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Presseportal

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Dr. Kerstin HeldtLeiterin Kommunikation und Veranstaltungen Dr. Kerstin Heldt (Leiterin Kommunikation und Veranstaltungen) Dr. Kerstin HeldtLeiterin Kommunikation und Veranstaltungen Tel.+49 345 2127 405Fax+49 345 2127 418 Friederike LippoldKommunikation, Veranstaltungen, Internationales Friederike Lippold (Kommunikation, Veranstaltungen, Internationales) Friederike LippoldKommunikation, Veranstaltungen, Internationales Tel.+49 345 2127 431Fax+49 345 2127 418

Foto- und Drehgenehmigungen

Für alle Dreharbeiten und Fotoaufnahmen in den Franckeschen Stiftungen, einschließlich Außenaufnahmen auf dem Gelände, benötigen Sie eine Genehmigung. Diese können Sie rechts herunterladen und uns ausgefüllt zuschicken. Bitten setzen Sie sich vor Beginn Ihrer Arbeit rechtzeitig mit uns in Verbindung, damit wir einen reibungslosen Ablauf gewährleisten können.

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Pressematerial

»Die güldne Sonne…« Konzert mit Martina Rüping und dem Ensemble Baroccore Berlin im Freylinghausen-Saal

› Öffentliches Konzert zur 30. Internationalen hymnologischen Studientagung
› Kartenvorverkauf im Francke-Wohnhaus und an den bekannten Vorverkaufsstellen. Kategorie 1: 18 €, Kategorie 2: 12 €, Schüler und Jugendliche bis 18 Jahre: 8 €

MITTWOCH, 31. JULI 2019, 20 UHR

Ein für Kenner der barocken Musik besonderes Highlight bietet die diesjährige Sommerpause in Halle. Am 31. Juli 2019 wird Martina Rüping mit dem Ensemble Baroccore zu Gast im Freylinghausen-Saal sein. Unter dem Titel »Die güldne Sonne…« erklingen Lieder von Paul Gerhardt in Fassungen des Freylinghausen Gesangbuches, umrahmt von Werken hallescher Komponisten des Barock, darunter Samuel Scheidt, Daniel Gottlob Türk, Georg Friedrich Händel und Friedrich Wilhelm Zachow. Das Konzert ist Teil der 30. Internationalen hymnologischen Studientagung vom 29. Juli–2. August 2019 in den Franckeschen Stiftungen unter dem Titel »Geistliches Singen in Kindheit, Jugend und Erziehung«.

Martina Rüping studierte in Dresden bei Prof Ilse Hahn und in Zürich bei Elisabeth Schwarzkopf. Nach Festengagements an den Opernhäusern in Halle und Köln konnte sie sich schnell international als Interpretin der großen Opern-Partien von Händel, Mozart oder Richard Strauss etablieren. So sang sie an den Staatsopern München, Berlin und Stuttgart, in Paris, Rom, Helsinki, Tokio, Hongkong, Los Angeles und Mailand unter anderem Partien wie Zerbinetta (»Ariadne auf Naxos«), Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«), Gilda (Rigoletto), Susanna (»Le Nozze di Figaro«), Ännchen (»Der Freischütz«), und Sophie (»Der Rosenkavalier«). Neun Jahre infolge war sie Mitglied des Solistenensembles der Bayreuther Festspiele. Im Konzertbereich brilliert sie in den bedeutendsten europäischen Konzerthäusern, z. B. als Sopransolistin in Orffs »Carmina Burana« unter Riccardo Muti im Teatro alla Scala Milano oder in Haydns »Die Schöpfung« unter Philippe Herreweghe im Concertgebouw Amsterdam.

Zur Studientagung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Hymnologie 2019 werden 30 Wissenschaftler aus Europa, Amerika und Asien in den Franckeschen Stiftungen zusammenkommen. Das Tagungsthema passt zum Tagungsort, der nicht zuletzt durch sein Waisenhaus und DAS pietistische Gesangbuch von Freylinghausen berühmt wurde. Ein Schwergewicht der in den Vorträgen behandelten Aspekte wird aber ebenso auf der Gegenwart liegen. Unter kulturanthropologischen, religionspädagogischen und qualitativen Gesichtspunkten fragen internationale Referentinnen und Referenten nach dem Singen der Kinder und Jugendlichen zwischen Säkularisierung und Sakralisierung heute wie in den früheren Zeiten, in denen Erziehung und Kinderkatechese eng mit hymnologischer Praxis verbunden waren.

Informationen zur Tagung auf www.iah-hymnologie.de

Himmel über Halle. Jugendliche erforschen in der Sommerakademie astronomische Schriften, Karten und Kalender der Frühen Neuzeit

› Sommerakademie Geschichte der Franckeschen Stiftungen: 12 Jugendliche aus Sachsen-Anhalt befragen historische Quellen in der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen nach der Geschichte der Astronomie
› Abschlusspräsentation der Ergebnisse am Freitag, 12. Juli 2019, 13.30 Uhr im Englischen Saal (Haus 26)

Zur Sommerakademie Geschichte sind 12 Jugendliche aus ganz Sachsen-Anhalt in der Woche vom 8.-12. Juli 2019 in die Franckeschen Stiftungen eingezogen. »Himmel über Halle. Astronomische Schriften, Karten und Kalender der Neuzeit« lautet das Thema der diesjährigen Akademie. Die TeilnehmerInnen haben zunächst Bild- und Schriftquellen des 17. und 18. Jahrhunderts in Bibliothek und Archiv der Franckeschen Stiftungen kennengelernt, wurden vom Stiftungsdirektor Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke in den Astronomieunterricht an Franckes Schulen eingeführt und entwickelten selbstständige kleine Forschungsideen. Sie werden die Geschichte der Weltbilder bis zum heliozentrischen Weltbild in den historischen Quellen nachverfolgen, haben sich dafür entschieden, den Astronomieunterricht an Franckes Schulen genau anzuschauen oder wählten Sternbilder, Sternzeichen und Horoskope als ihr Forschungsthema in der Akademiewoche. Die Ergebnisse ihrer Beobachtungen und Recherchen präsentieren die Jugendlichen am 12. Juli 2019 um 13.30 Uhr im Englischen Saal ihren Familien, Freunden und der interessierten Öffentlichkeit. Die Presse ist herzlich dazu eingeladen.

Das einwöchige Akademieprogramm sieht wie vor 300 Jahren die Übernachtung in der Pensionsanstalt auf dem Lindenhof und die Verpflegung im Speisesaal vor. So entdecken die jungen TeilnehmerInnen auch ganz praktisch Aspekte des Lebens an Franckes Schulen. Neben der intensiven Projektarbeit begleitet von Pädagogen, Bibliothekaren und Archivaren steht auch ein Besuch der Arche Nebra auf dem Programm. Abends gibt es viel zu erzählen und in Halle zu entdecken. Ein Höhepunkt ist das nächtliche »Moonlight-Watching« (dank der Unterstützung durch den Förderverein Pro Halle, die Gesellschaft für astronomische Bildung Halle und das Planetarium Halle) auf dem Altan – sofern das Wetter mitspielt. Hier wird die Sommerakademie in diesem Jahr von Inga Schlesier (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dirk Schlesier (Leiter Planetarium Halle) fachkundig unterstützt.

@meinehood_halle. Jugendliche definieren ihre Orte in Halle.

› Jugendliche bestimmen Stadtentwicklung mit.
› Vorstellung des Projektes mit Anneheide von Biela, stllv. Direktorin der Franckeschen Stiftungen, Mirko Petrick, Kinder- und Jugendbeauftragter der Stadt Halle und den beteiligen Jugendlichen
› Gespräche mit den TeilnehmerInnen, Fotos und O-Töne sind möglich.
› ACHTUNG: Bei dem Termin handelt es sich um eine Veranstaltung mit Kindern, deren schutzwürdige Interessen gemäß der Datenschutz-Grundverordnung, des Kunsturhebergesetzes und des Pressegesetzes Sachsen-Anhalt besonders zu beach-ten sind. Die Franckeschen Stiftungen holen im Vorfeld die Einwilligungserklärung der Sorgeberechtigten für die Anfertigung von Bild- und Tonaufnahmen ihres Kindes zu dem Termin ein.

PRESSETERMIN AM 2. JULI 2019 | 16.30 UHR | AMERIKA-ZIMMER IM HISTORI-SCHEN WAISENHAUS

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 2. Juli 2019 um 16.30 Uhr möchten wir Ihnen im Amerika-Zimmer des Historischen Waisenhauses die frischen Ergebnisse eines eintägigen Workshops vorstellen, mit dem ein radikaler Perspektivwechsel in der Zusammenarbeit zwischen jungen Menschen und der öffentlichen Verwaltung starten soll. Dafür laden die Franckeschen Stiftungen gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt Halle (Saale) und der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt Jugendliche ein, sich in einem mehrteiligen Workshopformat bis November 2019 mit ihren Räumen und Orten im öffentlichen Raum zu beschäftigen. Welchen Raum brauchen sie für ihre Freizeitgestaltung: Wo gehe ich hin, was sind meine Lieblingsorte? Was will ich dort verändern? Wo kann, wo sollte Stadtplanung und Politik agieren?

