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Foto- und Drehgenehmigungen

Für alle Dreharbeiten und Fotoaufnahmen in den Franckeschen Stiftungen, einschließlich Außenaufnahmen auf dem Gelände, benötigen Sie eine Genehmigung. Diese können Sie rechts herunterladen und uns ausgefüllt zuschicken. Bitten setzen Sie sich vor Beginn Ihrer Arbeit rechtzeitig mit uns in Verbindung, damit wir einen reibungslosen Ablauf gewährleisten können.

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Pressematerial

Krise ist immer. Infektionen als gesellschaftliche Herausforderung

› Mikrobiologen Prof. Dr. Petra Dersch und Prof Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker stellen Gefahr durch Infektionen für unsere heutige Gesellschaft vor.

Grippewelle, resistente Krankenhauskeime, Zika-Virus: Die Diskussionen über Infektionen sind längst Alltag geworden. Was könnte eine weltweite Epidemie, eine Pandemie bedeuten? In der Vortragsreihe zum Thema »Krise und Aufbruch« der Franckeschen Stiftungen sind im Februar zwei hochkarätige Mikrobiologen zu Gast. Im Bereich der molekularen Infektionsbiologie leistet die Wissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Dersch herausragende Arbeit, die 2018 mit der Aufnahme in die European Academy of Microbiology geehrt wurde. Dersch nimmt zum 1. Februar einen Ruf an die Universität in Münster an und wird dort zukünftig an der Medizinischen Fakultät das Institute of Infectiology leiten. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker war bis 2010 Präsident des Robert Koch‐Instituts in Berlin und ist seitdem Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Beide nehmen die Pest zum Ausganspunkt ihrer Vorträge über Infektionen als gesellschaftliche Herausforderung.

Prof. Dr. Petra Dersch und die Historikern Dr. Katrin Moeller laden am 6. Februar 2019 zum Gespräch über den »Massenmörder Pest« ein. Das Bakterium Yersinia pestis ist eines der gefährlichsten Erreger für Seuchen, verantwortlich für Millionen Tote weltweit. Dersch stellt den tödlichen Erreger und seine erfolgreichen Strategien gegen das menschliche Immunsystem vor. Moeller ist Ansprechpartnerin des Historischen Datenzentrums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, in dem zahlreiche Informationen über die Bevölkerung der Stadt zwischen 1670 und 1820 aufbewahrt werden. Sie weiß, welchen Aufschluss die Sterbe- und Krankheitsregister der Frühen Neuzeit über hiesige Epidemien und ihre gesellschaftlichen Folgen geben. Durch den Abend führt Prof. Dr. Holger Zaunstöck.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker wird am Beispiel der Pest und weiterer Epidemien die schwerwiegenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Infektionskrankheiten zeigen und darstellen, wie wichtig es ist, die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen und Handlungsmöglichkeiten professionell und nachhaltig zu betreiben. Dies gilt sowohl für die Kommunikation mit der Politik aber auch mit der breiten Öffentlichkeit. Mitte des 20. Jahrhunderts hatte sich die optimistische Auffassung verbreitet, dass Infektionen bedingt durch verbesserte Hygienebedingungen, den Einsatz von Antibiotika und Impfstoffen in der Zukunft keine große Rolle mehr spielen sollten. Diese Meinung hat sich nicht bestätigt. Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, sind Infektionskrankheiten aktueller denn je. Die Etablierung neuer Modelle der Zusammenarbeit und Interaktion zwischen Politik und Wissenschaft ist dringend erforderlich. Moderiert wird der Abend vom Direktor der Franckeschen Stiftungen Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke.

