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Presseportal

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Für alle Dreharbeiten und Fotoaufnahmen in den Franckeschen Stiftungen, einschließlich Außenaufnahmen auf dem Gelände, benötigen Sie eine Genehmigung. Diese können Sie rechts herunterladen und uns ausgefüllt zuschicken. Bitten setzen Sie sich vor Beginn Ihrer Arbeit rechtzeitig mit uns in Verbindung, damit wir einen reibungslosen Ablauf gewährleisten können.

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Pressematerial

Romanschreibung trifft Geschichtsschreibung: Michael Roes kehrt mit "Zeithain" an historischen Schauplatz seines Romans zurück

Zweiter Veranstaltungsabend der Reihe "Adelserziehung in Preußen: Kronprinz, Katte, Zinzendorf" zum Thema "Katte und Kronprinz Friedrich - ein Ausbruch aus den Zwängen ihrer Zeit?"

Mit:
Michael Roes, Autor des Romans "Zeithain" (erschienen beim Verlag Schöffling &Co.)
Prof. Dr. Andreas Pečar, Historiker

Moderiert von Prof. Dr. Holger Zaunstöck, Stabsstelle Forschung der Franckeschen Stiftungen

Mittwoch, 21. Februar 2018, um 18.00 Uhr
Historisches Waisenhaus, Amerika-Zimmer

Pressemitteilung(PDF, 71 kB)

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Couchsurfer und Reiseblogger. Wie der Hallesche Pietismus den Weg zur modernen Reisekultur eröffnete

 »Durch die Welt im Auftrag des Herrn. Reisen von Pietisten im 18. Jahrhundert«
Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen

17. März–16. September 2018 ι Öffnungszeiten Di-So 10-17 Uhr
Eintritt 6 Euro, erm. 4 Euro, bis 18 Jahre Eintritt frei

Eröffnung der Ausstellung zur Francke-Feier am 17. März 2018 um 11 Uhr im Historischen Waisenhaus

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Die kulturhistorische Jahresausstellung 2018 in den Franckeschen Stiftungen überrascht mit dem Ansatz, dass die Grundlagen einer modernen Reisekultur Anfang des 18. Jahrhunderts unter anderem durch den Halleschen Pietismus gelegt wurden. Zwei Jahre lang haben die Kuratoren Dr. Claus Veltmann und Anne Schröder-Kahnt die Sammlungen der Franckeschen Stiftungen mit der einzigen, am originalen Standort vollständig erhaltenen barocken Wunderkammer, der Bibliothek, die in ihrer Entstehungszeit zu den bedeutendsten ihrer Zeit zählte, und dem einzigartigen Archiv intensiv zum Thema Reise befragt. Dieses liegt in der Geschichte des Halleschen Pietismus fest verankert. Unter der Leitung von August Hermann Francke (1663–1727) begann man an der Wende zum 18. Jahrhundert systematisch Beziehungen bis in den sibirischen Teil Russlands, nach Südindien und Nordamerika aufzubauen, die sich stabil über Jahrhunderte weiterentwickelten. In sieben Räumen der Ausstellungsetage des Historischen Waisenhauses zeigen die Kuratoren, wie die Fülle an gesammelten Informationen und ein engmaschiges Netz von Kontakten gezielt und sehr erfolgreich für die Vorbereitung und Durchführung von Erkundungs-, Pilger- und Missionsreisen eingesetzt wurden. Die Schau wagt dabei den Versuch, dieses System auch für erzwungene Reisen, etwa die Flucht der protestantischen böhmischen Exulanten zu überprüfen, die von Mitarbeitern Franckes betreut wurden.

Vorbereitung
Die umfassende Vorbereitung auf eine Reise der halleschen Gesandten durch Deutschland, Europa oder nach Übersee begann in den 1698 angelegten Sammlungen der Schulstadt August Hermann Franckes in Halle, dem Halleschen Waisenhaus. Wörterbücher für gängige und seltene Sprachen, Dialoge für den Alltag in einer fremden Kultur und vor allem vielfältige authentische Berichte mit ausführlichen Natur- und Ortsbeschreibungen, Reflexionen über Religion und Mission, aber auch mit der Beschreibung interessanter Begegnungen und scheinbar nebensächlicher Alltagserlebnisse zeichneten bei gründlichem Studium ein reales Bild der Reise und des Zielorts:
Diese Form der Reisedokumentation kennzeichnet insbesondere die Reisen der Pietisten zu Beginn des 18. Jahrhunderts,
beurteilt Dr. Heike Liebau die Faktenlage in Bezug auf die Dänisch-Halleschen Mission im südindischen Tranquebar im wissenschaftlichen Katalog zur Ausstellung.

