, Wissenschaft und Bildung.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir laden Sie herzlich zur Jahrespressekonferenz der Franckeschen Stiftungen ein.
WANN: Mittwoch, 25. Februar 2026, um 11:00 Uhr
WO: Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 52/53, LeoLab (Historische Druckerei).
PROGRAMM
Dr. Marianne Schröter, Direktorin der Franckeschen Stiftungen, wird das Thema des Jahresprogramms 2026 »zurechtfinden« und die Verbindung zum stadtweiten Themenjahr »Stadt. Licht. Leben. Energie« vorstellen. Im Mittelpunkt der vorgestellten kulturellen, wissenschaftlichen und sozialen Angebote wird die wenig beachtete und so entscheidende Orientierungsphase junger Menschen zwischen 12 und 30 Jahren stehen. Aktuelle Forschungen des Deutschen Jugendinstituts e.V. zeigen: In einer Welt mit immer mehr Optionen und Unsicherheiten wird diese Phase länger – und oft zum Stressfaktor.
Anneheide von Biela, stellvertretende Direktorin, berichtet über Angebote des Bereichs Bildung&Soziales für diese Altersgruppe. Sie stellt vor, wie sich das Stiftsgut Stichelsdorf in den kommenden zwei Jahren im Projekt »Verbund-KoMoNa: Oase der Nachhaltigkeit im Stiftsgut Stichelsdorf« weiterentwickeln wird.
Dr. Kerstin Heldt, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Veranstaltungen, wird im Jahresprogramm unter anderem die Unterhausdebatte in den Fokus rücken. Das seit 2023 erfolgreich etablierte Programm wird angesichts von Polarisierung und Vertrauensverlust in Sachsen-Anhalt vor den Landtagswahlen 2026 erstmals die Stiftungen verlassen. An drei Orten in der Stadt sollen geschützte Räume für kontroverse, aber konstruktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen aufgemacht werden.
Sie erhalten das neue, druckfrische Jahresmagazin. O-Töne, Interviews und Fotos mit allen Teilnehmenden sind möglich.
Wir freuen uns auf Sie!
Dr. Kerstin Heldt und Friederike Lippold
Jahresausstellung 2025
- Die kulturhistorische Ausstellung zu einer der besterhaltenen frühneuzeitlichen Universalsammlungen in Europa lenkt in sieben Themenräumen den Blick auf Gestaltung und Funktion, die Ordnungssysteme, besondere Objekte und heutige Fragestellungen.
- 150 zum Teil seltene oder noch nie gezeigte Objekte werden im 30. Jahr nach der Wiedereröffnung vom Ausstellungsbüro FORMIKAT in den Ausstellungsräumen direkt unter der Kunst- und Naturalienkammer im Historischen Waisenhaus eindrucksvoll in Szene gesetzt.
- Weitere spannende Perspektiven ergänzt die Online-Ausstellung durch den Einsatz multimedialer Inhalte
SAVE THE DATE
- Eröffnung am 10. Mai 2025 um 16:00 Uhr mit einer Uraufführung inspiriert von der Wunderkammer und einer eigens erstellen immersiven Lichtinstallation
Jahresausstellung vom 11. MAI 2025 – 6. April 2026 | Di–So, 10–17 Uhr | Eintritt 8 euro, erm. 5 Euro, bis 18 Jahre frei
2025 jährt sich die Wiedereröffnung der Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen, einer der besterhaltenen Universalsammlungen aus der Frühen Neuzeit in Europa. Sie wurde vor 30 Jahren wiederentdeckt und im Dachgeschoss des Historischen Waisenhauses detailgetreu rekonstruiert. Mit ihren über 3.300 Exponaten und dem kunstvollen Mobiliar ist sie heute nach dem originalen Museumskonzept des 18. Jahrhunderts zu erleben. Ungebrochen faszinieren das scheinbar Spielerische der historischen Sammlungsordnung, das Nebeneinander von vermeintlich Gegensätzlichem, oder auch der erste enzyklopädische Anspruch.