TERMINE IM ÜBERBLICK
Mittwoch, 6. Februar 2019, 18.00 Uhr
Ein Massenmörder unterwegs. Ein Abend über die Pest
mit Prof. Dr. Petra Dersch und Dr. Katrin Moeller
Moderation: Prof. Dr. Holger Zaunstöck
Englischer Saal, Haus 26

Mittwoch, 20. Februar 2019, 18.00 Uhr
Menschen, Seuchen und Mikroben – Infektionen als gesellschaftliche Herausforderung
Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker
Moderation: Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke
Englischer Saal, Haus 26

AUSBLICK
Mittwoch, 27. Februar 2019, 18.00 Uhr
August Hermann Francke und die »Kraft der Krise« - Krisen als Argument und Erklärungsmuster
Vortrag von Prof. Dr. Udo Sträter
Englischer Saal, Haus 26

"Weltreise durch Wohnzimmer": Interkulturelles Projekt startet erstmals in Halle

› Menschen aus aller Welt laden als "Reiseleiter" in ihr eigenes Wohnzimmer ein
› Erster Reisetermin bereits ausgebucht
› Die nächsten möglichen Termine: Wohnzimmerreisen nach Chile (2. März, 19.00 Uhr) und Finnland (25. April, 18.00 Uhr)

Beinahe jeder zehnte Einwohner Halles hat einen Migrationshintergrund. Menschen unterschiedlichster Kulturen leben Tür an Tür, begegnen sich im öffentlichen Raum, in Schulen, auf der Arbeit oder im Sportverein. Für eine Reise um die Welt müsste man theoretisch die Stadt nicht einmal verlassen, denn allein durch die Begegnungen mit Menschen aus verschiedenen Ländern kann man die Welt aus einem ganz neuen Blickwinkel sehen. Am 5. Februar starten die Franckeschen Stiftungen deshalb in Halle das Projekt "Weltreise durch Wohnzimmer". Die Idee ist ganz einfach: Menschen, die in einem anderen Land geboren sind, laden an einem Abend in ihr Wohnzimmer ein und erzählen von sich, ihrer Familie, ihrem Herkunftsland und ihrer Kultur. Der Gastgeber bzw. die Gastgeberin entscheidet dabei selbst, wie die "Reisegruppe" das bereiste Land am besten kennenlernen kann.
Die Auftaktveranstaltung am 5. Februar mit einer Wohnzimmerreise nach Indien ist bereits ausgebucht. Die nächsten Reisetermine verfügen noch über freie Plätze, für die eine schnelle Anmeldung jedoch empfohlen wird. Am 2. März führt die Reise nach Chile, am 25. April nach Finnland. Weitere Termine folgen.

Eine Anmeldung für die "Weltreise durch Wohnzimmer" ist unbedingt erforderlich. Da die Wohnzimmerreisen nur in kleiner Runde stattfinden, ist die Teilnehmerzahl an der "Weltreise durch Wohnzimmer" begrenzt. Wer Interesse an einer Reise hat, meldet sich ganz schnell im Informationszentrum der Franckeschen Stiftungen (Di-SO 10-17 Uhr). Eine Reise kostet 10,00 € pro Person. Im Preis ist ein einmaliger Eintritt in die Ausstellungen der Franckeschen Stiftungen bis zum 11. August 2019 enthalten.

Als aktives Begleitprogramm zur Globalisierungsausstellung "hotel global" im Historischen Waisenhaus ist die "Weltreise durch Wohnzimmer" ein kleiner, aber höchst wirkungsvoller Beitrag für eine offene Gesellschaft. Zwischen Februar und August lernen sich einmal im Monat Menschen verschiedener kultureller Hintergründe in privater und entspannter Atmosphäre kennen. Wer sich für eine Wohnzimmerreise anmeldet, weiß zuerst nur, in welches Land die Reise geht. Was es dort jedoch konkret zu entdecken gibt, auf welche Menschen man trifft und welche Erfahrungen man sammelt, weiß man erst, wenn man die Wohnzimmerreise wagt. Mit diesem Gedanken gründete Catrin Geldmacher im Jahr 2011 den Verein "Weltreise durch Wohnzimmer e. V." im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück und veranstaltete dort die erste Wohnzimmerreise. Was in dem kleinen Städtchen begann wurde bundesweit auch schnell in anderen Städten ein Erfolg.

TERMINE

Dienstag, 5. Februar 2019, 18.00 Uhr: Indien (bereits ausgebucht!)
Samstag, 2. März 2019, 19.00 Uhr: Chile
Donnerstag, 25. April 2019, 18.00 Uhr: Finnland
Weitere Termine folgen.