Reisebegleiter
Wie die aufmerksam verfassten Berichte einem Reiseführer gleichkamen, wird in der Ausstellung am Beispiel Georg Heinrich Neubauers (1666–1725) deutlich, der als Bauleiter der Schulstadt in Halle gilt. Auf einer Hollandreise 1697/98 sammelte er in einem der fortschrittlichsten Staaten der Zeit Informationen zur Armenfürsorge und lieferte in seinem Bericht umfänglichste Informationen über das Reisen an sich. Die Schiffsreise sei sehr bequem, doch »solle man in Holland mit dem Glockenschlag pünktlich bei der Schuyte sein, da diese dann nach ungefähr einer Minute des Läutens sofort ablegt. Zwar könne man hinterherrennen, das Boot einholen und noch aufgenommen werden, allein sei man dann so verschwitzt, dass man sich auf dem Boot eine Erkältung zuziehe, die der Gesundheit einen »Stoß« gebe, »den sie ihr Lebtage nicht wieder verwinden« werde, zitiert Prof. Dr. Holger Zaunstöck in seinem Katalogbeitrag den Reisebericht Neubauers. Dieser war bereits 1706 in der »Nützlichen und nöthigen Handleitung Zu Wohlanständigen Sitten« veröffentlich worden, die sich an die Zöglinge des Königlichen Pädagogiums in Halle richtete. Damit war die Hollandreise Neubauers zu einem Reise-Lehrstück für die Söhne des preußischen Bürgertums und Adels geworden.

Reiseroute und Andenken
Amsterdam zählte wie London, Wien, Venedig oder Archangelsk zu den Relaisstationen des Halleschen Pietismus. An diesen Knotenpunkten des sorgsam aufgebauten und intensiv gepflegten Transport und Kommunikationsnetzwerkes wurden die halleschen Reisenden, Emissäre oder Missionare versorgt, hier wurden Informationen ausgetauscht und, ausgestattet mit dem Notwendigsten, machten sie sich wieder auf den Weg. Die Reise von Stephan Schultz (1714–1776) in den Orient deckt in der Ausstellung die Entstehungsgeschichte und Langlebigkeit einer Reiseroute auf. 1699 war der einflussreiche Diplomat am Englischen Hof, Heinrich Wilhelm Ludolf (1655–1712), als Pilger in Jerusalem angekommen. Seine Route nahm 40 Jahre später der hallesche Emissär Stephan Schultz (1714–1776). Mitbringsel wie der Reisepass des Sultans Mahmuds I. (1696–1754) und eine erst kürzlich identifizierte Zeichnung der Grabeskirche in der Kunst- und Naturalienkammer belegen das Erreichen seiner Reiseziele.

Versicherung
Der Schutz der Gesundheit komplettiert die Vorbereitung und Durch-führung der Reisen Hallescher Pietisten. Das Hallesche Waisenhaus bot hier ein Set zur Selbstmedikation mit Handbuch und kleiner Medizin-auswahl feil. Diese Grundausstattung, die körperliches Wohlbefinden und seelische Gesundheit miteinander verband, verkaufte sich äußerst erfolgreich gerade in den weit entfernten Gebieten Russlands und Nordamerikas. Erstmals werden die weltweiten Beziehungen der Medikamentenexpedition des Halleschen Waisenhaues in einer Ausstellung vorgestellt.

Ungewollt unterwegs
Neben Pilger-, Missions-, Forschungs- und Abenteuerreise hat der Hallesche Pietismus auch das erzwungene Reisen im Blick. Heinrich Milde (1676–1739), der Slavist am Halleschen Waisenhaus, betreute im Auftrag Franckes böhmische Auswanderer. Sie zählten zu den letzten Lutheranern, die aufgrund der katholischen Repressionen nur mit dem Nötigsten ihre Heimat verlassen mussten. 1720 hielt sich Milde in der kleinen Exulantenkolonie Ves Panĕ / Wespen auf, einem heutigen Stadtteil von Barby an der Elbe. Er unterrichtete den dortigen Pfarrer in der tschechischen Sprache, so dass dieser den böhmischen Exulanten aus der Bibel vorlesen und sich verständigen konnte. In tiefer Dankbarkeit übergab ihm ein Mitglied dieser Gemeinde einen prachtvoll ausgestatteten tschechischen Bibeldruck von 1537 (Prag). Das Buch war über Generationen in Familienbesitz. In der Ausstellung offenbart es die bewegten Geschichten der versammelten Objekte und knüpft das Band in die Gegenwart.

