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Pressematerial

Begeisterung für Wissenschaft früh wecken durch internationalen Workshop am Krokoseum

› Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt kommen im Rahmen der "International Conference of Young Scientists" 2019 auch ans Krokoseum
› Wie wird aus Licht Energie gewonnen? Kinder bauen aus Alltagsmaterialien eine funktionstüchtige Solarzelle und bereisen den Planeten "Mundian"
› Anmeldungen bis zum 24. April 2019 per Mail oder 0345 2127575

MONTAG, 29. APRIL 2019 | 14.30 UHR BIS 17.30 UHR | KOSTENFREI | KINDERKREATIVZENTRUM KROKOSEUM IM HISTORISCHEN WAISENHAUS


Wir brauchen Energie, damit es uns im Winter warm ist, wir im Dunkeln das Licht anmachen oder Wasser kochen können. Derzeit stammt die meiste Energie aus Kohle, Öl oder Gas, die wir unter Ausstoß von CO2 verbrennen. Nicht einmal 1 % der Energie wird aus Sonnenlicht gewonnen. Dabei enthält die Sonne schier unerschöpfliche Mengen an Energie. Eine Solarzelle kann diese Energiemenge anzapfen, ganz ohne CO2 zu produzieren. Leider ist es technisch nicht einfach, gut funktionierende Solarzellen herzustellen. Oder ist es doch kinderleicht? In einem Workshop der Global Young Academy im Krokoseum zeigen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Grundschulkindern, wie eine Solarzelle aus haushaltsüblichen Materialien hergestellt werden kann.

Im Rahmen der Jahresversammlung und "International Conference of Young Scientists" 2019 der Global Young Academy (GYA) kommen über 150 exzellente junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt nach Halle. Am Vortag der Jahresversammlung veranstaltet eine kleine Gruppe von GYA-Mitgliedern ein Bildungsangebot für Grundschulkinder am Krokoseum der Franckeschen Stiftungen. Das Krokoseum mit seinen museumspädagogischen Angeboten und einem kreativen Nachmittagsprogramm ist für Kinder ein idealer Ort zum Entdecken, Staunen und Ausprobieren. Mit internationaler Unterstützung wird einen Nachmittag lang die Lust auf Naturwissenschaften geweckt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind bis zum 24. April möglich. Der Workshop ist in zwei Teile unterteilt:

Teil 1: Wie entsteht Energie und wie kann sie aus Licht gewonnen werden?
Der Workshop will den Kindern die sogenannte Farbstoffsolarzelle zeigen, die aus haushaltsüblichen Materialien besteht. Sie verwendet Farbstoffe, wie sie zum Beispiel in Beeren vorkommen. Licht kommt am Farbstoff an und kann dann in Elektrizität umgewandelt werden. Die produzierte Elektrizität kann anschließend ein Gerät betreiben, z. B. eine kleine Lampe. Dazu ist einiges an Bastelarbeit erforderlich, da die Solarzelle aus vielen verschiedenen Schichten besteht, die viele verschiedene Aufgaben erfüllen. Es ist so ähnlich wie ein Puzzle. Damit es funktioniert müssen alle Teile ineinandergreifen und passen.

Teil 2: Expedition Mundus
Expedition Mundus, ein forschungsbasiertes Wissenschaftsspiel, wurde entwickelt, um Kindern das Leben eines Wissenschaftlers oder einer Wissenschaftlerin näher zu bringen. Die Kinder formulieren im Spielverlauf ihre eigenen Hypothesen, die anschließend mit vorherigen Beobachtungen untersucht und überprüft werden. Die Kinder erhalten Fragekarten zum fiktiven Planeten Mundian, die sie mithilfe von Informationspostern lösen. In Teams wird der Planet erforscht und nach richtigen Antworten gesucht.

Über die Global Young Academy
Die Global Young Academy (GYA) wurde 2010 als selbstorganisierte Akademie mit dem Ziel gegründet, die Stimme junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit zu stärken. Sie ist bestrebt, die Wissenschaftslücke zwischen entwickelten und Entwicklungsländern zu verringern und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenzubringen, um am internationalen und interdisziplinären Dialog teilzunehmen. Die GYA bringt Menschen aus allen Regionen der Welt zusammen und möchte so die Rolle der Wissenschaft in globalen Entscheidungsprozessen stärken. GYA-Mitglieder werden aufgrund ihrer herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und ihres Engagements über ihre Disziplinen hinaus ausgewählt. Derzeit besteht die GYA aus 200 Mitgliedern und 216 Alumni aus über 83 Ländern. Die GYA hat ihren Sitz an der Deutschen Nationalakademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle.