Pressemitteilung zum Herunterladen(PDF, 50 kB)

Weltreise durch Wohnzimmer, Illustration Larissa Hoff

Schonzeit vorbei. Lesung mit Juna Grossmann

Juna Grossmann ist am 7. Februar 2019 zu Gast in den Franckeschen Stiftungen. In einer von Torsten Kreutzfeldt und Sven Hanson moderierten Lesung mit anschließendem Gespräch wird sie ihr Buch »Schonzeit vorbei. Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus« vorstellen. Grossmann lebt und arbeitet in Berlin. Sie beobachtet seit Jahren, wie offene judenfeindliche Angriffe in Deutschland zuneh-men, lauter und bedrohlicher werden. In ihrem Buch schildert Grossmann jetzt das Leben unter permanentem antisemitischen Beschuss, berichtet vom Wachsen einer Angst, die sie vor einigen Jahren noch nicht kannte, und davon, wie sie eines Tages merkte, dass sie mittlerweile auf gepackten Koffern lebt, bereit zur Flucht vor dem Hass.

Weil sie sich damit nicht abfinden wollte, ging sie in die Öffentlichkeit. Entstanden ist ein Buch der vielen kleinen wahren Geschichten. Es geht um Leserbriefe, um Beschwerde-mails, auch um den Hass im Internet und dort besonders in den sozialen Netzwerken. Juna Grossmann erzählt von einer Vermieterin, die nicht an Juden vermietet, um religiöse Symbole im Alltag und wie es ist, wenn man bei einer Bewerbung angibt, dass man jüdisch ist. Sie erzählt von Verharmlosung, Ablenkungsstrategien und der deutschen Gedenkkultur.

Juna Grossmann geboren 1976 in (Ost-)Berlin hat Sonderpädagogik studiert und verfügt über langjährige Erfahrung in der Arbeit für Gedenkstätten und Museen. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin erstellte sie die Ausstellung »Kriegsgefangene Rotarmistinnen im KZ. Sowjetische Militärmedizinerinnen in Ravensbrück.« Seit 2009 leitet sie das Ausstellungsbüro eines Berliner Museums. Nebenher ist sie Bera-terin für Social Media Auftritte für Gedenkstätten und Kultureinrichtungen. Seit 2008 betreibt Juna Grossmann den Blog irgendwiejuedisch.com und engagiert sich ehrenamtlich bei rentajew.org.

Schonzeit vorbei Juna Grossmann_Buchcover  Juna Grossmann: Schonzeit vorbei.
Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus
Droemer HC, 192 Seiten
ISBN 978-3-426-27775-1

Auch als eBook erhältlich:
ISBN 978-3-426-45415-2

Krise geht immer. Vortragsreihe namhafter WissenschaftlerInnen zu Krisen und dem Nutzen von Krisenszenarien in Geschichte und Gegenwart

Historiker und Naturwissenschaftler diskutieren in Vortragsreihe der Franckeschen Stiftungen Krisen und den Nutzen von Krisenszenarien im 17./18. Jh. und heute
› Mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina; Prof. Dr. Petra Dersch, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig; Prof. Dr. Georg Schmidt (Jena); Prof. Dr. Udo Sträter und Dr. Katrin Moeller, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

START DER REIHE AM 30. JANUAR 2019 | 18.00 UHR | ENGLISCHER SAAL (HAUS 26) | EINTRITT FREI

Ob Klima, Politik oder Wirtschaft, wir scheinen überall in einer schwierigen Situation zu sein. Das Wort Krise ist allgegenwärtig. Wie war das in der Geschichte? Waren der »Pietismus« und das Hallesche Waisenhaus wirklich Reaktionen auf eine breite gesellschaftliche und religiöse Krise? Oder waren Diagnose und Konstruktion einer Krise für Francke notwendiges Mittel zur Begründung und Durchsetzung seiner Ziele? In einer Vortragsreihe in den Franckeschen Stiftungen kommen im Januar und Februar 2019 namhafte Wissenschaftler zu Wort, die die Krisenerfahrungen der Vergangenheit in den Blick nehmen und heutige Krisen kritisch hinterfragen.