Zum Projektstart am 2. Juli treffen sich dafür MultiplikatorInnen der städtischen Kinder- und Jugendarbeit, VertreterInnen von Schulen, Quartiersmanagement sowie Akteure aus der Freien Szene mit Jugendlichen. Gemeinsam entwickeln sie Fragen, mit denen sie ihre Orte anschauen wollen – »Kann man hier Krach machen? Kann man cool abhängen? Was brauchen wir, um hier sicher zu sein«. Mitte Oktober werden die Projektideen vorgestellt und von einer Jugendjury bewertet. Die Vorschläge werden von Experten aus der Stadtverwaltung weitergedacht und im Jahr 2020 umgesetzt. Ziel ist es, für junge Leute attraktive (Aufenthalts-)Orte im Stadtraum zu schaffen. Hier soll wirklich etwas verändert werden!

Zum Pressetermin um 16.30 Uhr wird Anneheide von Biela, die stellvertretende Direktorin der Franckeschen Stiftungen, direkt im Anschluss an den ersten Workshop in das Anliegen des Projektes und die beabsichtigten Ziele einführen. Gemeinsam mit VertreterInnen der beteiligten Jugendlichen präsentieren Susanna Kovács, Leiterin Vermittlung der Franckeschen Stiftungen und Mirko Petrick, Kinder- und Jugendbeauftragter der Stadt Halle, die Ergebnisse des ersten Workshoptages und beschreiben die nächsten Schritte.

Zum Pressetermin wird außerdem vorgestellt:

+ Wie die Jugendlichen begleitet werden,
+ welche Rolle die app #stadtsache in dem Projekt spielt,
+ welche inhaltlichen Weiterbildungen Teil des Projektes sind,
+ ob die Vorschläge der Jugendlichen auch tatsächlich umgesetzt werden.

Gespräche mit den Teilnehmern, der Entwicklerin der App #stadtsache, Fotos und O-Töne sind möglich.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihre

Friederike Lippold

Franckesche Stiftungen restaurierten Gründungsdokumente dank einer Förderung durch die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) im BKM-Sonderprogramm 2018

Einladung zum Pressetermin am 26. Juni, 14.00 Uhr, Treffpunkt am Lesesaal der Historischen Bibliothek (Haus 22)

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit der Wiedergründung der Franckeschen Stiftungen im Jahr 1992 führt das Studienzentrum August Hermann Francke vielbeachtete Erschließungsprojekte durch, die die Bestände Wissenschaftlern und Interessierten aus der ganzen Welt zugänglich machen. Auch die Initiierung von Maßnahmen zur Erhaltung der wertvollen Bestände in Archiv und Bibliothek der Franckeschen Stiftungen gehören zu den Aufgaben des Studienzentrums. Dank einer Förderung durch die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts im BKM-Sonderprogramm konnten 48 frühneuzeitliche Urkunden aus dem Stiftungsarchiv aus der Zeit zwischen 1601-1800 restauriert werden. Zu den bedeutendsten Stücken der Maßnahme zählt die Gründungsurkunde für das Hallesche Waisenhaus August Hermann Franckes, ausgestellt durch den damaligen Kurfürsten von Brandenburg, Friedrich III., den späteren König in Preußen, im Jahr 1698. Wir laden Sie herzlich zu einem Pressetermin am 26. Juni um 14 Uhr in das Archiv der Franckeschen Stiftungen ein (Treffpunkt vor dem Lesesaal, Haus 22), zu dem Dr. Britta Klosterberg, Leiterin des Studienzentrums August Hermann Francke – Archiv und Bibliothek –, und die Archivarin Carmela Kahlow einige der wertvollen Stücke vorstellen. Anhand von Fotos werden der Zustand der Urkunden vor und nach der Restaurierung sowie die Maßnahmen zur Restaurierung und Konservierung der Urkunden erläutert.

Die Pergamenturkunden im Archiv der Franckeschen Stiftungen zählen zu den wichtigsten Dokumenten der Stiftungsgeschichte. Sie belegen zum einen das Verhältnis des Stiftungsgründers zum preußischen Staat, der u.a. mit seinen Privilegien die rechtliche Grundlage für die Errichtung des Waisenhauses und der nachfolgenden Institutionen, wie Buchdruckerei, Apotheke oder Schulen, schuf. Der Urkundenbestand enthält aber auch Unterlagen zu den vom Halleschen Waisenhaus bewirtschafteten landwirtschaftlichen Gütern in der Region. Die bis in das Jahr 1601 zurückgehenden Lehnurkunden illustrieren die Versorgungssituation der Schulstadt Franckes und sind damit ein wichtiger Baustein für die Erforschung der Wirtschaftsgeschichte des Halleschen Waisenhauses. Sie stellen aber auch wertvolles Quellenmaterial für die Regionalgeschichte und zur Erforschung der Beziehungen der Adelsgeschlechter und deren Besitzverhältnissen dar.

Der Zustand der Urkunden hatte eine Nutzung bisher beinahe unmöglich gemacht: Siegelbänder hatten sich aufgelöst, Metallkapseln waren durch die Luftfeuchtigkeit korrodiert und manche Urkunde wies Fehlstellen auf. Vor allem lagen 36 der 48 Urkunden gefaltet vor. Das trockene Pergament machte das Auffalten der Dokumente kaum möglich, ohne sie zu beschädigen. Teilweise starke Verschmutzung erschwerte zudem die Lesbarkeit. Dank der Förderung durch die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) konnten in der Preservation Academy GmbH Leipzig die Urkunden gereinigt, geglättet und sachkundig restauriert werden. Nach der Restaurierung wurden die Urkunden am Studienzentrum digitalisiert, so dass die Texte weltweit online zugänglich sind und die Originale geschont werden können.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihre
Friederike Lippold

Kultour, Routen und Räume. Historisches Lindenblütenfest der Franckeschen Stiftungen

› 2 Tage, 70 Mitmachstände, über 100 HelferInnen, ca. 50 KünstlerInnen: Wieviel Kultur anderer entdecken wir in uns?
Einladung zum Pressetermin am 11. Juni 2019 um 14.00 Uhr
mit den Organisatorinnen des Festes, Andrea Klapperstück und Dr. Kerstin Heldt
› Vorstellung des Themas, der Festkonzeption und der Mitmachangebote
› Der Traum vom Fliegen verbindet: Präsentation des Mini-Ornithopters zum Nachbauen auf dem Fest mit der halleschen Künstlerin Andrea Ackermann

LINDENBLÜTENFEST DER FRANCKESCHEN STIFTUNGEN:
22. JUNI 2019 11.00 – 23.00 UHR | 23. JUNI 2019 10 – 18 UHR | EINTRITT FREI

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den Franckeschen Stiftungen wird derzeit eines der größten Feste für Kinder und Familien in der Region, das Historische Lindenblütenfest, vorbereitet. Im Jahresthema »Komm mit – Wohin?« werden am 22. und 23. Juni 2019 unter dem Titel »Kultour, Routen, Räume« die Kulturen der Welt im Mittelpunkt stehen. An 70 Mitmachständen können große und kleine Gäste erkunden, wie viele Kulturen in jedem von uns stecken. »Wir starten ins Festgelände mit dem Kulturaustausch zu Lande, schauen uns dann das Wasser genau an und fragen: Gab oder gibt es auch einen Kulturaustausch per Luft? Hier kann man in der Geschichte und in unserer heutigen Zeit viel entdecken« verrät Andrea Klapperstück bereits vor dem Pressetermin und lädt herzlich zur Vorstellung der Höhepunkte des Festes ein.

Über 100 HelferInnen bereiten sich in ihrer Freizeit oder im Rahmen ihres Studiums auf das Fest vor. Unter ihnen sind viele Ehrenamtliche, SchülerInnen, Studierende und KünstlerInnen der hiesigen Kulturszene. Die Malerin und Grafikerin Andrea Ackermann stellt zum Pressetermin vor, wie sie sich mit ihrer Künstlerkollegin Katharina Kühne seit Wochen auf das Fest vorbereitet hat. Im Bereich des Kulturaustausches zur Luft bietet sie an, gemeinsam einen Mini-Ornithopter, inspiriert von Leonardo da Vinci, zu basteln, denn der Traum vom Fliegen ist etwas, das in jeder Kultur zuhause ist. Ob das Objekt flugfähig ist, kann zum Pressetermin ausprobiert werden.

Außerdem
+ stehen die Organisatorinnen nach der Einführung zu Gesprächen zur Verfügung,
+ ist ein Foto mit dem Mini-Ornithopter im Lindenhof möglich,
+ und werden Plakat und City-Cards zum Lindenblütenfest vor- und digital zur Verfügung gestellt.