Eine Etage darunter bietet ab dem 10. Mai 2025 die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen »300 Jahre Neugier. Verborgenes Wissen aus der Wunderkammer« eine Art moderne Bedienungsanleitung für den Schauraum des Halleschen Pietismus. Die Kuratoren Tom Gärtig, Kustos des Historischen Waisenhauses, Philipp Wille, wissenschaftlicher Volontär und Prof. Dr. Holger Zaunstöck, Leiter der Stabsstelle Forschung der Franckeschen Stiftungen, haben die Schau mit einem Team von Expert:innen entwickelt. Sie laden zu einem Ausstellungsrundgang mit 150 zum Teil neu erforschten und noch nie gezeigten Exponaten, anschaulichen Multimediastationen, spielerischen Mitmachangeboten und aktuellen Diskursen des 21. Jahrhunderts zu ausgewählten Sammlungsteilen ein.
»Die Neugier, die beim Besuch einer Wunderkammer in der Frühen Neuzeit durch vielfältige Assoziationsketten und das komplexe Zusammenspiel von Raum, Mobiliar, Exponaten, Ordnungsmustern und Erzählungen ausgelöst wurde und auch entstehen sollte, funktioniert damals wie heute. Die Sammlung birgt ein enormes Potential, uns auch im 21. Jahrhundert zu faszinieren, anzuregen und aufzuklären.« Tom Gärtig, Philipp Wille und Prof. Dr. Holger Zaunstöck.
Der Rundgang startet in der Zeit um 1990 und erzählt die spannende Rekonstruktion und Zugänglichmachung der vor 30 Jahren fast vergessenen Kammer. Bereits im Treppenaufgang des Waisenhauses werden großformatige Fotos gezeigt, die den bedauernswerten, ja desaströsen Zustand der fast vergessenen Kammer kurz vor ihrer Rettung und Restaurierung eindrucksvoll dokumentieren. Von hier aus begeben sich die Besuchenden auf eine Zeitreise in das 18. Jahrhundert und erfahren im ersten Raum, wie die Wunderkammer 1741 aufgebaut war, wie sie im Detail »funktionierte« und vor welchen Herausforderungen der Altenburger Kurator, Künstler und Naturforscher Gottfried August Gründler (1710–1775) stand.
Im zweiten Raum wird der Blick auf die original erhaltenen Sammlungsmöbel, eine Rarität in der Museumsgeschichte, gelenkt. Insgesamt 16 Schränke wurden zwischen 1736 und 1741 speziell für die Ordnung der knapp 5.000 Objekte und ihre repräsentative Präsentation passgenau mit Schau- und Magazinteil gefertigt. Von Gründler kunstvoll gefertigte Bekrönungsmotive stellen dabei die jeweiligen Ordnungskriterien vor.
Mit einem multiperspektivischen Ansatz nähert sich der dritte Raum der Ausstellung den Objekten aus Indien. Ausgehend vom Bekrönungsmotiv des Ausstellungsschranks, das einen schwarzen Menschen zeigt, der ein Palmblatt beschreibt, gehen die Kuratoren in Zusammenarbeit mit Dr. Heike Liebau (Leibniz-Zentrum Moderner Orient, Berlin) und Prof. Dr. Daniel Jeyaraj (University of Liverpool, GB/ Chennai, Indien) erstmals der Darstellung indischer Menschen in dieser Sammlung nach.
Zu den genialen Ordnungssystemen der Wissenschaftsgeschichte zählt das Systema Naturae von Carl von Linné (1707–1778), das Gründler im Bereich der Naturaliensammlung hier in Halle weltweit erstmals in einem Museum anwendete. Der vierte Ausstellungsraum stellt die Naturaliensammlung hinsichtlich ihrer Ordnung, Benennung und Nutzung vor. Es erstaunt, wie mühelos die Halleschen Pietisten die Kunst- und Naturalienkammer als Instrument zur Ehre Gottes mit den neuesten Entwicklungen der Naturwissenschaften verbanden. An den Knochen eines Walfisches wird u.a. nachgewiesen, dass die wissenschaftliche Orientierung keine Eintagsfliege war, sondern dauerhaft Einfluss auf die Sammlung hatte.