Den Auftakt bildet am Mittwoch, dem 30. Januar 2019, Prof. Dr. Georg Schmidt aus Jena. Der Frühneuzeithistoriker, der an der Universität Jena gemeinsam mit Andreas Klinger den Sonderforschungsbereich »Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800« leitete, wird sich dem Deutungsmuster »allgemeine Krise des 17. Jahrhunderts« widmen. Er zeigt im ersten Vortrag der Reihe, dass der Dreißigjährige Krieg als Urkatastrophe und Wendepunkt zum preußisch-deutschen Nationalstaat lange die Sicht auf das 17. Jahrhundert verstellte. Wird das den Ereignissen gerecht? Ein multipler Krisenbegriff könnte die unterschiedlichen Reaktionen auf den Krieg – wie Aufklärung, Absolutismus, Merkantilismus, Pietismus etc. – vielleicht besser und mit Blick auf die heutige Welt plausibler erklären? Im Anschluss an den Vortrag lädt Prof. Dr. Holger Zaunstöck zum Gespräch mit dem Gast des Abends ein.

Die Reihe wird am 6. Februar 2019 fortgesetzt mit einer Diskussion der im Bereich der molekularen Infektionsbiologie führenden Wissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Dersch vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und der Historikern Dr. Katrin Moeller. Thema des Abends ist der Massenmörder Pest. Das Bakterium Yersinia pestis ist eines der gefährlichsten Erreger für Seuchen, verantwortlich für Millionen Tote weltweit. Dersch, deren wissenschaftliche Arbeit 2018 mit der Aufnahme in die European Academy of Microbiology geehrt wurde, stellt den tödlichen Erreger und seine erfolgreichen Strategien gegen das menschliche Immunsystem vor. Moeller ist Ansprechpartnerin des Historischen Datenzentrums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, in dem zahlreiche Informationen über die Bevölkerung der Stadt zwischen 1670 und 1820 aufbewahrt werden. Sie weiß, welchen Aufschluss die Sterbe- und Krankheitsregister der Frühen Neuzeit über hiesige Epidemien und ihre gesellschaftlichen Folgen geben. Durch den Abend führt Prof. Dr. Holger Zaunstöck.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker, der bis 2010 Präsident des Robert Koch‐Instituts in Berlin war und seitdem Präsident der Nationalen Akademie der Naturforscher Leopoldina ist, wird am 20. Februar vorstellen, wie uns Infektionen auch in Zukunft beschäftigen werden. International besteht Einvernehmen darüber, dass multiresistente Erreger, neue Dynamiken bekannter Viruserkrankungen oder der Klimawandel und die damit verbundene Ausbreitung von Vektoren nur einige Faktoren sind, die Forschung, Medizin, Gesundheitspolitik und Gesellschaft zukünftig vor große Herausforderungen stellen. Stiftungsdirektor Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke wird das anschließende Gespräch mit dem Publikum moderieren.

Mit dem letzten Vortrag der Reihe schließt sich der Bogen zur Geschichte der Franckeschen Stiftungen. Der Kirchenhistoriker und ehemalige Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Udo Sträter, wird die »Kraft der Krise« - als Argument und Erklärungsmuster am Beispiel der Franckeschen Stiftungen aufzeigen. Waren die gesellschaftlichen und religiösen Zustände um 1700 wirklich so krisenhaft? Konnten Francke die Diagnose und Konstruktion einer Krise zur Begründung und Durchsetzung seiner Ziele dienen? Seine Antworten werden zu der Frage führen, warum auch die Forschung lange an diesem zeitbedingten Krisen-Erklärungsmuster hing. Krise geht immer.