Für die vielen Themen und Angebote reicht der vorhandene Platz auf dem Historischen Lindenhof schon lange nicht mehr aus. Vom Eingangsbereich am Franckeplatz aus sind die Kirschbaumwiese und der Schulhof der Grundschule August Hermann Francke, der Schwarze Weg und der Lindenhof einbezogen. »Wir wollen Grenzen überschreiten und Zugänge aufzeigen«, freuen sich die Organisatorinnen Andrea Klapperstück und Dr. Kerstin Heldt auf das transkulturelle Fest und achten dabei auf jedes Detail. Überall kann man entdecken, wie sich fremde Kulturen gegenseitig beeinflussen, bereichern, ergänzen, sich auch manchmal widersprechen und doch immer im Austausch sind. Ausprobieren, Staunen und Mitmachen stehen im Mittelpunkt des Festes, das niemand ohne Anregungen und neue Ideen verlassen wird.

Sie sind herzlich zum Pressetermin am 11. Juni um 14 Uhr in den Lindenhof eingeladen!

Ihre Friederike Lippold

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Fridays for Future: Hortkinder zeigen zum Bienentag im Pflanzgarten Ideen, mit denen Umweltschutz ganz leicht im Alltag umgesetzt werden kann

› Bienenprojekttag im Pflanzgarten für alle: mit Imkern und vielen Mitmachangeboten für Kinder und Familien.
› Die Presse ist um 16 Uhr herzlich zur Vorstellung des Umweltprojekts der Kinder des Horts August Hermann Francke eingeladen.
› ACHTUNG: Bei dem Termin handelt es sich um eine Veranstaltung mit Kindern, deren schutzwürdige Interessen gemäß der Datenschutz-Grundverordnung, des Kunsturhebergesetzes und des Pressegesetzes Sachsen-Anhalt besonders zu beach-ten sind. Die Franckeschen Stiftungen holen im Vorfeld die Einwilligungserklärung der Sorgeberechtigten für die Anfertigung von Bild- und Tonaufnahmen ihres Kindes zu dem Termin ein.

BIENENPROJEKTTAG AM DIENSTAG, 28. MAI 2019 | 14.00 – 17.00 UHR | PFLANZGARTEN DER FRANCKESCHEN STIFTUNGEN | EINTRITT FREI

Seit Anfang des Jahres beteiligen sich die Hortkinder der 4. Klassen des Kinderhorts »August Hermann Francke« aktiv an der Aktion »Fridays for Future«. An den Hortnachmittagen beschäftigten sie sich mit dem Müll in ihrer Umwelt und den Recyclingmöglichkeiten, informierten andere Einrichtungen auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen, gaben Tipps zur Mülltrennung im Alltag und machten so auf ein Problem aufmerksam, das ihre Zukunft ganz grundsätzlich beeinflussen wird. Zu den großen Müllthemen zählt Plastik. Den Bienenprojekttag im Pflanzgarten der Franckeschen Stiftungen am 28. Mai 2019 nutzen die Kinder auf eigenen Wunsch, um eine Idee vorzustellen, mit der der Verbrauch von Plastikartikeln leicht einzuschränken ist. Dazu haben sie an ihren Umweltnachmittagen im Hort ausprobiert, wie jeder selbst Bienenwachstücher herstellen und im Alltag anwenden kann. Die Kinder wollen damit Alternativen für Dinge wie Frischhaltefolien aus Plastik oder Aluminiumfolien aufzeigen, die vielen Menschen im Alltag nicht verzichtbar scheinen.

Cornelia Jäger, die Leiterin des Projektes »Bildung für nachhaltige Entwicklung im Pflanzgarten« war von Anfang an  von dem Tatendrang der SchülerInnen begeistert. Seitdem im vergangenen Jahr am 20. Mai erstmals der Welttag der Bienen ausgerufen worden war, um auf die Bedeutung der Bestäuber-Insekten für das Ökosystem und damit jegliches Leben auf der Erde aufmerksam zu machen, organisiert Cornelia Jäger einen Bienentag. In diesem Jahr werden im Pflanzgarten neben vielen Mitmachangeboten zur Bedeutung der Bienen für unser Ökosystem der Imker Enrico Kretschmar, Obmann für Jugendarbeit und Weiterbildung des Imkerverbandes Sachsen-Anhalt mit einem Schaubienenvolk und Gabriele Huber-Schabel, erste Vorsitzende des Imkerverbandes Sachsen-Anhalt e.V., mit Imkeranzügen für Kinder und verschiedenen Bienen, die unter dem Mikroskop anschaubar sind, erwartet. Sie spendete den Hortkindern dank der Vermittlung durch Cornelia Jäger spontan das Bienenwachs, das für die Herstellung der Tücher benötigt wird. So zeigen die Hortkinder zum Bienenprojekttag, wie fruchtbar es ist, sich aktiv mit anderen Akteuren zu vernetzen, um gemeinsam Lösungen für die den Kindern und Jugendlichen der »Fridays for Future«-Bewegung am Herzen liegenden Probleme zu finden.

WELTTAG DER BIENEN
Mit dem Welttag der Bienen soll jährlich die Bedeutung der Bestäuber-Insekten für das Ökosystem und damit jegliches Leben auf der Erde in den Mittelpunkt gerückt und für die Notwendigkeiten des Bienenschutzes geworben werden. In Europa ist ihre Zahl in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen. Der 20. Mai ist der Geburtstag des slowenischen Imkerpioniers Anton Janša (1734–1773). Er gilt als einer der ersten Lehrer der modernen Bienenhaltung. Außerdem bildet der 20. Mai einerseits den Höhepunkt des Bienenjahres auf der nördlichen Hemisphäre; auf der südlichen Hemisphäre findet zu dieser Zeit die Honigernte statt.

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Deutschland unter Druck. Im Gespräch mit der Autorin und Journalistin Jana Simon

› Reinhard Bärenz, MDR-Kulturchef lädt in der Reihe »Persönlichkeiten« zum Gespräch ein

DIENSTAG, 21. MAI 2019 | 18.00 UHR | FREYLINGHAUSEN-SAAL, HAUS 1
EINTRITT FREI

Neben Reinhard Bärenz, dem Kulturchef des MDR, nimmt am 21. Mai 2019 Jana Simon im Freylinghausen-Saal der Franckeschen Stiftungen Platz. Als Gast in der Reihe »Persönlichkeiten im Gespräch« spricht sie über sich und die Arbeit an ihrem Buch »Unter Druck. Wie Deutschland sich verändert«. Wo sie daraus liest, geht es um die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen in Deutschland und ihre Auswirkungen auf die Menschen.

»Es sind die einfachen, aber großen Fragen, die mich immer wieder interessieren: Wie reagieren Menschen auf neue Situationen, wie gehen sie mit ihnen um, und wie gehen sie schließlich aus ihnen hervor?« Für ihr Buch »Unter Druck. Wie Deutschland sich verändert« begleitete sie Menschen aus Deutschland, darunter den früheren EZB-Direktor Jörg Asmussen, der heute Investmentbanker ist, einen Polizisten aus Thüringen, eine alleinerziehende Krankenschwester, eine »Influencerin« und den AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland, zum Teil über sechs Jahre hinweg. Ihre Porträts spiegeln den tiefgreifenden Wandel in Deutschland, wo das Wachstum der Wirtschaft dem Schrumpfen der Mittelschicht und der wachsenden Ungleichheit in der Verteilung des Reichtums gegenübersteht. Jeder sechste Deutsche ist armutsgefährdet, die sozialen Aufstiegs-chancen sind so gering wie in kaum einem anderen westlichen Land. Die rechtspopulistische AfD erzielt bei Wahlen zweistellige Ergebnisse und sitzt nun im Bundestag. Ein großer Teil der Deutschen steht unter erheblichem Druck. Was bedeutet das für das Leben Einzelner und für das ganze Land?

Jana Simon, wurde 1972 in Potsdam geboren, wuchs in Ostberlin auf und studierte in Berlin und London Osteuropastudien. Sie ist die Enkelin von Christa und Gerhard Wolf. Ihr Buch über ihre Großeltern »Sei dennoch unverzagt« (2013) war ein Bestseller. Als freie Journalistin arbeitete sie für die taz, Berliner Zeitung und den Tagesspiegel, seit 2004 ist sie Autorin der Wochenzeitung DIE ZEIT in Berlin. Sie schreibt über IS-Rückkehrer, die AfD, globale Friedensvermittler und hat den Fall Dieter Wedel, dem mehrere Frauen sexuelle Belästigung vorwerfen, mit aufgedeckt. Für ihre Reportagen erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. den Theodor-Wolff-Preis, den Axel-Springer-Preis, 2018 wurde sie »Reporterin des Jahres«.

In der Reihe »Persönlichkeiten im Gespräch« sind herausragende Persönlichkeiten dieser Tage zu Gast in den Franckeschen Stiftungen, die anhand ihres persönlichen Werdegangs gesellschaftlich aktuelle Fragen ins Zentrum rücken, aus ihrem Leben erzählen, über ihre Visionen sprechen, aus jüngsten Veröffentlichungen lesen und sich auch den Fragen des Publikums stellen.