Die Pressemitteilung zum Herunterladen(PDF, 67 kB)

Samstag, 13. April 2019 um 15 Uhr im Schloss Moritzburg, Zeitz

› Ausstellung »Bildung und Fürsorge im Zeitalter des Barock. Die Herzöge von Sachsen-Zeitz und die Franckeschen Stiftungen« im Schloss Moritzburg in Zeitz spiegelt das Verhältnis Franckes zum regionalen Adel.
› Eröffnungsvortrag von Thomas Grunewald: »Welches wohl die beste religion?« zur Rekonversion des Herzogs Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz durch August Hermann Francke.

SAMSTAG, 13. APRIL 2019 UM 15 UHR IM SCHLOSS MORITZBURG, ZEITZ

In 13 Ländern der Erde und an über 100 Orten informierten die Wanderausstellungen der Franckeschen Stiftungen in den vergangenen Jahren in Nationalbibliotheken, Universitäten, Landtagen, Kirchen, Museen, Schulen und Gemeindesälen über die facettenreiche Geschichte des Halleschen Waisenhauses. Zum ersten Mal wird die Wanderausstellung »Die Franckeschen Stiftungen« 2019 Teil einer Schau in einem repräsentativen Schloss sein und damit wieder ein regionales Thema in den Mittelpunkt rücken. Am 13. April 2019 um 15Uhr wird die Ausstellung »Bildung und Fürsorge im Zeitalter des Barock. Die Herzöge von Sachsen-Zeitz und die Franckeschen Stiftungen« im Schloss Moritzburg in Zeitz eröffnet. Die 20 Roll-ups zur Geschichte und heutigen Arbeit der Franckeschen Stiftungen werden hier ergänzt um Materialien, die die Beziehungen August Hermann Franckes (1663-1727) zu den Zeitzer Herzögen illustrieren.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz (1619–1681) und sein Sohn Moritz Wilhelm (1664–1718). Letzterer errichtete nach dem testamentarischen Willen seines Vaters im Jahr 1690 ein Waisenhaus in Zeitz, das nach 1698 schnell in einen regen inhaltlichen und personellen Austausch mit dem Halleschen Waisenhaus trat. Die Ausstellung stellt die Fürsorgeeinrichtungen in Halle und Zeitz gegenüber und zeigt handschriftliche Berichte und Briefe, die den Kontakt beider Einrichtungen nachzeichnen. Thematisiert wird vor allem das berühmte Ereignis der Rekonversion des Herzogs Moritz Wilhelm, das gleichzeitig Franckes Einfluss zeigt. Nach dem Übertritt zum katholischen Glauben bemühte sich Francke um die Rückführung des Herzogs zum lutherischen Glauben, was ihm nach einer Reihe langer Gespräche im Jahr 1718 tatsächlich gelang.

Dank des fruchtbaren Zusammenwirkens der Franckeschen Stiftungen mit dem Museum Schloss Moritzburg bietet die Schau die Möglichkeit, ein Stück Lokalgeschichte wiederzuentdecken. Nach der Begrüßung durch die Museumsleiterin Kristin Otto wird Thomas Grunewald, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Franckeschen Stiftungen und Ideengeber sowie Kurator der Ausstellung den Eröffnungsvortrag halten. Unter dem Titel »>Welches wohl die beste religion?< Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz und August Hermann Francke« stellt er das Ereignis der Rekonversion des Herzogs Moritz Wilhelm und das europaweite Echo darauf vor.