DIE TERMINE IM ÜBERBLICK

Mittwoch, 30. Januar 2019, 18.00 Uhr
Krise ist immer – das vielgestaltige 17. Jahrhundert
Mit Prof. Dr. Georg Schmidt, Jena
Moderation und Diskussion mit Prof. Dr. Holger Zaunstöck
Englischer Saal, Haus 26

Mittwoch, 6. Februar 2019, 18.00 Uhr
Ein Massenmörder unterwegs. Ein Abend über die Pest
mit Prof. Dr. Petra Dersch und Dr. Katrin Moeller
Moderation: Prof. Dr. Holger Zaunstöck
Englischer Saal, Haus 26

Mittwoch, 20. Februar 2019, 18.00 Uhr
Menschen, Seuchen und Mikroben – Infektionen als gesellschaftliche Herausforderung.
Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker
Moderation: Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke
Englischer Saal, Haus 26

Mittwoch, 27. Februar 2019, 18.00 Uhr
August Hermann Francke und die „Kraft der Krise“ - Krisen als Argument und Erklärungsmuster.
Vortrag von Prof. Dr. Udo Sträter
Englischer Saal, Haus 26

Die Pressemitteilung zum Herunterladen(PDF, 72 kB)

Der Himmel in der Frühen Neuzeit

› Kabinettausstellung »Himmelsreisen. Astronomie im Buch- und Kartendruck der Frühen Neuzeit« zeigt in der Historischen Bibliothek das Wissen um den Himmel in der Frühen Neuzeit.
› Mondfinsternis wird auf einer Karte im Himmelsatlas von 1742 erklärt

NOCH BIS 22. APRIL 2019 | DI-SO 10-17 UHR, EINTRITT 6 EURO, ERM. 4. EURO

Am Montag, dem 21. Januar 2019, wird bei entsprechendem Wetter am Himmel eine totale Mondfinsternis zu sehen sein. Die Kabinettausstellung in der Historischen Bibliothek der Franckeschen Stiftungen zeigt noch bis zum 22. April 2019, dass solche Himmelsphänomene auch in der Frühen Neuzeit bereits große Aufmerksamkeit erregten und wie sie erklärt wurden.

Zwischen 1735 und 1742 fertigte der Nürnberger Mathematiker und seit 1710 Direktor der Eimmartschen Sternwarte, Johann Gabriel Doppelmayr (1677–1750), eine Karte an, die die Entstehung von Sonnen- und Mondfinsternis erläuterte. Nürnberg war im 18. Jahrhundert mit seiner Sternwarte und den auf Kartenherstellung spezialisierten Verlegern ein Zentrum der Himmelskartographie. Hier veröffentlichte Doppelmayr eine Reihe astronomischer Karten zunächst als Teil großer Atlanten. In dem 1742 bei Homanns Erben erschienenen Himmelsatlas Atlas Coelestis wurden diese Karten zusammengeführt. Auf insgesamt 30 Tafeln werden die Sphären, das Sonnensystem (alternativ nach Nikolaus Kopernikus und Tycho Brahe), Planetentheorien und Beschreibungen der Planeten, Mondtafeln, Informationen zu Finsternissen, Kometenbahnen usw. dargestellt. Einige dieser Tafeln befinden sich im historischen Bibliotheksbestand der Franckeschen Stiftungen und werden derzeit in der Kabinettausstellung »Himmelsreisen. Astronomie im Buch- und Kartendruck der Frühen Neuzeit« gezeigt.

  Mondfinsternis

Das Bild zum Herunterladen. © Bibliothek der Franckeschen Stiftungen(7Z, 5,8 MB)

Die Ausstellung führt den Besucher der Bibliothek durch das frühneuzeitliche Wissen um die Weltenmodelle, Planeten und Kometen und stellt Wissenschaftler und sogar Wissenschaftlerinnen der Zeit mit ihren Werken vor. Die heute gängige Darstellung des Sternenhimmels auf schwarzem Grund veröffentlichte erstmals im Jahr 1731 Christoph Semler (1669–1740), der hallische Theologe und Begründer der ersten Realschule. Unter den hallischen Beiträgern zur Astronomie findet sich auch Christian Wolff (1679–1754), der 1716 eine Abhandlung zu dem Polarlicht verfasste, das am 17. März desselben Jahres um 7 Uhr abends in Halle zu sehen war.