Pressemitteilung zum Herunterladen(PDF, 432 kB)

Kabinettausstellung "Missionsauftrag und Forscherdrang" zeigt seltenes Manuskript zu den hinduistischen Göttern

› Wertvolle Originale wie eines der zwei noch erhaltenen Manuskripte der "Genealogie der malabarischen Götter" werden ausgestellt.
› "Missionsauftrag und Forscherdrang. Bartholomäus Ziegenbalg, erster lutherischer Missionar in Indien" | Kabinettausstellung in der Historischen Bibliothek der Franckeschen Stiftungen | 10. Mai bis 13. Oktober 2019
› Eröffnung mit der indischen Germanistin Prof. Dr. Rekha Vaidya Rajan

DONNERSTAG, 9. MAI 2019 | 18.00 UHR | ENGLISCHER SAAL, HAUS 26 | EINTRITT FREI

"Meine Begegnung mit Ziegenbalg" lautet der Vortrag von Frau Prof. Dr. Rekha Vaidya Rajan (Hyderabad, Indien) zur Eröffnung der Kabinettausstellung "Missionsauftrag und Forscherdrang. Bartholomäus Ziegenbalg, erster lutherischer Missionar in Indien" in den Franckeschen Stiftungen. Aus der persönlichen Sicht einer indischen Germanistin und Nicht-Christin wird die ehemalige Professorin an der Jawaharlal Nehru University in Delhi und Vertreterin der Alexander-von-Humboldt-Stiftung in Indien über den Pionier der evangelischen Mission sprechen, dessen Tod sich in diesem Jahr zum 300. Mal jährt. In ihren Forschungen hat sich Rekha Rajan immer wieder mit dem Thema Literatur und Fremde und den deutsch-indischen Bezügen beschäftigt. In diesem Zusammenhang ist sie auch auf die Dänisch-Hallesche Mission gestoßen und hat dazu in verschiedenen Projekten mit den Franckeschen Stiftungen zusammengearbeitet.

Bartholomäus Ziegenbalg (1682-1719) gilt als bedeutendster Missionar der Dänisch-Halleschen Mission und als erster deutscher Drawidologe. Er widmete sich neben der eigentlichen Missionsarbeit dem Studium der tamilischen Sprache und Kultur, übersetzte u. a. die Bibel und erarbeitete eine Tamil-Grammatik. Ziegenbalg pflegte den Dialog mit Hindus und Muslimen. Die aufgezeichneten Gespräche und Korrespondenzen sind bis heute eine wichtige Quelle zum Verständnis dieser Kulturen. Mit seinen Beschreibungen der hinduistischen Götterwelt gilt Ziegenbalg als Wegbereiter der Indologie. 1713 verfasste er sein bahnbrechendes religions- und kulturgeschichtliches Werk mit dem Titel "Genealogie der malabarischen Götter". Die Schrift, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat, behandelt die hinduistischen Haupt- und Nebengötter, Propheten, Feste sowie Opferzeremonien. Neben einem Manuskript in der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen sind die in Halle erhaltenen Textfragmente die einzige noch existierende Originalhandschrift dieser bedeutsamen Untersuchung.

In Indien wird Ziegenbalg als Vater der Ökumene geehrt, denn er verstand es, zwischen Indern, Briten, Dänen und Deutschen über kulturelle und religiöse Unterschiede hinweg Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Daran knüpft ein internationales Projekt im heutigen Tharangambadi an, das die Franckeschen Stiftungen in Kooperation mit verschiedenen Partnern aus Indien und Deutschland betreiben. Im ehemaligen Wohnhaus Ziegenbalgs entsteht ein Museum und Zentrum für die Erforschung der Missionsgeschichte und den interkulturellen Dialog zwischen Indien und Europa.

Die Kabinettausstellung wird bis zum 13. Oktober 2019 in der Historischen Bibliothek gezeigt und ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Das Faltblatt zur Ausstellung zum Herunterladen(PDF, 1,3 MB)

Die Pressemitteilung zum Herunterladen(PDF, 52 kB)

Lukasevangelium Palmblatthandschrift mit dem Lukas-Evangelium in Tamil, um 1715

Entrückte Politik, abgehängte Bürger? Everhard Holtmann diskutiert Störungen im Innenleben der Demokratie

› Der Politikwissenschaftler und gefragte Interviewpartner in Funk und Fernsehen diskutiert mit Publikum über Politikverdruss und die Chancen der Demokratie
› Moderation: Thomas Bille (MDR Kultur)

MITTWOCH, 8. MAI 2019 | 18.00 UHR | ENGLISCHER SAAL, HAUS 26 | EINTRITT FREI

170.000 Demonstranten gingen am 23. März europaweit gegen das neue Urheberrechtsgesetz der EU auf die Straße. Allein in Deutschland demonstrierten am 15. März knapp 300.000 Schülerinnen und Schüler bei den Fridays for Future. Am 17. November 2018, dem ersten Protesttag der Gelbwesten, nahmen knapp 300.000 Menschen an den Protesten in Frankreich teil. Nach den Ausschreitungen in Chemnitz im August 2018 setzten 65.000 Menschen auf einem Konzert unter dem Hashtag #wirsindmehr ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. Wir leben nicht in unpolitischen Zeiten.
Die Menschen verlangen nach Mitbestimmungen, begehren auf, wo sie sich ungerecht behandelt fühlen oder der Politik Versäumnisse vorhalten wollen. Doch zu diesen Beobachtungen gehört auch eine gefühlte Wahrheit, die Vorstellung, die "Politik" hätte sich von den Bürgerinnen und Bürgern entfernt. Gibt es einen Vertrauensverlust in die Demokratie, eine Hinwendung zum Populismus, gar eine Abkehr von demokratischen Grundwerten?
Im Themenjahr der Franckeschen Stiftungen "Komm mit – wohin? Ein Jahresprogramm über Krise und Aufbruch" wird der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Everhard Holtmann empirische Studien der vermeintlichen und viel beschworenen "Krise der westlichen Demokratien" gegenüberstellen. Holtmann ist emeritierter Professor für Systemanalyse und Vergleichende Politik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundeszentrale für Politische Bildung und seit 2012 Forschungsdirektor am Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. Seine Forschungen untersuchen empirisch das Wahlverhalten und die Parteienentwicklung. Mit seinen scharfen Analysen des politischen Systems ist er ein gefragter Gast in Funk und Fernsehen und unter anderem oft als Interviewexperte bei der "Tagesschau" der ARD zu sehen.
Das Publikum ist eingeladen, sich an der Diskussion über die derzeitigen politischen Zustände und Gefühlslagen zu beteiligen. Wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen WählerInnen und Gewählten? Ist das vieldiskutierte Misstrauen in die Politik gesundes Hinterfragen von Machtverhältnissen oder Ausdruck einer krisenhaften Entfremdung von den Säulen unserer Demokratie? Gibt es Unterschiede zwischen Ost und West und was können wir von den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg erwarten? Wie viel Einfluss sollten die Menschen durch direkte Demokratie wie den Volksentscheid erhalten? Für die Moderation konnte Thomas Bille von MDR Kultur gewonnen werden.

Die Pressemitteilung zum Herunterladen(PDF, 52 kB)

Zwischen Management und Wissenschaft: Kolloquium zum 60. Geburtstag des Stiftungsdirektors Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke

› WeggefährtInnen aus über 30 Jahren wissenschaftlicher und leitender Arbeit für die Franckeschen Stiftungen als ReferentInnen zu Gast, u. a. Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, der Generalintendant des Humboldt-Forums, Prof. Dr. Juliane Jacobi, Bildungsforscherin der Universität Potsdam, und Hellmut Seemann, Präsident der Klassikstiftung Weimar
› Konzeption: Prof. Dr. Holger Zaunstöck, Stabsstelle Forschung, und Dr. Britta Klosterberg, Studienzentrum August Hermann Francke – Archiv und Bibliothek

FREITAG, 26. APRIL 2019 | 10.00 UHR BIS 18.00 UHR, IM ANSCHLUSS EMPFANG | TAGUNGSETAGE IM HISTORISCHEN WAISENHAUS

Zwischen Management und Wissenschaft 

Zum 60. Geburtstag des Stiftungsdirektors Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke laden Kolleginnen und Kollegen aus dem Wissenschaftsbereich der Stiftungen zu einem besonderen Festkolloquium ein. Die Franckeschen Stiftungen prägen seit über 30 Jahren den beruflichen Lebensweg Müller-Bahlkes als Wissenschaftler, Archivar und schließlich seit 2003 als Direktor. Und er prägte und prägt die Stiftungen. Das Kolloquium wird deshalb aktuelle Forschungen zu den vielschichtigen Stiftungsthemen aufgreifen, neue Perspektiven auf die Geschichte des Waisenhauses öffnen und aktuelle Debatten beispielsweise zum kolonialen Erbe in Museen weiterdenken. In dem hochrangig besetzten Kolloquium kommen Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter des Jubilars sowie Vertreterinnen und Vertreter der aktuellen Forschungen zur Stiftungs-, Bildungs- und Architekturgeschichte zusammen. Die Referentinnen und Referenten sind nach drei Kriterien ausgewählt worden.

Zum einen sind enge Wegbegleiter des Jubilars eingeladen: Prof. Dr. Hermann Wellenreuther war der Doktorvater Müller-Bahlkes. Gemeinsam mit Prof. Dr. Mark Häberlein, der ebenfalls als Referent teilnehmen wird, leiten die drei das Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) "Hallesche Pastoren, deutsche Siedler und lutherische Kirchengemeinden in Nordamerika".