»Bildung und Fürsorge im Zeitalter des Barock. Die Herzöge von Sachsen-Zeitz und die Franckeschen Stiftungen«
14. April-13. Oktober 2019
Di-S0 10-16 Uhr
Eintritt 6 Euro, erm. 4 Euro, Kinder bis 14 Jahre 4 Euro
Museum Schloss Moritzburg Zeitz
Schlossstraße 6, 06712 Zeitz

Eröffnung am 13. April um 15 Uhr im Schloss Moritzburg, Festsaal

Weitere Veranstaltungen im Begleitprogramm (Auswahl)
28. September, 15 Uhr
Landesliteraturtage in Sachsen-Anhalt 2019
Die Erfindung der Vernunft. Ein Streitgespräch zwischen August Hermann Francke und Christian Wolf über Pietismus und Aufklärung.
Szenische Lesung mit Erhard Preuk (Halle (Saale), Roland Rittig (Zeitz) und
Dr. Kurt Wünsch (Halle (Saale))

26. Oktober, 16 Uhr
Schauplatz der Eitelkeiten
Protagonisten der Herzogszeit im Bild. Ein Kunstprojekt von Tim von Veh. Präsentation der großformatigen Collage im Großen Festsaal.

Francke-Feier: Die Franckeschen Stiftungen eröffnen mit Harald Welzer ihr Jahresprogramm über Krise und Aufbruch

› Festredner Prof. Dr. Harald Welzer: "Wie wollen wir in Zukunft leben?"
› Kinder-Francke-Feier mit dem Kinderkreativzentrum Krokoseum, Schaubacken in der historischen Backstube und freier Eintritt in alle Ausstellungen
› Motette des Stadtsingechors im Freylinghausen-Saal

FREITAG, 22. MÄRZ 2019 – SONNTAG, 24. MÄRZ 2019
FESTVERANSTALTUNG: SAMSTAG, 23. MÄRZ 2019, 11.00 UHR
EINTRITT FREI

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Zukunft neu denken, Gesellschaft gestalten, Mitbestimmung bewirken – der Querdenker und Visionär für eine bessere Zukunft, Prof. Dr. Harald Welzer, wird als Festredner zur Francke-Feier das Jahresprogramm der Franckeschen Stiftungen "Komm mit – wohin? Ein Jahresprogramm über Krise und Aufbruch" eröffnen. In seiner 2019 erschienenen Publikation "Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen" wirbt der Soziologe und Zukunftsdenker für eine positive Sicht auf unsere Zukunft:
"…der modernen Gesellschaft insgesamt scheint jegliche Vorstellung abhandengekommen zu sein, dass sie anders, besser sein könnte, als sie ist. Sie hat keinen Wunschhorizont mehr, sondern ihre Zukunft offenbar schon hinter sich. [… ] Keine Zukunft zu haben, ist kein Zustand, der gute Laune macht."

Welzer war Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, ist Professor an den Universitäten Flensburg und St. Gallen und Mitbegründer der "Futur Zwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit". Die Franckeschen Stiftungen wollen einen Aufbruch wagen und mit einem vielfältigen Jahresprogramm den allerorten geführten Krisendiskussionen einen Ideenwettstreit um eine bessere Zukunft entgegensetzen.

Traditionell wird im März das Jahresprogramm am Geburtstag des Stiftungsgründers August Hermann Francke (1663–1727) mit einem dreitägigen Fest eröffnet. Bereits am Freitag (22.3.) beginnt das Festwochenende mit der Verleihung der Schülerpreise der Firma Pfeifer & Langen. Außergewöhnliches Engagement von Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule "August Hermann Francke" und des Landesgymnasiums Latina wird ab 11.00 Uhr im feierlichen Rahmen im Freylinghausen-Saal gewürdigt. 18.30 Uhr verwandelt sich die Bühne dann in ein Podium für junge Talente der Latina. Beim 29. Solistenabend des Fördervereins des Instrumentalzweigs der Latina und des Freundeskreises der Franckeschen Stiftungen zeigen in diesem Jahr Johanna Maennicke (Flöte), Emily Hoppe (Harfe) und Neele Brandenburger (Violine) ihr Können.

