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Daten

Termin: Szenische Lesung mit Matthias Brenner, Peter Sodann und Klaus Bangeim im Großen Saal des neuen theaters
Kosten: 10,00 €

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August Hermann Francke versus Christian Wolff

Ein Dialog von Kurt Wünsch und Erhard Preuk, aufgeführt als szenische Lesung im neuen theater

Christian Wolff war einer der einflussreichsten europäischen Philosophen. Ohne sein Werk kein Immanuel Kant. Ohne die Gedanken der Frühaufklärung keine Digitalisierung, die heute unser Leben radikal prägt. Wolff lehrte und arbeitete in Halle. Er hat Himmel und Erde nicht gemacht, aber er hat die Welt mit Hilfe des menschlichen Verstandes in Begriffe gefasst und erklärt. Er wollte verstehen und sein Instrument war die Vernunft. Obgleich Lutheraner und kein Atheist, geriet er mit seinen Gedanken und Ideen in Konflikt mit christlich geprägten Denk- und Erziehungsmodellen. Aber es ging zugleich auch um akademische Rangfolge, Tradition und Autorität. Seine Gegenspieler waren die halleschen Theologen der Zeit. August Hermann Francke, ein praktischer Theologe, gehörte maßgeblich zu diesen. Er verstand die Welt mit der Kraft des Glaubens und mit wissenschaftlichen Methoden. Mit seinen Anstalten in Glaucha ließ er vielen armen Kindern aber auch Kindern des Adels Bildung nach modernen Prinzipien angedeihen. Der Streit zwischen Pietismus und Aufklärung, zwischen Glauben und Vernunft – das ist der Inhalt des Stückes, das nicht versucht die Frage zu klären, wer denn nun Recht habe. Zahlen waren zu Zeiten der Aufklärung ein Mittel der Vernunft, um die Welt zu beschreiben. Es scheint, als hätte uns heute die Vernunft verlassen, und allein Zahlen beherrschen uns in Form von Algorithmen und Börsenkursen. Der Glaube an Gott und die Schöpfung ist dennoch lebendig.

Daten zur Veranstaltung

Einrichtung: Informationszentrum der Franckeschen Stiftungen | zur Einrichtung
Termin: Szenische Lesung mit Matthias Brenner, Peter Sodann und Klaus Bangeim im Großen Saal des neuen theaters
Art der Veranstaltung: Vortrag / Gespräch
Kosten: 10,00 €

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