Körper, Seele und Gemüt – der ganze Mensch im Blick

2. Abend in der Begleitreihe »Medizin und Gesellschaft« zur Jahresausstellung

Eine Behandlung der PatientInnen nach ausschließlich medizinisch-technischen Gesichtspunkten wird dem Menschen nicht gerecht. Ein Blick auf Körper, Seele und Gemüt – heute als Body–Mind–Balance in aller Munde – ist für die Prophylaxe und Heilung von Krankheiten sehr bedeutend. Wie kann die moderne Medizin in einem auf wirtschaftliche Belange ausgerichteten Krankenhausbetrieb dem Blick auf den ganzen Menschen Rechnung tragen? Haben Krankenhäuser in christlicher und konfessioneller Trägerschaft hier einen Wettbewerbsvorsprung?  Nach zwei Impulsvorträgen fragen ExpertInnen in einer Podiumsdiskussion nach dem Blick auf den ganzen Menschen in der modernen Medizin.  

»Weil nun Seel und Leib in diesem Leben vereiniget sind«
Medizin, Diätetik und Hygiene vor dreihundert Jahren
Prof. Dr. Holger Zaunstöck, Historiker, Franckesche Stiftungen

Die Bedeutung von Körper, Seele und Gemüt in der gegenwärtigen Medizin
Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Chefarzt und Ärztlicher Direktor im Krankenhaus Martha Maria

Diskussion
Warum der modernen Medizin der ganze Mensch aus dem Blick gerät 
Es diskutieren der Chefarzt der Klinik und Tagesklinik für Psychosomatik und Psychotherapie und Vorsitzender des Landesverbandes der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie DGPM, Dr. Thilo Hoffmann, Cäcilia Anna Branz, Seelsorgerin im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara und Prof. Dr. Wolfang Schütte, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Krankenhauses Martha-Maria, Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt.
Moderation: Vladimir Balzer, MDR Kultur

Die Begleitreihe zur Jahresausstellung ist aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie entstanden, die unsere Gesellschaft und im Besonderen unser Gesundheitswesen vor große Herausforderungen stellt. Menschliches Verhalten, Ökonomie, Ethik und Medizin werden auf eine Weise öffentlich verhandelt, wie sie bisher nicht notwendig war. Diese Erfahrungen bilden den Hintergrund und die Themen für eine hochkarätig besetzte Vortragsreihe über die Zusammenhänge von Gesellschaft, Medizin und Gesundheit in einem umfassenden Sinne. Sie begleitet unsere Jahresausstellung 2021 »Heilen an Leib und Seele. Medizin und Hygiene im 18. Jahrhundert« und wird in Zusammenarbeit mit den konfessionellen Krankenhäusern in der Stadt Halle – dem Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, dem Krankenhaus Martha-Maria und dem Diakoniewerk Halle – und unter Beteiligung von ÄrztInnen, SeelsorgerInnen, PsychologInnen, ÖkonomInnen und SoziologInnen veranstaltet. Wir laden Sie herzlich zum Austausch und zur Diskussion mit den ExpertInnen ein.

Alle Veranstaltungen der Reihe finden Sie im Veranstaltungskalender. Die Jahresausstellung hat an den Veranstaltungstagen jeweils bis 18:00 Uhr geöffnet.


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