Zur Festveranstaltung im Freylinghausen-Saal am Samstag (23.3.) wird neben dem Festredner Harald Welzer auch Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, erwartet. Damit auch Kinder und Familien an der Festveranstaltung teilnehmen können, gibt es begleitend ein ebenso zukunftsweisendes Aktionsprogramm das Krokoseums. Von 11 bis 16.00 Uhr lädt es unter dem Motto "KRISENFEST für alle Fälle!" Groß und Klein zur Weltenrettung ein. An verschiedenen Stationen können Kinder ihr Rüstzeug für alle Fälle zusammenzustellen. Außerdem wartet die Ideenfabrik für eine bessere Zukunft auf kreative Köpfe und helfende Hände.
Natürlich werden am Samstag auch beliebte Francke-Feier-Klassiker nicht fehlen: Die Biobäcker Fischer und Kirn laden zum Schaubacken in die historische Backstube und backen wie in der Schulstadt Franckes. Das Bio-Roggenbrot steht zum Verkauf bereit – nur so lange der Vorrat reicht. Am Nachmittag kann auch eigener Kuchen gebacken werden. Alle Ausstellungen der Franckeschen Stiftungen, darunter die beliebte Familienausstellung "hotel global", können den ganzen Tag über kostenfrei besichtigt werden. Zur Gedenkstunde am Francke-Denkmal werden der Stadtsingechor und Latina Brass die musikalische Umrahmung übernehmen. Die feierliche Ansprache hält in diesem Jahr Astrid Fischer vom Deutsche Jugendinstitut. Mit dem Café der Junioren des Freundeskreises im Historischen Waisenhaus (um 16.00 Uhr)
und erstmalig einer Motette des Stadtsingechors im Freylinghausen-Saal (um 18.00 Uhr) endet der Festtag.

Den sonntäglichen Auftakt bildet 10.00 Uhr der musikalische Festgottesdienst gemeinsam mit der Marktgemeinde. Es predigt erstmals in diesem Rahmen der Stiftungspfarrer Friedrich Wegner, der zum Festgottesdienst 2018 in sein Amt eingeführt worden ist. Am Nachmittag lädt um 16.00 Uhr das Alumni-Orchester der Latina zu einem Frühlingskonzert. Neben kammermusikalischen Beiträgen werden auch Mozarts "Sinfonie Nr. 25 in g-moll" und Debussys "Clair de Lune" gespielt.

Publikation: "Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen". Harald Welzer. Frankfurt am Main: S. FISCHER Verlag, 2019. 320 Seiten, ISBN 978-3-10-397401-0

Die Pressemitteilung zum Herunterladen(PDF, 68 kB)

Komm mit – wohin? Franckesche Stiftungen machen »Krise und Aufbruch« zum Jahresprogramm

Die Franckeschen Stiftungen wählen seit über 15 Jahren ein Thema der Gegenwart für ihr kulturelles und wissenschaftliches Jahresprogramm. »Komm mit – wohin? Ein Jahresprogramm über Krise und Aufbruch« ist aus dem Wissen entstanden, dass die Franckeschen Stiftungen selbst als ein Aufbruch aus den gesellschaftlichen Krisenerscheinungen des 17. Jahrhunderts angesehen werden können. Das korrespondiert mit dem Gefühl der Krisenhaftigkeit, das unsere heutige Gesellschaft erfasst hat und das sich nicht einfach erklären lässt. Das Jahresthema setzt voraus, dass es eine Zukunft gibt, die wir aktiv mitgestalten können. Insofern liegt die Betonung im Untertitel des Jahresprogramms »Krise und Aufbruch« nicht auf der Krise, sondern auf dem Aufbruch.

