DFG-Projekt zur alchemischen Praxis am Halleschen Waisenhaus im 18. Jahrhundert abgeschlossen
Insbesondere für die Medikamentenherstellung am Halleschen Waisenhaus im 18. Jahrhundert, wie beispielsweise für die Fertigung der berühmten Goldtinktur Essentia Dulcis, waren alchemische Verfahrensweisen zentral. Deshalb wurden im Projektrahmen die im Archiv der Franckeschen Stiftungen zahlreich überlieferten handschriftlichen Quellen zur alchemischen Laborarbeit (Laborberichte, alchemische Manuskripte, Arzneimittelrezepturen etc.) systematisch untersucht. Es stellte sich heraus, dass am Waisenhaus alchemische Präparate in einem exzeptionellen Umfang produziert und vertrieben wurden und hierfür eine hochfunktionale Infrastruktur (Personal, Laboratorien, Ausstattung) vorhanden war.
Bei einem interdispziplinären Workshop sowie in zahlreichen Einzelvorträgen wurden bereits konkrete Projektergebnisse präsentiert und diskutiert. Derzeit wird ein Buch erarbeitet, in welchem die Ergebnisse der Öffentlichkeit gesammelt zugänglich gemacht werden.