Ein zweiter Schwerpunkt des Kolloquiums soll auf den Themenbereichen liegen, die für die eigene Arbeit Müller-Bahlkes als auch für die der Franckeschen Stiftungen als Institution relevant sind. Prof. Dr. Juliane Jacobi, Professorin für historische Pädagogik, war in den 1990er Jahren eine wichtige wissenschaftliche Partnerin für die Forschungen zur Pädagogik an den Franckeschen Stiftungen. Gemeinsam entwickelten sie und Müller-Bahlke u. a. das grundlegende DFG-Projekt zu "Franckes Schulen". Ihr Vortrag zur Bildungsgeschichte in Halle steht unter dem Titel "Blankgeputzte Spiegel und blinde Flecken". Die Verbindung zum südindischen Tamil Nadu sind ein weiterer wichtiger Wissenschafts- und Managementschwerpunkt der Arbeit Müller-Bahlkes, nicht zuletzt durch die Entwicklung eines Museums für den interkulturellen Dialog in Tharangambadi. Referentin Dr. Heike Liebau ist im Kolloquium zu Gast. Sie hat seit zwei Jahrzehnten die Indienforschung der Franckeschen Stiftungen maßgeblich begleitet. Einen ganz anderen Schwerpunkt wiederum setzt Dr.-Ing. Dipl.-Holzwirt Thomas Eißing mit seinem Thema "Was ist noch zu tun? Forschungsfragen aus der Sicht der Bauforschung an die Franckeschen Stiftungen".

Zum Dritten sollen auch aktuelle Debatten wie das museal aufbereitete Bauhausjubiläum und die Debatte um koloniales Erbe in Museen diskutiert werden. So werden auch Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, der Generalintendant des Humboldt-Forums, und Hellmut Seemann, Präsident der Klassikstiftung Weimar, am Kolloquium teilnehmen, Seemann mit einem Vortrag zum Thema "Moderner Historismus – oder: Darf man das Bauhaus musealisieren?" und Dorgerloh zum Thema "Koloniales Erbe im Museum – Dilemma oder Chance?". Beide haben mit Müller-Bahlke viele Jahre in der Konferenz Nationaler Kulturgüter (KNK) zusammengearbeitet.

Seit 2003 ist Thomas Müller-Bahlke der Direktor der Franckeschen Stiftungen. In seiner Amtszeit wurde der Wiederaufbau der Franckeschen Stiftungen maßgeblich vorangebracht. Die Sanierung des Francke-Wohnhauses, der Häuser am Franckeplatz 4 und 5 mit der Waisenhaus-Buchhandlung sowie der Neubau der Kulturstiftung des Bundes geben dem Franckeplatz seine heutige Gestalt. Auch die Sanierung des Kinderkrankenhauses, in dem nun das Seelsorgeseminar der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland beheimatet ist, und der Gebäude des Landesgymnasiums Latina "August Hermann Francke" verantwortete Müller-Bahlke in dieser Zeit. Mit drei aktuellen großen Bauvorhaben (die Sanierung der alten Druckerei, der großen und der kleinen Scheunen) soll der Wiederaufbau der Franckeschen Stiftungen 2021 nach 30 Jahren abgeschlossen werden. Insgesamt werden etwa 150 Mio Euro in den erfolgreichen Wiederaufbau seit 1990 geflossen sein

Das Tagungsprogramm zum Herunterladen(PDF, 114 kB)

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Begeisterung für Wissenschaft früh wecken durch internationalen Workshop am Krokoseum

› Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt kommen im Rahmen der "International Conference of Young Scientists" 2019 auch ans Krokoseum
› Wie wird aus Licht Energie gewonnen? Kinder bauen aus Alltagsmaterialien eine funktionstüchtige Solarzelle und bereisen den Planeten "Mundian"
› Anmeldungen bis zum 24. April 2019 per Mail oder 0345 2127575

MONTAG, 29. APRIL 2019 | 14.30 UHR BIS 17.30 UHR | KOSTENFREI | KINDERKREATIVZENTRUM KROKOSEUM IM HISTORISCHEN WAISENHAUS


Wir brauchen Energie, damit es uns im Winter warm ist, wir im Dunkeln das Licht anmachen oder Wasser kochen können. Derzeit stammt die meiste Energie aus Kohle, Öl oder Gas, die wir unter Ausstoß von CO2 verbrennen. Nicht einmal 1 % der Energie wird aus Sonnenlicht gewonnen. Dabei enthält die Sonne schier unerschöpfliche Mengen an Energie. Eine Solarzelle kann diese Energiemenge anzapfen, ganz ohne CO2 zu produzieren. Leider ist es technisch nicht einfach, gut funktionierende Solarzellen herzustellen. Oder ist es doch kinderleicht? In einem Workshop der Global Young Academy im Krokoseum zeigen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Grundschulkindern, wie eine Solarzelle aus haushaltsüblichen Materialien hergestellt werden kann.

Im Rahmen der Jahresversammlung und "International Conference of Young Scientists" 2019 der Global Young Academy (GYA) kommen über 150 exzellente junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt nach Halle. Am Vortag der Jahresversammlung veranstaltet eine kleine Gruppe von GYA-Mitgliedern ein Bildungsangebot für Grundschulkinder am Krokoseum der Franckeschen Stiftungen. Das Krokoseum mit seinen museumspädagogischen Angeboten und einem kreativen Nachmittagsprogramm ist für Kinder ein idealer Ort zum Entdecken, Staunen und Ausprobieren. Mit internationaler Unterstützung wird einen Nachmittag lang die Lust auf Naturwissenschaften geweckt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind bis zum 24. April möglich. Der Workshop ist in zwei Teile unterteilt:

Teil 1: Wie entsteht Energie und wie kann sie aus Licht gewonnen werden?
Der Workshop will den Kindern die sogenannte Farbstoffsolarzelle zeigen, die aus haushaltsüblichen Materialien besteht. Sie verwendet Farbstoffe, wie sie zum Beispiel in Beeren vorkommen. Licht kommt am Farbstoff an und kann dann in Elektrizität umgewandelt werden. Die produzierte Elektrizität kann anschließend ein Gerät betreiben, z. B. eine kleine Lampe. Dazu ist einiges an Bastelarbeit erforderlich, da die Solarzelle aus vielen verschiedenen Schichten besteht, die viele verschiedene Aufgaben erfüllen. Es ist so ähnlich wie ein Puzzle. Damit es funktioniert müssen alle Teile ineinandergreifen und passen.

Teil 2: Expedition Mundus
Expedition Mundus, ein forschungsbasiertes Wissenschaftsspiel, wurde entwickelt, um Kindern das Leben eines Wissenschaftlers oder einer Wissenschaftlerin näher zu bringen. Die Kinder formulieren im Spielverlauf ihre eigenen Hypothesen, die anschließend mit vorherigen Beobachtungen untersucht und überprüft werden. Die Kinder erhalten Fragekarten zum fiktiven Planeten Mundian, die sie mithilfe von Informationspostern lösen. In Teams wird der Planet erforscht und nach richtigen Antworten gesucht.

Über die Global Young Academy
Die Global Young Academy (GYA) wurde 2010 als selbstorganisierte Akademie mit dem Ziel gegründet, die Stimme junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit zu stärken. Sie ist bestrebt, die Wissenschaftslücke zwischen entwickelten und Entwicklungsländern zu verringern und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenzubringen, um am internationalen und interdisziplinären Dialog teilzunehmen. Die GYA bringt Menschen aus allen Regionen der Welt zusammen und möchte so die Rolle der Wissenschaft in globalen Entscheidungsprozessen stärken. GYA-Mitglieder werden aufgrund ihrer herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und ihres Engagements über ihre Disziplinen hinaus ausgewählt. Derzeit besteht die GYA aus 200 Mitgliedern und 216 Alumni aus über 83 Ländern. Die GYA hat ihren Sitz an der Deutschen Nationalakademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle.

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Samstag, 13. April 2019 um 15 Uhr im Schloss Moritzburg, Zeitz

› Ausstellung »Bildung und Fürsorge im Zeitalter des Barock. Die Herzöge von Sachsen-Zeitz und die Franckeschen Stiftungen« im Schloss Moritzburg in Zeitz spiegelt das Verhältnis Franckes zum regionalen Adel.
› Eröffnungsvortrag von Thomas Grunewald: »Welches wohl die beste religion?« zur Rekonversion des Herzogs Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz durch August Hermann Francke.