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Der Zukunftsdenker Harald Welzer ist Ehrengast der diesjährigen Francke-Feier und wird mit einer Festrede das Jahresprogramm eröffnen. Er stellt die Frage, ob es möglich ist, eine Form des Wirtschaftens und Lebens zu entwickeln, die nicht auf Wachstum, sondern auf Gerechtigkeit und Lebensqualität setzt. Mit hochrangigen Gästen wie dem Politikwissenschaftler Everhard Holtmann (8.5.), der die Politik-verdrossenheit der Bürger und damit die Krise der Demokratie diskutieren wird, oder der Autorin und Journalistin Jana Simon (21.5.), die ihr neues Buch »Unter Druck. Wie Deutschland sich verändert« vorstellt, wird das Thema des Jahresprogramms aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltungen ist das Historische Lindenblütenfest, welches »kultur global« und damit die Verflechtungen der Kulturen auf der Erde fokussiert. Das beliebte Fest für die ganze Familie lädt am 22./23. Juni auf dem gesamten historischen Gelände der Franckeschen Stiftungen zum Mitmachen ein. Mit großem Erfolg ist im Februar 2019 das Projekt »Weltreise durch Wohnzimmer« gestartet. Binnen weniger Tage waren die ersten Veranstaltungen ausgebucht. Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind, öffnen als »Reiseleiter« ihre Wohnzimmer und erzählen einer kleinen Reisegruppe von sich, ihrer Familie und ihrem Herkunftsland. Damit ist die »Weltreise« ein kleiner, aber höchst wirkungsvoller Beitrag für eine sich annähernde Gesellschaft. Die Ausstellung »hotel global« (bis 11.8.) im Historischen Waisenhaus lädt Kinder und Familien zu einem partizipativen Globalisierungsabenteuer ein. Was bedeuten Klimawandel, Rohstoff-, Ernährungs- und Finanzkrise, die Gegensätze von Arm und Reich für Kinder und Jugendliche heute und für ihre Zukunft? Zur Museumsnacht (11.5.) wird im Waisenhaus auf einem Luxusdampfer inmitten eines Meeres aus Müll eine Weltuntergangsparty gefeiert. Kunstaktion und Wirklichkeit sind hier dicht miteinander verwoben.

Die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen wird am 22. September 2019 eröffnet. Zum 100. Jubiläum des Bauhauses fokussiert sie das Jungsein in den Schulen der Franckeschen Stiftungen in den Jahren 1890–1933. Sie wird sich dem Leben der Schülerinnen und Schüler, den Fragen der Ausbildung und Bildungswege, den Schulabschlüssen sowie beruflichen Perspektiven, aber auch dem Scheitern in den Schulen widmen. Damit wagt sich die Ausstellung auf ein noch weitgehend unbekanntes Terrain der Stiftungsgeschichte vor und schöpft aus bisher noch nie gezeigten Quellen aus dem Stiftungsarchiv – darunter zahlreiche Fotografien, Selbstzeugnisse und Objekte des Alltags. Im Begleitprogramm wird eine Kabinettausstellung die Schulbauten auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen im 19./20. Jahrhun-dert vorstellen. Im Herbst 2019 werden die Franckeschen Stiftungen ein Open-Space-Projekt mit Jugendlichen durchführen, das die Mitbestimmung in den Mit-telpunkt stellt und dabei die Frage nach Räumen für die jungen Menschen fokus-siert. Orientierung für das Vorhaben bietet das Projekt Creative Bureaucracy (Ber-lin). Die Veranstaltung in Halle wird in Kooperation u. a. mit dem Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt Halle und der Landeszentrale für politische Bildung konzipiert.

Die historisch-kritischen Editionen sind ein Markenzeichen des Verlags der Franckeschen Stiftungen. 2019 wird eine umfangreiche Edition zur Geschichte der hallischen Pastoren in Pennsylvania (1743–1825) vorbereitet, bis 2021 sind 8 Bände geplant. Im Mai erscheint der »Bibliographische Nachweis der Drucke des Waisen-hausverlags zu Halle (1698–1806) in Sulechów (Züllichau) und Cieszyn (Teschen)« im Rahmen des polnisch-deutschen Kooperationsprojektes »Halle und Züllichau als Pietismus- und Bildungszentren«. Das dreijährige Forschungsprojekt wird vom Polnischen Ministerium für Wissenschaft und Hochschulwesen gefördert und mit einer Konferenz (12.–14.5.) anlässlich des 300. Bestehens der Züllichauer Anstalten in Sulechów abgeschlossen. Erstmals wird 2019 die Studientagung der Internatio-nalen Arbeitsgemeinschaft für Hymnologie (29.7.–2.8.) in den Franckeschen Stif-tungen stattfinden. Das Thema »Geistliches Singen in Kindheit, Jugend und Erziehung« passt zum Tagungsort, an dem das pietistische Liedgut gepflegt und im Gesangbuch von Johann Anastasius Freylinghausen (1670–1739) gesammelt wurde. Die Reihe »Internationale Begegnungen« in den Franckeschen Stiftungen wird das Baltikum in den Blick nehmen. Die Tagung will die Ostsee und ihre Anrainerstaaten als einen pietistischen Handlungsraum mit seinen historischen Möglichkeiten, Grenzen und Konkurrenzen analysieren und den Impact pietistischer Frömmigkeitspraxis, der Sozial- und Bildungsarbeit und auch der entsprechenden Propaganda (etwa gegen die Herrnhuter) reflektieren und beschreiben.

