Pilotprojekt »Digitaler Zwilling der Franckeschen Stiftungen«

Start der Arbeiten an der Erstellung eines sogenannten Digitalen Zwillings der Franckeschen Stiftungen

In einem landesweit einmaligen Pilotprojekt haben die Arbeiten an der Erstellung eines sogenannten Digitalen Zwillings der Franckeschen Stiftungen begonnen. Ein Digitaler Zwilling (Digital Twin) ist ein computergestütztes dreidimensionales Modell eines Gebäudes oder Ensembles von Gebäuden. Die Stadt Halle hat im Rahmen des SmartCity-Programms bspw. die ganze Stadt als ein solches Modell erstellt und nutzt dieses zur Verkehrsberechnung- und Planung oder aber auch zur Prognose von Auswirkungen von Klimaereignissen wie Starkregen.

Das Pilotprojekt der Franckeschen Stiftungen zielt auf die Verbindung digitaler Modelle mit einem Gebäudemanagementsystem (CAFM = Computer-Aided Facility Management), das die Instandhaltung und Nutzungsplanung der verschiedenen Gebäude der Franckeschen Stiftungen unterstützen soll. Für das europaweit einzigartige Kultur- und Baudenkmal Franckesche Stiftungen mit seinen 54 Gebäuden aus vier Jahrhunderten sowie über 40 verschiedenen Partnereinrichtungen, die diese Häuser nutzen, sind dies bedeutende Aufgabenkomplexe. Das Pilotprojekt soll die Nutzungsmöglichkeiten digitaler Zwillinge für ein so komplexes Gebäudeensemble erproben und einen ersten Schritt in die digitale Zukunft der Franckeschen Stiftungen ermöglichen.

Für das Projekt konnte die Firma INFRALYTICA GmbH als Partner gewonnen werden. INFRALYTICA wurde von Professor Guido Morgenthal an der Bauhaus-Universität Weimar gegründet und ist deutschlandweit führend in der Erstellung digitaler Modelle für Infrastruktur- und Denkmalprojekte.

Gefördert wird das auf ein Jahr angelegte Projekt durch das Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Sondervermögens »Infrastruktur und Klimaneutralität«.

Gefördert durch