Die Konferenz widmet sich den protestantischen Reformbewegungen, die von der Gründung der Franckeschen Stiftungen in Halle (1695) über die Missionsgesellschaften in England (SPCK und SPG) bis hin zur Gründung der Kolonie Georgia in Nordamerika im Jahr 1732 führten.
Im Mittelpunkt des Konferenzprogramms stehen die Gemeinsamkeiten dieser protestantischen Reformbewegungen. Es werden vier Merkmale erörtert: erstens eine verinnerlichte Frömmigkeit, zweitens ein daraus erwachsender Auftrag zur Seelenrettung und Weltverbesserung, drittens ein Wandel der Zukunftserwartungen, indem das Heil – zuvor meist im Jenseits verortet – nun innerhalb der Welt und in der Zukunft gesucht wurde und viertens die Überzeugung, dass diese Mission den Aufbau von Institutionen erforderte.
Dieser Ansatz rückt Franckes Einrichtungen in Halle noch näher an die Gründung der Kolonie in Georgia heran, und diese Verbindung beschränkte sich möglicherweise nicht nur auf die pietistische Siedlung der Salzburger in Ebenezer. Vielmehr könnten Franckes Einrichtungen in Halle auch den Treuhändern in Georgia als Vorbild und Inspirationsquelle gedient haben. Diese Erkenntnis unterstreicht, dass die politische Dimension des deutschen Pietismus nicht auf Preußen beschränkt war, sondern von Anfang an eine koloniale und globale Reichweite hatte.
Bitte melden Sie sich bis zum 8. Oktober 2026 für die Teilnahme vor Ort oder online über folgende E-Mail-Adresse an: weiss@francke-halle.de.




