Medikamente und Ökonomie – ein Miteinander mit Risiken und Nebenwirkungen

1. Abend in der Begleitreihe »Medizin und Gesellschaft« zur Jahresausstellung

Medizinisches Personal bedient Computer, um Patienten zu versorgen.

Medikamente helfen Menschen, sie können lebensrettend sein. Ihre Verteilung unterliegt allerdings vielen Einflüssen und birgt das Risiko großer sozialer Ungerechtigkeit. In zwei Impulsvorträgen wird am Beispiel von zwei Medikamenten, die eng mit der Geschichte von Halle verbunden sind und weltweite Verbreitung erfuhren, das Spannungsfeld von heilender Wirkung und Ökonomie gezeichnet. In der anschließenden Podiumsdiskussion beleuchten Experten die ökonomischen und politischen Konflikte der Medikamentenversorgung aus ethischer, sozialer und wirtschaftlicher Perspektive.

Die Essentia dulcis  – das alchemische »Aspirin« des 18. Jahrhunderts
Wirkmechanismen und das Rezept ihres ökonomischen Erfolgs
Kurzvortrag von Claudia Weiß, Historikerin und Pharmazeutin, Franckesche Stiftungen

Aspirin – eine hallesche Erfolgsgeschichte in jeder Hinsicht
Kurzvortrag Christian Beuchel, Geschäftsführer des Diakoniekrankenhauses Halle und Vorstand des Diakoniewerks Halle

Diskussion
Die Gesundheitsversorgung im Spannungsverhältnis zwischen Ethik und Ökonomie
Es diskutieren der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hans Lilie, Uni Halle und der Chefarzt und Ärztliche Direktor des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara; Dr. Hendrik Liedtke.
Moderation: Vladimir Balzer, MDR Kultur

Die Begleitreihe zur Jahresausstellung ist aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie entstanden, die unsere Gesellschaft und im Besonderen unser Gesundheitswesen vor große Herausforderungen stellt. Menschliches Verhalten, Ökonomie, Ethik und Medizin werden auf eine Weise öffentlich verhandelt, wie sie bisher nicht notwendig war. Diese Erfahrungen bilden den Hintergrund und die Themen für eine hochkarätig besetzte Vortragsreihe über die Zusammenhänge von Gesellschaft, Medizin und Gesundheit in einem umfassenden Sinne. Sie begleitet unsere Jahresausstellung 2021 »Heilen an Leib und Seele. Medizin und Hygiene im 18. Jahrhundert« und wird in Zusammenarbeit mit den konfessionellen Krankenhäusern in der Stadt Halle – dem Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, dem Krankenhaus Martha-Maria und dem Diakoniewerk Halle – und unter Beteiligung von ÄrztInnen, SeelsorgerInnen, PsychologInnen, ÖkonomInnen und SoziologInnen veranstaltet. Wir laden Sie herzlich zum Austausch und zur Diskussion mit den ExpertInnen ein.

Alle Veranstaltungen der Reihe finden Sie im Veranstaltungskalender. Die Jahresausstellung hat an den Veranstaltungstagen jeweils bis 18:00 Uhr geöffnet.


Aufgrund der pandemischen Lage (Inzidenz unter 35) gilt für diese Veranstaltung die 3G-Regel nicht. Die Kontaktnachverfolgung über die Luca-App oder den Kontaktbogen bleiben bestehen. 

Die Veranstaltung wird auch online übertragen. Über diesen Zugangslink können Sie ganz bequem von zu Hause aus teilnehmen.