Himmelsreisen. Astronomie im Buch- und Kartendruck der Frühen Neuzeit
Kabinettausstellung in der Historischen Bibliothek
bis 22. April 2019 Di-So 10-17 Uhr
Öffnungszeiten Di-So 10-17 Uhr
Eintritt in die Ausstellungen der Franckeschen Stiftungen 6 Euro, erm. 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

hotel global- eine interaktive Ausstellung für Kinder und Familien zur Globalisierung und ihren Folgen

SAVE THE DATE
› Ausstellungseröffnung am 2. Dezember 2018 um 11 Uhr im Freylinghausen-Saal
› KiKa-Star Malte Arkona lädt Kinder ein, mit Experten über die Globalisierung zu sprechen.
› Familientag im Krokoseum
› Zum Presserundgang laden wir vor der Ausstellungseröffnung am 29.11.2018 um 14 Uhr ein.

2. DEZEMBER 2018, 11.OO UHR-17.00 UHR I HISTORISCHES WAISENHAUS I EINTRITT FREI

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Klimawandel, Rohstoff-, Ernährungs- und Finanzkrise sowie der Konflikt zwischen Arm und Reich auf unserem Planeten sind allgegenwärtig und fordern neue kreative Lösungen für eine Zukunft in globaler Perspektive. Vor sieben Jahren haben das Alice Museum für Kinder im FEZ-Berlin und das Edwin Scharff Museum Neu-Ulm in Kooperation mit dem ZOOM Kindermuseum Wien und dem Kindermuseum FRida & freD Graz eine Ausstellung entwickelt, die die Frage in den Mittelpunkt stellt: Was bedeutet Globalisierung – das Wachstum von Weltbevölkerung und Mobilität sowie die weltweiten Verflechtungen von Geld-, Waren- und Informationsflüssen - für ein Kind oder einen Jugendlichen von heute? Bis heute hat die Schau nichts an ihrer Aktualität verloren. Pünktlich zum Beginn der Weihnachtszeit, in der in vielen Familien und dank vieler Initiativen der Blick darauf gelenkt wird, wie es anderen Menschen auf der Welt geht und woher die vielen Geschenke kommen, eröffnen die Franckeschen Stiftungen die Ausstellung hotel global in ihren prominentesten Räumen, in der Ausstellungsetage des Historischen Waisenhauses.

»Ich freue mich, dass Kinder in dieser Ausstellung lernen, wie alles auf dieser Welt zusammenhängt«, sagt Jane Goodall, die Schirmherrin des Projekts in ihrer Videobotschaft zur Ausstellung. Die Eröffnung am 2. Dezember um 11 Uhr greift diesen Gedanken auf und lädt Kinder und ihre Familien zum Gespräch mit Menschen aus der Region ein, für die Globalisierung ein Alltagsthema ist. Dr. Tarek Ali ist Vorsitzender des Verbandes der Migrantenorganisationen Halle (Saale) e.V. und Vorsitzender des Ausländerbeirates der Stadt Halle. Er kennt die Erfahrungen und Pläne der Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden und heute in Halle wohnen. Katrin Langheinrich ist Initiatorin verschiedener Projekte zum Thema regionale Produkten, Herstellung, Einkauf und Konsum. Alexander Klose ist Künstler und Wissenschaftler und beschäftigt sich mit dem Einfluss des Containers als kleinste Transporteinheit auf unser Zusammenleben. Moderiert wird das Gespräch zwischen den Experten und den Kindern vom KiKa-Star Malte Arkona. Bis 17 Uhr finden am Ausstellungseröffnungstag Mitmachaktionen in der Ausstellung und im Krokoseum statt, Live-Musik und Finger-Food laden zum Verweilen in der Hotellobby ein.