International sind die Franckeschen Stiftungen auch in Indien im Rahmen des »Museum für den interkulturellen Dialog« aktiv. Über 6.000 Gäste besuchten im ersten Jahr die Ausstellung. Einzigartig in Deutschland ist die seit den 1990er Jahren kontinuierlich bestehende Zusammenarbeit mit russischen Partnern. 2019 wird insbesondere die Kooperation mit dem Museum für Anthropologie und Ethnographie Peter der Große – Kunstkamera der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg ausgebaut. Ziel ist es, gemeinsam die Kulturgeschichte des Sammelns und die Geschichte des Wissens am Beispiel der Wunderkammern zu erforschen.

Drei große Jubiläen werden das Jahr 2019 begleiten: Zum 250. Mal jährt sich der Todestag Gotthilf August Franckes (1696–1769), der nach seinem Vater das Amt des Direktors der Franckeschen Stiftungen übernahm. Eine Tagung im Juni wird seiner Person gewidmet sein. Am 10. Juli jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag des ersten Missionars der Dänisch-Halleschen Mission und ersten deutschen Drawidologen Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719). Zum 300. Mal jährt sich auch der Todestag des Freiherrs Carl Hildebrand von Canstein (1667–1719), der 1710 am Halleschen Waisenhaus die erste Bibelanstalt der Welt gegründet hatte. Damit setzte er die reformatorische Forderung in die Tat um, jedermann eine Bibel in die Hand zu geben.

Das Pressedossier 2019 zum Herunterladen(PDF, 3,9 MB)

"Weltreise durch Wohnzimmer": Interkulturelles Projekt startet erstmals in Halle

› Menschen aus aller Welt laden als "Reiseleiter" in ihr eigenes Wohnzimmer ein
› Erster Reisetermin bereits ausgebucht
› Die nächsten möglichen Termine: Wohnzimmerreisen nach Chile (2. März, 19.00 Uhr) und Finnland (25. April, 18.00 Uhr)

Beinahe jeder zehnte Einwohner Halles hat einen Migrationshintergrund. Menschen unterschiedlichster Kulturen leben Tür an Tür, begegnen sich im öffentlichen Raum, in Schulen, auf der Arbeit oder im Sportverein. Für eine Reise um die Welt müsste man theoretisch die Stadt nicht einmal verlassen, denn allein durch die Begegnungen mit Menschen aus verschiedenen Ländern kann man die Welt aus einem ganz neuen Blickwinkel sehen. Am 5. Februar starten die Franckeschen Stiftungen deshalb in Halle das Projekt "Weltreise durch Wohnzimmer". Die Idee ist ganz einfach: Menschen, die in einem anderen Land geboren sind, laden an einem Abend in ihr Wohnzimmer ein und erzählen von sich, ihrer Familie, ihrem Herkunftsland und ihrer Kultur. Der Gastgeber bzw. die Gastgeberin entscheidet dabei selbst, wie die "Reisegruppe" das bereiste Land am besten kennenlernen kann.
Die Auftaktveranstaltung am 5. Februar mit einer Wohnzimmerreise nach Indien ist bereits ausgebucht. Die nächsten Reisetermine verfügen noch über freie Plätze, für die eine schnelle Anmeldung jedoch empfohlen wird. Am 2. März führt die Reise nach Chile, am 25. April nach Finnland. Weitere Termine folgen.

Eine Anmeldung für die "Weltreise durch Wohnzimmer" ist unbedingt erforderlich. Da die Wohnzimmerreisen nur in kleiner Runde stattfinden, ist die Teilnehmerzahl an der "Weltreise durch Wohnzimmer" begrenzt. Wer Interesse an einer Reise hat, meldet sich ganz schnell im Informationszentrum der Franckeschen Stiftungen (Di-SO 10-17 Uhr). Eine Reise kostet 10,00 € pro Person. Im Preis ist ein einmaliger Eintritt in die Ausstellungen der Franckeschen Stiftungen bis zum 11. August 2019 enthalten.

