Ein FSJ-Projekt »Krokoseum meets Graffiti«


Während eines Freiwilligendienstes ergibt sich auch die Chance das erste eigene Projekt zu planen und durchzuführen. Was gilt es bei der Planung zu bedenken? Wie können Ideen umgesetzt werden? Und was, wenn es einfach gut wird? Unsere FSJlerInnen berichten von ihrem Graffiti-Workshop.

Kurz zu uns: Wir sind Franz Georgi und Jolina Hennig und verbringen unseren Freiwilligendienst im Kinderkreativzentrum Krokoseum. Im Rahmen unseres Freiwilligendiensts haben wir die Möglichkeit ein eigenes Projekt zu entwickeln und umzusetzen. Da wir beide künstlerisch sehr interessiert sind und bereits Erfahrungen im Graffiti sowie vom  Zeichnen haben, haben wir vier Montage im Krokoseum unter das Thema Graffiti gestellt.

Was ist Graffiti? Welche Möglichkeiten, Techniken und Stile gibt es? Und wie macht man das eigentlich? Uns war wichtig zu vermitteln, das Graffiti mehr als Schmiererei auf einer Hausfassade ist, legale Möglichkeiten des Sprayens in den Vordergrund zu rücken, KünstlerInnen aus der Szene kennenzulernen und vor allem den Kindern die Möglichkeit zu geben, es selbst zu tun. Was ist Graffiti? Welche Möglichkeiten, Techniken und Stile gibt es?

  1. Graffiti-Montag: So begann der erste Workshop-Tag mit der Freiraumgalerie, bei der wir viel über großflächige Straßenkunst und die Intention dahinter erfahren und Inspiration sammeln konnten. Graffiti beginnt nämlich nicht erst beim Sprayen an der Wand, sondern schon bei der Ideensammlung und Skizzenanfertigung.
  2. Graffiti-Montag: Somit beinhaltete unser zweiter Workshop-Tag sich einen Künstlernamen zu überlegen, Stile kennenzulernen und sich mit ersten Skizzen und eigenen Tags auszuprobieren.
  3. &  4  Graffiti-Montag: Für die letzten beiden Workshop-Tage haben wir uns den Graffiti Künstler Georg Schuster und seinen Kollegen Ilja Richter als Unterstützung dazu geholt. Hier ging es nämlich um die praktische Umsetzung mit den Dosen. Welche Caps gibt es und für was sind welche am besten geeignet? Wie hält man eine Dose richtig? Was muss man sonst noch beachten? Darüber klärte uns Georg, bevor wir loslegen konnten, gut auf.

Unser Fazit zu unserem ersten selbstgeplanten Workshop und den bunten Ergebnissen:

Während des Workshops konnten wir bei den Kindern großes Interesse und Begeisterung wahrnehmen. Vor allem bei der Durchführung, bei der wir versucht haben, nur Tipps zu geben und nichts vorzuschreiben, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Somit haben die Kinder ihre Leinwände komplett selbst gestalten können. Die Ergebnisse haben uns mehr als überrascht und können sich auf jeden Fall zeigen lassen.

Wir haben gemerkt, einen eigenen Workshop selbst zu planen und durchzuführen, aufwändiger ist als wir dachten. Trotzdem hatten wir große Freude dabei und konnten viel für uns und eventuelle nächste Workshops mitnehmen. Wir freuen uns darüber, wie es gelaufen ist und hoffen, dass wir bei einigen Kindern das Interesse an Street-Art wecken oder verstärken konnten.