SAMSTAG, 13. APRIL 2019 UM 15 UHR IM SCHLOSS MORITZBURG, ZEITZ

In 13 Ländern der Erde und an über 100 Orten informierten die Wanderausstellungen der Franckeschen Stiftungen in den vergangenen Jahren in Nationalbibliotheken, Universitäten, Landtagen, Kirchen, Museen, Schulen und Gemeindesälen über die facettenreiche Geschichte des Halleschen Waisenhauses. Zum ersten Mal wird die Wanderausstellung »Die Franckeschen Stiftungen« 2019 Teil einer Schau in einem repräsentativen Schloss sein und damit wieder ein regionales Thema in den Mittelpunkt rücken. Am 13. April 2019 um 15Uhr wird die Ausstellung »Bildung und Fürsorge im Zeitalter des Barock. Die Herzöge von Sachsen-Zeitz und die Franckeschen Stiftungen« im Schloss Moritzburg in Zeitz eröffnet. Die 20 Roll-ups zur Geschichte und heutigen Arbeit der Franckeschen Stiftungen werden hier ergänzt um Materialien, die die Beziehungen August Hermann Franckes (1663-1727) zu den Zeitzer Herzögen illustrieren.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz (1619–1681) und sein Sohn Moritz Wilhelm (1664–1718). Letzterer errichtete nach dem testamentarischen Willen seines Vaters im Jahr 1690 ein Waisenhaus in Zeitz, das nach 1698 schnell in einen regen inhaltlichen und personellen Austausch mit dem Halleschen Waisenhaus trat. Die Ausstellung stellt die Fürsorgeeinrichtungen in Halle und Zeitz gegenüber und zeigt handschriftliche Berichte und Briefe, die den Kontakt beider Einrichtungen nachzeichnen. Thematisiert wird vor allem das berühmte Ereignis der Rekonversion des Herzogs Moritz Wilhelm, das gleichzeitig Franckes Einfluss zeigt. Nach dem Übertritt zum katholischen Glauben bemühte sich Francke um die Rückführung des Herzogs zum lutherischen Glauben, was ihm nach einer Reihe langer Gespräche im Jahr 1718 tatsächlich gelang.

Dank des fruchtbaren Zusammenwirkens der Franckeschen Stiftungen mit dem Museum Schloss Moritzburg bietet die Schau die Möglichkeit, ein Stück Lokalgeschichte wiederzuentdecken. Nach der Begrüßung durch die Museumsleiterin Kristin Otto wird Thomas Grunewald, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Franckeschen Stiftungen und Ideengeber sowie Kurator der Ausstellung den Eröffnungsvortrag halten. Unter dem Titel »>Welches wohl die beste religion?< Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz und August Hermann Francke« stellt er das Ereignis der Rekonversion des Herzogs Moritz Wilhelm und das europaweite Echo darauf vor.

»Bildung und Fürsorge im Zeitalter des Barock. Die Herzöge von Sachsen-Zeitz und die Franckeschen Stiftungen«
14. April-13. Oktober 2019
Di-S0 10-16 Uhr
Eintritt 6 Euro, erm. 4 Euro, Kinder bis 14 Jahre 4 Euro
Museum Schloss Moritzburg Zeitz
Schlossstraße 6, 06712 Zeitz

Eröffnung am 13. April um 15 Uhr im Schloss Moritzburg, Festsaal

Weitere Veranstaltungen im Begleitprogramm (Auswahl)
28. September, 15 Uhr
Landesliteraturtage in Sachsen-Anhalt 2019
Die Erfindung der Vernunft. Ein Streitgespräch zwischen August Hermann Francke und Christian Wolf über Pietismus und Aufklärung.
Szenische Lesung mit Erhard Preuk (Halle (Saale), Roland Rittig (Zeitz) und
Dr. Kurt Wünsch (Halle (Saale))

26. Oktober, 16 Uhr
Schauplatz der Eitelkeiten
Protagonisten der Herzogszeit im Bild. Ein Kunstprojekt von Tim von Veh. Präsentation der großformatigen Collage im Großen Festsaal.

Francke-Feier: Die Franckeschen Stiftungen eröffnen mit Harald Welzer ihr Jahresprogramm über Krise und Aufbruch

› Festredner Prof. Dr. Harald Welzer: "Wie wollen wir in Zukunft leben?"
› Kinder-Francke-Feier mit dem Kinderkreativzentrum Krokoseum, Schaubacken in der historischen Backstube und freier Eintritt in alle Ausstellungen
› Motette des Stadtsingechors im Freylinghausen-Saal

FREITAG, 22. MÄRZ 2019 – SONNTAG, 24. MÄRZ 2019
FESTVERANSTALTUNG: SAMSTAG, 23. MÄRZ 2019, 11.00 UHR
EINTRITT FREI

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Zukunft neu denken, Gesellschaft gestalten, Mitbestimmung bewirken – der Querdenker und Visionär für eine bessere Zukunft, Prof. Dr. Harald Welzer, wird als Festredner zur Francke-Feier das Jahresprogramm der Franckeschen Stiftungen "Komm mit – wohin? Ein Jahresprogramm über Krise und Aufbruch" eröffnen. In seiner 2019 erschienenen Publikation "Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen" wirbt der Soziologe und Zukunftsdenker für eine positive Sicht auf unsere Zukunft:
"…der modernen Gesellschaft insgesamt scheint jegliche Vorstellung abhandengekommen zu sein, dass sie anders, besser sein könnte, als sie ist. Sie hat keinen Wunschhorizont mehr, sondern ihre Zukunft offenbar schon hinter sich. [… ] Keine Zukunft zu haben, ist kein Zustand, der gute Laune macht."

Welzer war Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, ist Professor an den Universitäten Flensburg und St. Gallen und Mitbegründer der "Futur Zwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit". Die Franckeschen Stiftungen wollen einen Aufbruch wagen und mit einem vielfältigen Jahresprogramm den allerorten geführten Krisendiskussionen einen Ideenwettstreit um eine bessere Zukunft entgegensetzen.

Traditionell wird im März das Jahresprogramm am Geburtstag des Stiftungsgründers August Hermann Francke (1663–1727) mit einem dreitägigen Fest eröffnet. Bereits am Freitag (22.3.) beginnt das Festwochenende mit der Verleihung der Schülerpreise der Firma Pfeifer & Langen. Außergewöhnliches Engagement von Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule "August Hermann Francke" und des Landesgymnasiums Latina wird ab 11.00 Uhr im feierlichen Rahmen im Freylinghausen-Saal gewürdigt. 18.30 Uhr verwandelt sich die Bühne dann in ein Podium für junge Talente der Latina. Beim 29. Solistenabend des Fördervereins des Instrumentalzweigs der Latina und des Freundeskreises der Franckeschen Stiftungen zeigen in diesem Jahr Johanna Maennicke (Flöte), Emily Hoppe (Harfe) und Neele Brandenburger (Violine) ihr Können.

Zur Festveranstaltung im Freylinghausen-Saal am Samstag (23.3.) wird neben dem Festredner Harald Welzer auch Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, erwartet. Damit auch Kinder und Familien an der Festveranstaltung teilnehmen können, gibt es begleitend ein ebenso zukunftsweisendes Aktionsprogramm das Krokoseums. Von 11 bis 16.00 Uhr lädt es unter dem Motto "KRISENFEST für alle Fälle!" Groß und Klein zur Weltenrettung ein. An verschiedenen Stationen können Kinder ihr Rüstzeug für alle Fälle zusammenzustellen. Außerdem wartet die Ideenfabrik für eine bessere Zukunft auf kreative Köpfe und helfende Hände.
Natürlich werden am Samstag auch beliebte Francke-Feier-Klassiker nicht fehlen: Die Biobäcker Fischer und Kirn laden zum Schaubacken in die historische Backstube und backen wie in der Schulstadt Franckes. Das Bio-Roggenbrot steht zum Verkauf bereit – nur so lange der Vorrat reicht. Am Nachmittag kann auch eigener Kuchen gebacken werden. Alle Ausstellungen der Franckeschen Stiftungen, darunter die beliebte Familienausstellung "hotel global", können den ganzen Tag über kostenfrei besichtigt werden. Zur Gedenkstunde am Francke-Denkmal werden der Stadtsingechor und Latina Brass die musikalische Umrahmung übernehmen. Die feierliche Ansprache hält in diesem Jahr Astrid Fischer vom Deutsche Jugendinstitut. Mit dem Café der Junioren des Freundeskreises im Historischen Waisenhaus (um 16.00 Uhr)
und erstmalig einer Motette des Stadtsingechors im Freylinghausen-Saal (um 18.00 Uhr) endet der Festtag.

Den sonntäglichen Auftakt bildet 10.00 Uhr der musikalische Festgottesdienst gemeinsam mit der Marktgemeinde. Es predigt erstmals in diesem Rahmen der Stiftungspfarrer Friedrich Wegner, der zum Festgottesdienst 2018 in sein Amt eingeführt worden ist. Am Nachmittag lädt um 16.00 Uhr das Alumni-Orchester der Latina zu einem Frühlingskonzert. Neben kammermusikalischen Beiträgen werden auch Mozarts "Sinfonie Nr. 25 in g-moll" und Debussys "Clair de Lune" gespielt.