BEGLEITPROGRAMM
»Bewegte Zeiten«. Zur Geschichte und Zukunft von Reise und Migration
Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Institut für Pädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Reisende suchen heute nach immer authentischeren Erfahrungen wäh-rend der Massentourismus den Menschen vor Ort die Lebensgrundlage nimmt. Was suchen wir in der Fremde und wo finden Begegnungen mit dem Fremden überhaupt noch statt? Wie definieren wir unsere soziale Identität? An vier Abenden fragen die Franckeschen Stiftungen bei dem Migrationsexperten Prof. Dr. Jochen Oltmer (Osnabrück), dem Youtuber Firas Alshatar (Berlin), dem Publizisten Alfred Grosser in Diskussionsrunden mit dem Publikum nach.

Unterwegs mit den Halleschen Pietisten im 18. Jahrhundert
Jeden ersten Donnerstag im Monat stellt die Kuratorenführung eine Reise der Halleschen Pietisten im 18. Jahrhundert vor: Die akribischen Vorbereitungen und perfekte Durchführung der pietistischen Bildungs- und Missionsreisen, einer Pilgerreise ins Heilige Land, die weltweiten Handelswege der Medikamentenexpedition und die Vertreibungen der böhmischen Exulanten stehen im Mittelpunkt einer Kurzführung mit anschließendem Vortrag.

Die Pressemitteilung(PDF, 69 kB) als Download

Ein deutsch-indisches Museum in Tharangambadi (Tamil Nadu/Indien)

Die Presse war am Donnerstag, den 8. Februar 2018, zu einem Pressetermin in das Indien-Zimmer im Historischen Waisenhaus mit Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen, eingeladen.
Am 3. Februar 2018 ist der Stiftungsdirektor von einer 12-tägigen Reise nach Südindien zurückgekehrt. Zum Pressetermin präsentierte Prof. Dr. Müller-Bahlke die Ziele und Ergebnisse der Reise, die Gespräche mit indischen Partnern und Museumsbesuchern, den Projektverlauf und Stand der Dinge im Ziegenbalghaus und gab einen Ausblick auf zukünftige Pläne.

Pressemitteilung zum Download(PDF, 58 kB)

Pressebilderübersicht zum Download |(PDF, 368 kB) Pressebilder finden Sie rechts im Downloadbereich.

Drei Kurzfilme ließen die Projektpartner zu Wort kommen, gaben einen Einblick in die konkreten denkmalgerechten Sanierungsmaßnahmen am Ziegenbalghaus und zeigten das Museum und seine Inhalte heute zeigen. Insgesamt sechs Kurzfime zum Projekt sind auf der Projektseite zum internationalen Museumsprojekt zu finden.

Wie Preußen seine Eliten erzieht - die Franckeschen Stiftungen und die Erziehung des preußischen Adels im 18. Jahrhundert

Adelserziehung_Website_Highlight Drei Gesprächsabende mit:
Prof. Dr. Holger Zaunstöck, Stabsstelle Forschung der Franckeschen Stiftungen und

Prof. Dr. Andreas Pecar, Professor für Frühe Neuzeit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
Michael Roes, Autor des Romans "Zeithain",
Dr. Christoph Schmitt-Maaß, Literaturwissenschaftler,
Dr. Otto Teigeler, Theologe und Historiker

An drei Abenden von Januar bis März 2018 widmen sich die Franckeschen Stiftungen der Erziehung der preußischen Eliten im 18. Jahrhundert. Denn Neuerscheinungen aus Wissenschaft und Literatur werfen neue Fragen zum Alltag und Einfluss des Unterrichts und der Schulen in der Frühen Neuzeit auf. Die Autoren stellen sich im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen der Diskussion mit Wissenschaftlern um Disziplin, Kontrolle und die Wirkungsmacht des Pietismus.

Pressemitteilung(PDF, 80 kB)
Faltblatt(PDF, 656 kB) zur Veranstaltungsreihe

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