Als aktives Begleitprogramm zur Globalisierungsausstellung "hotel global" im Historischen Waisenhaus ist die "Weltreise durch Wohnzimmer" ein kleiner, aber höchst wirkungsvoller Beitrag für eine offene Gesellschaft. Zwischen Februar und August lernen sich einmal im Monat Menschen verschiedener kultureller Hintergründe in privater und entspannter Atmosphäre kennen. Wer sich für eine Wohnzimmerreise anmeldet, weiß zuerst nur, in welches Land die Reise geht. Was es dort jedoch konkret zu entdecken gibt, auf welche Menschen man trifft und welche Erfahrungen man sammelt, weiß man erst, wenn man die Wohnzimmerreise wagt. Mit diesem Gedanken gründete Catrin Geldmacher im Jahr 2011 den Verein "Weltreise durch Wohnzimmer e. V." im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück und veranstaltete dort die erste Wohnzimmerreise. Was in dem kleinen Städtchen begann wurde bundesweit auch schnell in anderen Städten ein Erfolg.

TERMINE

Dienstag, 5. Februar 2019, 18.00 Uhr: Indien (bereits ausgebucht!)
Samstag, 2. März 2019, 19.00 Uhr: Chile
Donnerstag, 25. April 2019, 18.00 Uhr: Finnland
Weitere Termine folgen.

Pressemitteilung zum Herunterladen(PDF, 50 kB)

Weltreise durch Wohnzimmer, Illustration Larissa Hoff

hotel global- eine interaktive Ausstellung für Kinder und Familien zur Globalisierung und ihren Folgen

SAVE THE DATE
› Ausstellungseröffnung am 2. Dezember 2018 um 11 Uhr im Freylinghausen-Saal
› KiKa-Star Malte Arkona lädt Kinder ein, mit Experten über die Globalisierung zu sprechen.
› Familientag im Krokoseum
› Zum Presserundgang laden wir vor der Ausstellungseröffnung am 29.11.2018 um 14 Uhr ein.

2. DEZEMBER 2018, 11.OO UHR-17.00 UHR I HISTORISCHES WAISENHAUS I EINTRITT FREI

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Klimawandel, Rohstoff-, Ernährungs- und Finanzkrise sowie der Konflikt zwischen Arm und Reich auf unserem Planeten sind allgegenwärtig und fordern neue kreative Lösungen für eine Zukunft in globaler Perspektive. Vor sieben Jahren haben das Alice Museum für Kinder im FEZ-Berlin und das Edwin Scharff Museum Neu-Ulm in Kooperation mit dem ZOOM Kindermuseum Wien und dem Kindermuseum FRida & freD Graz eine Ausstellung entwickelt, die die Frage in den Mittelpunkt stellt: Was bedeutet Globalisierung – das Wachstum von Weltbevölkerung und Mobilität sowie die weltweiten Verflechtungen von Geld-, Waren- und Informationsflüssen - für ein Kind oder einen Jugendlichen von heute? Bis heute hat die Schau nichts an ihrer Aktualität verloren. Pünktlich zum Beginn der Weihnachtszeit, in der in vielen Familien und dank vieler Initiativen der Blick darauf gelenkt wird, wie es anderen Menschen auf der Welt geht und woher die vielen Geschenke kommen, eröffnen die Franckeschen Stiftungen die Ausstellung hotel global in ihren prominentesten Räumen, in der Ausstellungsetage des Historischen Waisenhauses.