Publikation: "Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen". Harald Welzer. Frankfurt am Main: S. FISCHER Verlag, 2019. 320 Seiten, ISBN 978-3-10-397401-0

Die Pressemitteilung zum Herunterladen(PDF, 68 kB)

Komm mit – wohin? Franckesche Stiftungen machen »Krise und Aufbruch« zum Jahresprogramm

Die Franckeschen Stiftungen wählen seit über 15 Jahren ein Thema der Gegenwart für ihr kulturelles und wissenschaftliches Jahresprogramm. »Komm mit – wohin? Ein Jahresprogramm über Krise und Aufbruch« ist aus dem Wissen entstanden, dass die Franckeschen Stiftungen selbst als ein Aufbruch aus den gesellschaftlichen Krisenerscheinungen des 17. Jahrhunderts angesehen werden können. Das korrespondiert mit dem Gefühl der Krisenhaftigkeit, das unsere heutige Gesellschaft erfasst hat und das sich nicht einfach erklären lässt. Das Jahresthema setzt voraus, dass es eine Zukunft gibt, die wir aktiv mitgestalten können. Insofern liegt die Betonung im Untertitel des Jahresprogramms »Krise und Aufbruch« nicht auf der Krise, sondern auf dem Aufbruch.

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Der Zukunftsdenker Harald Welzer ist Ehrengast der diesjährigen Francke-Feier und wird mit einer Festrede das Jahresprogramm eröffnen. Er stellt die Frage, ob es möglich ist, eine Form des Wirtschaftens und Lebens zu entwickeln, die nicht auf Wachstum, sondern auf Gerechtigkeit und Lebensqualität setzt. Mit hochrangigen Gästen wie dem Politikwissenschaftler Everhard Holtmann (8.5.), der die Politik-verdrossenheit der Bürger und damit die Krise der Demokratie diskutieren wird, oder der Autorin und Journalistin Jana Simon (21.5.), die ihr neues Buch »Unter Druck. Wie Deutschland sich verändert« vorstellt, wird das Thema des Jahresprogramms aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltungen ist das Historische Lindenblütenfest, welches »kultur global« und damit die Verflechtungen der Kulturen auf der Erde fokussiert. Das beliebte Fest für die ganze Familie lädt am 22./23. Juni auf dem gesamten historischen Gelände der Franckeschen Stiftungen zum Mitmachen ein. Mit großem Erfolg ist im Februar 2019 das Projekt »Weltreise durch Wohnzimmer« gestartet. Binnen weniger Tage waren die ersten Veranstaltungen ausgebucht. Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind, öffnen als »Reiseleiter« ihre Wohnzimmer und erzählen einer kleinen Reisegruppe von sich, ihrer Familie und ihrem Herkunftsland. Damit ist die »Weltreise« ein kleiner, aber höchst wirkungsvoller Beitrag für eine sich annähernde Gesellschaft. Die Ausstellung »hotel global« (bis 11.8.) im Historischen Waisenhaus lädt Kinder und Familien zu einem partizipativen Globalisierungsabenteuer ein. Was bedeuten Klimawandel, Rohstoff-, Ernährungs- und Finanzkrise, die Gegensätze von Arm und Reich für Kinder und Jugendliche heute und für ihre Zukunft? Zur Museumsnacht (11.5.) wird im Waisenhaus auf einem Luxusdampfer inmitten eines Meeres aus Müll eine Weltuntergangsparty gefeiert. Kunstaktion und Wirklichkeit sind hier dicht miteinander verwoben.

Die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen wird am 22. September 2019 eröffnet. Zum 100. Jubiläum des Bauhauses fokussiert sie das Jungsein in den Schulen der Franckeschen Stiftungen in den Jahren 1890–1933. Sie wird sich dem Leben der Schülerinnen und Schüler, den Fragen der Ausbildung und Bildungswege, den Schulabschlüssen sowie beruflichen Perspektiven, aber auch dem Scheitern in den Schulen widmen. Damit wagt sich die Ausstellung auf ein noch weitgehend unbekanntes Terrain der Stiftungsgeschichte vor und schöpft aus bisher noch nie gezeigten Quellen aus dem Stiftungsarchiv – darunter zahlreiche Fotografien, Selbstzeugnisse und Objekte des Alltags. Im Begleitprogramm wird eine Kabinettausstellung die Schulbauten auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen im 19./20. Jahrhun-dert vorstellen. Im Herbst 2019 werden die Franckeschen Stiftungen ein Open-Space-Projekt mit Jugendlichen durchführen, das die Mitbestimmung in den Mit-telpunkt stellt und dabei die Frage nach Räumen für die jungen Menschen fokus-siert. Orientierung für das Vorhaben bietet das Projekt Creative Bureaucracy (Ber-lin). Die Veranstaltung in Halle wird in Kooperation u. a. mit dem Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt Halle und der Landeszentrale für politische Bildung konzipiert.

Die historisch-kritischen Editionen sind ein Markenzeichen des Verlags der Franckeschen Stiftungen. 2019 wird eine umfangreiche Edition zur Geschichte der hallischen Pastoren in Pennsylvania (1743–1825) vorbereitet, bis 2021 sind 8 Bände geplant. Im Mai erscheint der »Bibliographische Nachweis der Drucke des Waisen-hausverlags zu Halle (1698–1806) in Sulechów (Züllichau) und Cieszyn (Teschen)« im Rahmen des polnisch-deutschen Kooperationsprojektes »Halle und Züllichau als Pietismus- und Bildungszentren«. Das dreijährige Forschungsprojekt wird vom Polnischen Ministerium für Wissenschaft und Hochschulwesen gefördert und mit einer Konferenz (12.–14.5.) anlässlich des 300. Bestehens der Züllichauer Anstalten in Sulechów abgeschlossen. Erstmals wird 2019 die Studientagung der Internatio-nalen Arbeitsgemeinschaft für Hymnologie (29.7.–2.8.) in den Franckeschen Stif-tungen stattfinden. Das Thema »Geistliches Singen in Kindheit, Jugend und Erziehung« passt zum Tagungsort, an dem das pietistische Liedgut gepflegt und im Gesangbuch von Johann Anastasius Freylinghausen (1670–1739) gesammelt wurde. Die Reihe »Internationale Begegnungen« in den Franckeschen Stiftungen wird das Baltikum in den Blick nehmen. Die Tagung will die Ostsee und ihre Anrainerstaaten als einen pietistischen Handlungsraum mit seinen historischen Möglichkeiten, Grenzen und Konkurrenzen analysieren und den Impact pietistischer Frömmigkeitspraxis, der Sozial- und Bildungsarbeit und auch der entsprechenden Propaganda (etwa gegen die Herrnhuter) reflektieren und beschreiben.

International sind die Franckeschen Stiftungen auch in Indien im Rahmen des »Museum für den interkulturellen Dialog« aktiv. Über 6.000 Gäste besuchten im ersten Jahr die Ausstellung. Einzigartig in Deutschland ist die seit den 1990er Jahren kontinuierlich bestehende Zusammenarbeit mit russischen Partnern. 2019 wird insbesondere die Kooperation mit dem Museum für Anthropologie und Ethnographie Peter der Große – Kunstkamera der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg ausgebaut. Ziel ist es, gemeinsam die Kulturgeschichte des Sammelns und die Geschichte des Wissens am Beispiel der Wunderkammern zu erforschen.

Drei große Jubiläen werden das Jahr 2019 begleiten: Zum 250. Mal jährt sich der Todestag Gotthilf August Franckes (1696–1769), der nach seinem Vater das Amt des Direktors der Franckeschen Stiftungen übernahm. Eine Tagung im Juni wird seiner Person gewidmet sein. Am 10. Juli jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag des ersten Missionars der Dänisch-Halleschen Mission und ersten deutschen Drawidologen Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719). Zum 300. Mal jährt sich auch der Todestag des Freiherrs Carl Hildebrand von Canstein (1667–1719), der 1710 am Halleschen Waisenhaus die erste Bibelanstalt der Welt gegründet hatte. Damit setzte er die reformatorische Forderung in die Tat um, jedermann eine Bibel in die Hand zu geben.

Das Pressedossier 2019 zum Herunterladen(PDF, 3,9 MB)

"Weltreise durch Wohnzimmer": Interkulturelles Projekt startet erstmals in Halle

› Menschen aus aller Welt laden als "Reiseleiter" in ihr eigenes Wohnzimmer ein
› Erster Reisetermin bereits ausgebucht
› Die nächsten möglichen Termine: Wohnzimmerreisen nach Chile (2. März, 19.00 Uhr) und Finnland (25. April, 18.00 Uhr)

Beinahe jeder zehnte Einwohner Halles hat einen Migrationshintergrund. Menschen unterschiedlichster Kulturen leben Tür an Tür, begegnen sich im öffentlichen Raum, in Schulen, auf der Arbeit oder im Sportverein. Für eine Reise um die Welt müsste man theoretisch die Stadt nicht einmal verlassen, denn allein durch die Begegnungen mit Menschen aus verschiedenen Ländern kann man die Welt aus einem ganz neuen Blickwinkel sehen. Am 5. Februar starten die Franckeschen Stiftungen deshalb in Halle das Projekt "Weltreise durch Wohnzimmer". Die Idee ist ganz einfach: Menschen, die in einem anderen Land geboren sind, laden an einem Abend in ihr Wohnzimmer ein und erzählen von sich, ihrer Familie, ihrem Herkunftsland und ihrer Kultur. Der Gastgeber bzw. die Gastgeberin entscheidet dabei selbst, wie die "Reisegruppe" das bereiste Land am besten kennenlernen kann.
Die Auftaktveranstaltung am 5. Februar mit einer Wohnzimmerreise nach Indien ist bereits ausgebucht. Die nächsten Reisetermine verfügen noch über freie Plätze, für die eine schnelle Anmeldung jedoch empfohlen wird. Am 2. März führt die Reise nach Chile, am 25. April nach Finnland. Weitere Termine folgen.