Die Wunderkammer mit ihren original erhaltenen, aber auch verloren geglaubten Exponaten gibt bis heute Rätsel auf. Der fünfte Raum gewährt Einblicke in abenteuerliche Erkundungsgänge, in denen Dinge neu entdeckt werden oder an unvermuteter Stelle auftauchen, um für kurze Zeit den Weg zurück nach Halle zu finden. So auch eine der beiden metallenen Statuetten des römischen Götterboten Merkur, die dem Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) beim Besuch der Franckeschen Stiftungen 1802 ins Auge gefallen sein dürften. Wenige Monate später bat Goethe in einem Brief, ihm den »kleinen Merkurius« für seine Antikensammlung im Tausch gegen ein Buch für die Stiftungsbibliothek zu überlassen.
Ein besonderes Objekt der Museumsgeschichte ist die Anweisung für die Gästeführer, die »Herumführer« im 18. Jahrhundert. Die handschriftliche Quelle aus dem Jahr 1741 wird im Archiv der Franckeschen Stiftungen aufbewahrt und gehört zu den wenigen frühneuzeitlichen Dokumenten, das eine Kunst- und Naturalienkammer aus Sicht der Institution, nicht der Reisenden oder Besuchenden vorstellt. Im sechsten Raum begeben sich die Besuchenden auf eine kleine Zeitreise: In einem inszenierten, interaktiven Rundgang entdecken sie die Wunderkammer von 1741, inspiriert von dieser einzigartigen Quelle.
Im letzten Raum der Ausstellung werfen die Kuratoren einen Blick auf die Wunderkammerlandschaft im 21. Jahrhundert. Mit der 2020 gegründeten „Alliance of Early Universal Museums“ (AEUM), deren Gründungsmitglied die Franckeschen Stiftungen sind, wird eine aktuelle Entwicklung vorgestellt: Ein moderner Showroom präsentiert Sammlungen aus Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden und zeigt, wie historische Wunderkammern heute bewahrt und weiterentwickelt werden.
Weitere spannende Perspektiven eröffnet die ergänzende Online-Ausstellung durch den Einsatz multimedialer Inhalte wie Audioaufnahmen, Videos und 3D-Modelle.
300 Jahre Neugier. Verborgenes Wissen aus der Wunderkammer des Waisenhauses
Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen
11. Mai 2025 – 6. April 2026
Di–So 10–17 Uhr
Eintritt 8 Euro, erm. 5 Euro, bis 18 Jahre Eintritt frei
Alle Informationen zum Besuch und Begleitprogramm auf www.francke-halle.de
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Am Sonnabend, dem 10. Mai 2025, um 16:00 Uhr, nur wenige Stunden vor der Museumsnacht Halle/Leipzig, wird die Ausstellung feierlich eröffnet. Einem imaginären Musikschrank aus der Wunderkammer entlocken Ivo Nitschke (Percussionist der Staatskapelle Halle) und Andreas Voß (Cello, Gambe, Electro-Loops) in der Uraufführung einer eigenen Komposition Klangfarben, Rhythmen und Stimmen. Als Sneak Peek erleben die Gäste die immersive Lichtinstallation von Bernd E. Gengelbach, eine eigens für die Ausstellungseröffnung und die Museumsnacht entwickelte, professionelle Video-Mapping-Projektion. Sie entführt mitten in eine lebendig bewegte Wunderkammer des 18. Jahrhunderts mit handgezeichneten Objekten aus Natur und Kunst.
Foto- und Drehgenehmigung
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