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Adventskalender

Adventskalender 

In der Adventszeit öffnen wir mit dem Adventskalender »Das Hallesche Waisenhaus« täglich ein Türchen in die Geschichte der Schulstadt August Hermann Franckes. Woraus bestand die Tinte, mit der die Kinder schrieben? Wer hat das ganze Wasser in die Schulstadt geschleppt? Was nahm man am besten mit auf eine Reise nach Indien? 

Lassen Sie sich 24 Tage lang überraschen!

Hier gibt es einen kleinen Einblick: MerkenMerken

1. Türchen

Vier Taler, sechzehn Groschen

Leicht und schwer zugleich liegt das Geld in seiner Hand. Da kann Francke noch nicht wissen, dass seine Art, die Welt im Kleinen zu ändern, auch die große Welt verändern würde. Eine Ahnung hat er da schon davon, vielleicht. Lange genug hat er das Leid der Waisen in der Stadt und vor den Toren der Stadt Halle gesehen. Heute wissen wir, dass es eine Tat von visionärer Weitsicht war, als August Hermann Francke 1698 seine Stiftungen in der Vorstadt Glaucha gründete. Um die Menschen, die in ihnen wohnende Kraft und Würde geht es ihm, bei jedem einzelnen Waisenkind. Das ist das Leichte in ihm: den Menschen helfen zu wollen. Schwer hingegen wiegt der Entschluss, mit dem er das Unterfangen in Angriff nimmt. Noch heute zeugt das Haupthaus der Stiftungen, das Portal in die Schulstadt Franckes, von den Visionen dieses Mannes, der in einem Sommer des späten siebzehnten Jahrhunderts einen Samen in die Erde legt, der Obhut und Hoffnung heißt, und über dessen Aufgehen in der ganzen Welt man noch Epochen später reden wird. Vorerst heißt es für Francke, ans Werk zu gehen, und den Schützlingen nicht nur ein Obdach zu bieten – eine ganze Stadt soll es sein! Lehr- und Arbeitsräume sieht er, eine Buchhandlung, eine Druckerei, eine Apotheke … 

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2. Türchen

Ein Haus für die Zukunft

Natürlich ist ein solches Unterfangen keine Träumerei; das kann es nicht sein, sonst würde es bald seinen staubigen Platz in den Wirren der Geschichte finden. Bereits im Vorjahr hat Francke seinen Mitarbeiter Neubauer nach Holland geschickt für die neuesten Erkenntnisse, einen solchen Bau in Kürze und nach dem besten Wissen der Zeit zu errichten. „Um der Gesundheit willen“, das steht als Forderung in dem langen Katalog von Fragen, auf die er Antwort erhofft. Von Naumburg her wird saaleabwärts bereits Bauholz geschickt. Wie schnell dann schließlich alles geht, darüber staunt selbst der Gründer. In zwei Jahren ziehen die Bauleute und Handwerker ein Haus an der alten und belebten Handelsstraße vor den Toren Halles hoch, das sich mehr als sehen lassen kann. Nein, denn das Haus für die Zukunft wächst nicht nur rasant in die Höhe, bis unter das Walmdach, unter dem die Zöglinge schlafen sollen. Vor den Toren Halles entsteht das modernste Gebäude einer Zeit, in der letztlich noch keiner, auch August Hermann Francke nicht, einen Begriff von der Moderne haben konnte. Strumpfstricker, Gürtler, Buchbinder, Buchdrucker, Schneider, Seiler gehen im Waisenhaus ein und aus. Und jeden Tag klopfen Händler und Tagelöhner an die Tür.

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