Die Deutungshoheit der modernen Medizin von der Aufklärung bis in die Gegenwart

4. Abend in der Begleitreihe »Medizin und Gesellschaft« zur Jahresausstellung

Die wissenschaftlich begründete Medizin besitzt einen enormen Einfluss auf die Organisation unserer Lebenswelt. Dies ist das Ergebnis eines langen historischen Prozesses seit der Frühen Neuzeit. Gerade im Zuge der Pandemie ist dies jüngst deutlich sichtbar geworden. Medizin ist aber eine Wissenschaft wie jede andere und als solche in einem Spannungsverhältnis zwischen Wissen und Nichtwissen. Dies ist ein Dilemma, sobald ihr enorme öffentliche Resonanz und die Aufgabe der Politikberatung zukommen. Genaues Hinsehen ist erforderlich. Nach einem Impulsvortrag diskutieren Experten die Rolle konfessioneller Krankenhäuser in der Gesellschaft.

Inkompetente Monopolisten? Der Aufstieg der studierten Ärzte in der Vormoderne
Prof. Dr. Michael Stolberg, Medizinhistoriker, Universität Würzburg

Diskussion
Die Ethik konfessioneller Krankenhäuser im Spannungsfeld zum Krankenhausalltag
Es diskutieren die Geschäftsführer der drei konfessionellen Krankenhäuser in Halle über die Zusammenarbeit der Krankenhäuser in der Pandemie und das Selbstverständnis ihrer Krankenhäuser: Thomas Wüstner, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, Pastor Markus Ebinger, Krankenhaus Martha-Maria und Christian Beuchel, Diakoniekrankenhaus Halle. Moderation: Vladimir Balzer, MDR Kultur

Zum Abschluss der Reihe laden wir Sie als Finissage der Jahresausstellung herzlich zu einem geselligen Ausklang und einem Buffet ein.

Die Begleitreihe zur Jahresausstellung ist aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie entstanden, die unsere Gesellschaft und im Besonderen unser Gesundheitswesen vor große Herausforderungen stellt. Menschliches Verhalten, Ökonomie, Ethik und Medizin werden auf eine Weise öffentlich verhandelt, wie sie bisher nicht notwendig war. Diese Erfahrungen bilden den Hintergrund und die Themen für eine hochkarätig besetzte Vortragsreihe über die Zusammenhänge von Gesellschaft, Medizin und Gesundheit in einem umfassenden Sinne. Sie begleitet unsere Jahresausstellung 2021 »Heilen an Leib und Seele. Medizin und Hygiene im 18. Jahrhundert« und wird in Zusammenarbeit mit den konfessionellen Krankenhäusern in der Stadt Halle – dem Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, dem Krankenhaus Martha-Maria und dem Diakoniewerk Halle – und unter Beteiligung von ÄrztInnen, SeelsorgerInnen, PsychologInnen, ÖkonomInnen und SoziologInnen veranstaltet. Wir laden Sie herzlich zum Austausch und zur Diskussion mit den ExpertInnen ein.

Alle Veranstaltungen der Reihe finden Sie im Veranstaltungskalender. Die Jahresausstellung hat an den Veranstaltungstagen jeweils bis 18:00 Uhr geöffnet.


Bitte beachten Sie auch unsere allgemeinen Hinweise für den Besuch einer Veranstaltung.

Die Veranstaltung wird auch online übertragen. Über diesen Zugangslink können Sie ganz bequem von zu Hause aus teilnehmen.