»Globalisierung gibt vielen Menschen eine Chance, aber sie kann auch viele Probleme mit sich bringen. Ihr werdet sehen, dass auch ihr Teil dieser globalisierten Welt seid und dass auch ihr etwas durch euer Verhalten ändern könnt.« verspricht Jane Goodall den Besuchern. Für hotel global verwandeln sich die sieben Räume der Ausstellungsetage in ein Hotel. Neun Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bewohnen mit ihren zukunftsweisenden und beispielhaften Projekten die Zimmer. Die Zimmer sind keine üblichen Hotelzimmer. Treten die Besucher ein, werden sie in die Lebenswelt des Gastes entführt. Da gibt es die französische Fotografin Catherine Balet, die mit der bekannten Fotoserie „Identity“ weltweit die Kleidung von Jugendlichen festhielt. Ihr Hotelzimmer wird zum Atelier, in dem sie zeigt, wie vielfältig und ausdrucksstark Mode ist, wenn die serielle Produktion mit eigenen Kreationen kombiniert wird. Bin ich individuell in einer globalen Welt? Mischa Richter ist Kapitän und nur kurz im Hotel abgestiegen. Er manövriert eines der größten Containerschiffe durch die Ozeane, beladen mit über 8.000 Containern. An jedem Hafen müssen die Boxen pünktlich beladen, entladen und stabil gestapelt werden. Welche Box wo steht und wann wohin geladen wird, ist eine Wissenschaft für sich und eine logistische Leistung. Die Container enthalten angefangen von Äpfeln, Früchten, Fleisch über Fotopapier, Computer bis hin zu Autos und Rohstoffen alles, was man sich nur vorstellen kann. In der Hotelküche ist der Chocolatier Josef Zotter aus Österreich zuhause, der als einziger Schokoladenhersteller ausschließlich bio und fair produziert. Erdbeeren im Winter? Was passiert mit uns, wenn uns die Container ständig neue Nahrungsmittel liefern, die uns unabhängig von der Jahreszeit zur Verfügung stehen?

Die jungen Besucher erleben, erkennen und bewerten die Arbeit der sich im Hotel aufhaltenden Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit Globalisierung konfrontiert sind. Auf einer Entdeckungsreise durch aufwendig gestaltete Themenräume verfolgen sie die Zusammenhänge. An verschiedenen Schauplätzen der Welt können sie Bezüge zu sich und ihrem Alltag herstellen und erfahren: Alle sind Teil der Weltfamilie und mitverantwortlich für die Zukunft unseres Planeten.

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eine interaktive Ausstellung für Kinder und Familien
Franckeplatz 1, Historisches Waisenhaus,
02.12. 2018 – 11.08. 2019

Öffnungszeiten
für alle Di – Fr 13 – 17 Uhr
Sa, So, feiertags 10 – 17 Uhr
24.–26. sowie 31. Dezember und 1. Januar geschlossen

für Schulklassen und Gruppen (mit Anmeldung unter infozentrum@francke-halle.de oder 0345 2127 450)
Schulzeiten, Winter- und Osterferien
Di – Fr 8.30 – 12 Uhr
Interaktive Führungen für Klassenstufe 1 bis 6 (90 Minuten)
Themen: Globalisierung, Umweltschutz, Ernährung, Handel, Menschenrechte, Migration, Mobilität

Preise
Eintritt Museum 6 €, ermäßigt 4 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei
Führungen für Schulklassen und Gruppen ab 30 €

Die Pressemitteilung zum Herunterladen

Himmelsreisen. Astronomie im Buch- und Kartendruck der Frühen Neuzeit

› Kabinettausstellung in der Historischen Bibliothek
21. SEPTEMBER 2018 – 22. APRIL 2019 | DI-SO 10-17 UHR
EINTRITT 6 EURO, ERM. 4 EURO, KINDER BIS 18 JAHRE EINTRITT FREI