Eine Anmeldung für die "Weltreise durch Wohnzimmer" ist unbedingt erforderlich. Da die Wohnzimmerreisen nur in kleiner Runde stattfinden, ist die Teilnehmerzahl an der "Weltreise durch Wohnzimmer" begrenzt. Wer Interesse an einer Reise hat, meldet sich ganz schnell im Informationszentrum der Franckeschen Stiftungen (Di-SO 10-17 Uhr). Eine Reise kostet 10,00 € pro Person. Im Preis ist ein einmaliger Eintritt in die Ausstellungen der Franckeschen Stiftungen bis zum 11. August 2019 enthalten.

Als aktives Begleitprogramm zur Globalisierungsausstellung "hotel global" im Historischen Waisenhaus ist die "Weltreise durch Wohnzimmer" ein kleiner, aber höchst wirkungsvoller Beitrag für eine offene Gesellschaft. Zwischen Februar und August lernen sich einmal im Monat Menschen verschiedener kultureller Hintergründe in privater und entspannter Atmosphäre kennen. Wer sich für eine Wohnzimmerreise anmeldet, weiß zuerst nur, in welches Land die Reise geht. Was es dort jedoch konkret zu entdecken gibt, auf welche Menschen man trifft und welche Erfahrungen man sammelt, weiß man erst, wenn man die Wohnzimmerreise wagt. Mit diesem Gedanken gründete Catrin Geldmacher im Jahr 2011 den Verein "Weltreise durch Wohnzimmer e. V." im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück und veranstaltete dort die erste Wohnzimmerreise. Was in dem kleinen Städtchen begann wurde bundesweit auch schnell in anderen Städten ein Erfolg.

TERMINE

Dienstag, 5. Februar 2019, 18.00 Uhr: Indien (bereits ausgebucht!)
Samstag, 2. März 2019, 19.00 Uhr: Chile
Donnerstag, 25. April 2019, 18.00 Uhr: Finnland
Weitere Termine folgen.

Pressemitteilung zum Herunterladen(PDF, 50 kB)

Weltreise durch Wohnzimmer, Illustration Larissa Hoff

hotel global- eine interaktive Ausstellung für Kinder und Familien zur Globalisierung und ihren Folgen

SAVE THE DATE
› Ausstellungseröffnung am 2. Dezember 2018 um 11 Uhr im Freylinghausen-Saal
› KiKa-Star Malte Arkona lädt Kinder ein, mit Experten über die Globalisierung zu sprechen.
› Familientag im Krokoseum
› Zum Presserundgang laden wir vor der Ausstellungseröffnung am 29.11.2018 um 14 Uhr ein.

2. DEZEMBER 2018, 11.OO UHR-17.00 UHR I HISTORISCHES WAISENHAUS I EINTRITT FREI

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Klimawandel, Rohstoff-, Ernährungs- und Finanzkrise sowie der Konflikt zwischen Arm und Reich auf unserem Planeten sind allgegenwärtig und fordern neue kreative Lösungen für eine Zukunft in globaler Perspektive. Vor sieben Jahren haben das Alice Museum für Kinder im FEZ-Berlin und das Edwin Scharff Museum Neu-Ulm in Kooperation mit dem ZOOM Kindermuseum Wien und dem Kindermuseum FRida & freD Graz eine Ausstellung entwickelt, die die Frage in den Mittelpunkt stellt: Was bedeutet Globalisierung – das Wachstum von Weltbevölkerung und Mobilität sowie die weltweiten Verflechtungen von Geld-, Waren- und Informationsflüssen - für ein Kind oder einen Jugendlichen von heute? Bis heute hat die Schau nichts an ihrer Aktualität verloren. Pünktlich zum Beginn der Weihnachtszeit, in der in vielen Familien und dank vieler Initiativen der Blick darauf gelenkt wird, wie es anderen Menschen auf der Welt geht und woher die vielen Geschenke kommen, eröffnen die Franckeschen Stiftungen die Ausstellung hotel global in ihren prominentesten Räumen, in der Ausstellungsetage des Historischen Waisenhauses.

»Ich freue mich, dass Kinder in dieser Ausstellung lernen, wie alles auf dieser Welt zusammenhängt«, sagt Jane Goodall, die Schirmherrin des Projekts in ihrer Videobotschaft zur Ausstellung. Die Eröffnung am 2. Dezember um 11 Uhr greift diesen Gedanken auf und lädt Kinder und ihre Familien zum Gespräch mit Menschen aus der Region ein, für die Globalisierung ein Alltagsthema ist. Dr. Tarek Ali ist Vorsitzender des Verbandes der Migrantenorganisationen Halle (Saale) e.V. und Vorsitzender des Ausländerbeirates der Stadt Halle. Er kennt die Erfahrungen und Pläne der Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden und heute in Halle wohnen. Katrin Langheinrich ist Initiatorin verschiedener Projekte zum Thema regionale Produkten, Herstellung, Einkauf und Konsum. Alexander Klose ist Künstler und Wissenschaftler und beschäftigt sich mit dem Einfluss des Containers als kleinste Transporteinheit auf unser Zusammenleben. Moderiert wird das Gespräch zwischen den Experten und den Kindern vom KiKa-Star Malte Arkona. Bis 17 Uhr finden am Ausstellungseröffnungstag Mitmachaktionen in der Ausstellung und im Krokoseum statt, Live-Musik und Finger-Food laden zum Verweilen in der Hotellobby ein.

»Globalisierung gibt vielen Menschen eine Chance, aber sie kann auch viele Probleme mit sich bringen. Ihr werdet sehen, dass auch ihr Teil dieser globalisierten Welt seid und dass auch ihr etwas durch euer Verhalten ändern könnt.« verspricht Jane Goodall den Besuchern. Für hotel global verwandeln sich die sieben Räume der Ausstellungsetage in ein Hotel. Neun Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bewohnen mit ihren zukunftsweisenden und beispielhaften Projekten die Zimmer. Die Zimmer sind keine üblichen Hotelzimmer. Treten die Besucher ein, werden sie in die Lebenswelt des Gastes entführt. Da gibt es die französische Fotografin Catherine Balet, die mit der bekannten Fotoserie „Identity“ weltweit die Kleidung von Jugendlichen festhielt. Ihr Hotelzimmer wird zum Atelier, in dem sie zeigt, wie vielfältig und ausdrucksstark Mode ist, wenn die serielle Produktion mit eigenen Kreationen kombiniert wird. Bin ich individuell in einer globalen Welt? Mischa Richter ist Kapitän und nur kurz im Hotel abgestiegen. Er manövriert eines der größten Containerschiffe durch die Ozeane, beladen mit über 8.000 Containern. An jedem Hafen müssen die Boxen pünktlich beladen, entladen und stabil gestapelt werden. Welche Box wo steht und wann wohin geladen wird, ist eine Wissenschaft für sich und eine logistische Leistung. Die Container enthalten angefangen von Äpfeln, Früchten, Fleisch über Fotopapier, Computer bis hin zu Autos und Rohstoffen alles, was man sich nur vorstellen kann. In der Hotelküche ist der Chocolatier Josef Zotter aus Österreich zuhause, der als einziger Schokoladenhersteller ausschließlich bio und fair produziert. Erdbeeren im Winter? Was passiert mit uns, wenn uns die Container ständig neue Nahrungsmittel liefern, die uns unabhängig von der Jahreszeit zur Verfügung stehen?

Die jungen Besucher erleben, erkennen und bewerten die Arbeit der sich im Hotel aufhaltenden Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit Globalisierung konfrontiert sind. Auf einer Entdeckungsreise durch aufwendig gestaltete Themenräume verfolgen sie die Zusammenhänge. An verschiedenen Schauplätzen der Welt können sie Bezüge zu sich und ihrem Alltag herstellen und erfahren: Alle sind Teil der Weltfamilie und mitverantwortlich für die Zukunft unseres Planeten.

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eine interaktive Ausstellung für Kinder und Familien
Franckeplatz 1, Historisches Waisenhaus,
02.12. 2018 – 11.08. 2019

Öffnungszeiten
für alle Di – Fr 13 – 17 Uhr
Sa, So, feiertags 10 – 17 Uhr
24.–26. sowie 31. Dezember und 1. Januar geschlossen

für Schulklassen und Gruppen (mit Anmeldung unter infozentrum@francke-halle.de oder 0345 2127 450)
Schulzeiten, Winter- und Osterferien
Di – Fr 8.30 – 12 Uhr
Interaktive Führungen für Klassenstufe 1 bis 6 (90 Minuten)
Themen: Globalisierung, Umweltschutz, Ernährung, Handel, Menschenrechte, Migration, Mobilität

Preise
Eintritt Museum 6 €, ermäßigt 4 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei
Führungen für Schulklassen und Gruppen ab 30 €

Die Pressemitteilung zum Herunterladen

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