»Ich freue mich, dass Kinder in dieser Ausstellung lernen, wie alles auf dieser Welt zusammenhängt«, sagt Jane Goodall, die Schirmherrin des Projekts in ihrer Videobotschaft zur Ausstellung. Die Eröffnung am 2. Dezember um 11 Uhr greift diesen Gedanken auf und lädt Kinder und ihre Familien zum Gespräch mit Menschen aus der Region ein, für die Globalisierung ein Alltagsthema ist. Dr. Tarek Ali ist Vorsitzender des Verbandes der Migrantenorganisationen Halle (Saale) e.V. und Vorsitzender des Ausländerbeirates der Stadt Halle. Er kennt die Erfahrungen und Pläne der Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden und heute in Halle wohnen. Katrin Langheinrich ist Initiatorin verschiedener Projekte zum Thema regionale Produkten, Herstellung, Einkauf und Konsum. Alexander Klose ist Künstler und Wissenschaftler und beschäftigt sich mit dem Einfluss des Containers als kleinste Transporteinheit auf unser Zusammenleben. Moderiert wird das Gespräch zwischen den Experten und den Kindern vom KiKa-Star Malte Arkona. Bis 17 Uhr finden am Ausstellungseröffnungstag Mitmachaktionen in der Ausstellung und im Krokoseum statt, Live-Musik und Finger-Food laden zum Verweilen in der Hotellobby ein.

»Globalisierung gibt vielen Menschen eine Chance, aber sie kann auch viele Probleme mit sich bringen. Ihr werdet sehen, dass auch ihr Teil dieser globalisierten Welt seid und dass auch ihr etwas durch euer Verhalten ändern könnt.« verspricht Jane Goodall den Besuchern. Für hotel global verwandeln sich die sieben Räume der Ausstellungsetage in ein Hotel. Neun Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bewohnen mit ihren zukunftsweisenden und beispielhaften Projekten die Zimmer. Die Zimmer sind keine üblichen Hotelzimmer. Treten die Besucher ein, werden sie in die Lebenswelt des Gastes entführt. Da gibt es die französische Fotografin Catherine Balet, die mit der bekannten Fotoserie „Identity“ weltweit die Kleidung von Jugendlichen festhielt. Ihr Hotelzimmer wird zum Atelier, in dem sie zeigt, wie vielfältig und ausdrucksstark Mode ist, wenn die serielle Produktion mit eigenen Kreationen kombiniert wird. Bin ich individuell in einer globalen Welt? Mischa Richter ist Kapitän und nur kurz im Hotel abgestiegen. Er manövriert eines der größten Containerschiffe durch die Ozeane, beladen mit über 8.000 Containern. An jedem Hafen müssen die Boxen pünktlich beladen, entladen und stabil gestapelt werden. Welche Box wo steht und wann wohin geladen wird, ist eine Wissenschaft für sich und eine logistische Leistung. Die Container enthalten angefangen von Äpfeln, Früchten, Fleisch über Fotopapier, Computer bis hin zu Autos und Rohstoffen alles, was man sich nur vorstellen kann. In der Hotelküche ist der Chocolatier Josef Zotter aus Österreich zuhause, der als einziger Schokoladenhersteller ausschließlich bio und fair produziert. Erdbeeren im Winter? Was passiert mit uns, wenn uns die Container ständig neue Nahrungsmittel liefern, die uns unabhängig von der Jahreszeit zur Verfügung stehen?

Die jungen Besucher erleben, erkennen und bewerten die Arbeit der sich im Hotel aufhaltenden Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit Globalisierung konfrontiert sind. Auf einer Entdeckungsreise durch aufwendig gestaltete Themenräume verfolgen sie die Zusammenhänge. An verschiedenen Schauplätzen der Welt können sie Bezüge zu sich und ihrem Alltag herstellen und erfahren: Alle sind Teil der Weltfamilie und mitverantwortlich für die Zukunft unseres Planeten.

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eine interaktive Ausstellung für Kinder und Familien
Franckeplatz 1, Historisches Waisenhaus,
02.12. 2018 – 11.08. 2019

Öffnungszeiten
für alle Di – Fr 13 – 17 Uhr
Sa, So, feiertags 10 – 17 Uhr
24.–26. sowie 31. Dezember und 1. Januar geschlossen

für Schulklassen und Gruppen (mit Anmeldung unter infozentrum@francke-halle.de oder 0345 2127 450)
Schulzeiten, Winter- und Osterferien
Di – Fr 8.30 – 12 Uhr
Interaktive Führungen für Klassenstufe 1 bis 6 (90 Minuten)
Themen: Globalisierung, Umweltschutz, Ernährung, Handel, Menschenrechte, Migration, Mobilität

Preise
Eintritt Museum 6 €, ermäßigt 4 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei
Führungen für Schulklassen und Gruppen ab 30 €

Die Pressemitteilung zum Herunterladen

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