Alle Wetter! Klima und Natur in der frühen Neuzeit zwischen religiöser Weltdeutung und empirischer Forschung

Festkolloquium aus Anlass des 80. Geburtstages von Hermann Wellenreuther

Ein Kupferstich zeigt wildes Hagelwetter
Scheuchzer, Johann Jacob: Kupfer-Bibel, (1731)

Die fest im Kanon der historischen Wissenschaften etablierte Klima-und Umweltgeschichte ist noch nicht im Feld der Pietismusforschung angekommen. Dies erstaunt, da die Missionare und Emissäre vermutlich zu denjenigen Akteuren der europäischen Expansion gehörten, die in ihren Aufzeichnungen über die Lebenswelten in Europa, Asien, Amerika, der Karibik und Grönland bereits frühzeitig Wetteraufzeichnungen und Klimabeobachtungen festgehalten haben. Der Workshop fragt danach, inwieweit dies in ihren Briefen, Berichten und Tagebüchern Niederschlag gefunden hat. Dabei ist die Spannung zwischen religiöser Weltdeutung und empirisch-rationalen Verfahren der Wissensgenerierung zentral.

Den öffentlichen Abendvortrag am 23. Juni hält Prof. Dr. Dominik Collet (Oslo) zu »Klimakulturen der Kleinen Eiszeit«, das weitere Programm wird im März öffentlich bekanntgegeben.

Wir hoffen, dass die Veranstaltung wie geplant stattfinden kann. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte wenden Sie sich dazu an Frau Lorenz und nutzen Sie das Kontaktformular unter »Nachricht schreiben«.