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Die Kabinettausstellung in der Historischen Bibliothek der Franckeschen Stiftungen stellt regelmäßig Schätze aus der frühneuzeitlichen Büchersammlung vor. Im Themenjahr „Bewegte Zeiten“ steht erstmals die Astronomie im Buch- und Kartendruck im Mittelpunkt. Mit wertvollen Buchobjekten und opulenten Karten aus dem 15.– 18. Jahrhundert zeigt die Schau Meilensteine der Erforschung des Himmels. Schnell wird deutlich, welche große Bedeutung der Himmel für die Menschen der Frühen Neuzeit hatte. Für die sichere Bestimmung der Uhrzeit oder der Jahreszeiten war der Sternenhimmel wichtig. Am Tage erlaubte der Blick in den Himmel eine Wetterprognose, die lebensrettend sein konnte. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung und gleichzeitige praktische Anwendung machten die Astronomie zu einem festen Bestandteil des Unterrichts an August Hermann Franckes (1663–1727) Schulen, wie die Ausstellung zeigt. Die Schau wird am 20. September 2018 mit einem Vortrag von Jörg Lichtenfeld, dem ehemaligen Leiter der Sternwarte in Halle, eröffnet und ist bis zum 22. April 2019 in der Kulissenbibliothek zu sehen.

Sieben Vitrinen im ehemaligen Lesezimmer und in der Kulissenbibliothek selbst führen den Besucher durch das frühneuzeitliche Wissen um die Weltenmodelle, Planeten und Kometen und stellen Wissenschaftler und sogar Wissenschaftlerinnen der Zeit mit ihren Werken vor. Als schönster Himmelsatlas der Barockzeit gilt das in der Ausstellung gezeigte Werk von Andreas Cellarius (1596–1665). Als der »Ordner des Himmels« gilt jedoch Johann Bayer (1572–1625), der 1603 unter dem Titel »Ura-nometria« eine erste, auf streng wissenschaftlicher Grundlage entwickelte Sammlung von Himmelskarten veröffentlichte. Mit diesem Werk nahm die systematische Kartierung des Sternenhimmels ihren Anfang. Die heute gängige Darstellung des Sternenhimmels auf schwarzem Grund veröffentlichte erstmals im Jahr 1731 Christoph Semler (1669–1740), der hallische Theologen und Begründer der ersten Realschule. . Unter den hallischen Beiträgern zur Astronomie findet sich auch Christian Wolff (1679–1754), der 1716 eine Abhandlung zu dem Polarlicht verfasste, das am 17. März desselben Jahres um 7 Uhr abends in Halle zu sehen war,.

Johannes Hevelius (1611–1687), der wohl bedeutendste Astronom in der Mitte des 17. Jahrhunderts, richtete sich in Danzig eine Sternwarte ein, die als die beste ihrer Zeit galt. Sein frühestes Werk, die »Selenographia« von 1647, wird in der Ausstellung gezeigt. Sie war die erste umfangreiche und grundlegende Abhandlung über die Topographie des Mondes und wurde zum Vorbild für die Gestaltung naturwissenschaftlicher Werke.

Große Aufmerksamkeit zogen die Kometen auf sich. Sie galten als Vorzeichen göttli-chen Zorns und daraus resultierender Strafe. Gerade der Winterkomet von 1618 rief, verstärkt durch die politische Krisensituation dieser Zeit, eine Flut von Abhandlun-gen hervor. Margaretha Kirch (1679–1729) gilt als die erste Frau, die, bezeugt von ihrem Ehemann Gottfried Kirch (1639–1710), einen neuen Kometen entdeckte (1702). Berühmt wurde sie aufgrund ihrer Publikationen über die Konjunktion der Sonne mit Saturn, Venus und Jupiter 1709 sowie die nahende Konjunktion von Jupiter und Saturn im Jahre 1712. Sie veröffentlichte ihre Schriften in deutscher Sprache unter ihrem eigenen Namen.

Die Vielfalt der Literatur und Abbildungen, von denen nur ein kleiner Teil in der Ausstellung gezeigt werden kann, erlaubt einen Einblick in die Wissensvermittlung an den Schulen des Halleschen Waisenhauses. In der Kunst- und Naturalienkammer waren die Weltenmodelle Anschauungsmaterial für den Astronomieunterricht. In der Himmelsbeobachtung als Teil der Rekreationsstunden wurden Schüler der Lateinischen Schule sowie des Königlichen Pädagogiums in der notwendigen Praxis unterwiesen. Der Altan des Königlichen Pädagogiums wurde eigens für die Beobachtung des Sternenhimmels im Rahmen des Schulunterrichts genutzt.

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