Hygiene und die Angst vor Krankheit

3. Abend in der Begleitreihe »Medizin und Gesellschaft« zur Jahresausstellung

Einfache Regeln genügen schon, um Menschen vor manchen ansteckenden Krankheiten zu schützen. Wie hat sich, ausgehend vom 18. Jahrhundert, die Vorstellung von Hygiene als wissenschaftliches Konzept entwickelt? Welche Vorschriften regeln den heutigen Krankenhausbetrieb und was sind die Herausforderungen und die Grenzen? Während der Corona Pandemie sind Hygiene-Regeln neu in unser Bewusstsein gelangt. Was sollte davon bleiben? Nach zwei Impulsvorträgen sind die Gäste des Abends zum Publikumsgespräch zu den hygienischen Folgen der Pandemie eingeladen.

»Der Ort soll mit […] mit einem reinen gesunden Waßer versehen seyn«
Hygiene und Diätetik im 18. Jahrhundert in den Franckeschen Stiftungen  
Dr. Thomas Grunewald, Historiker, Franckesche Stiftungen

Die Hygiene in der Patientenversorgung des Krankenhauses – ihre Bedeutung und Herausforderungen
Elke Pielert, Oberärztin und Leiterin der Krankenhaushygiene, Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara

Diskussion
Nach Corona? Die langfristigen Folgen der Pandemie für Veranstaltungen und das gesellschaftliche Zusammenleben
Publikumsgespräch mit Dr. Stefan Moritz, Direktor der Klinischen Infektiologie am Universitätssklinikum Halle und Studienleiter von Restart 19.
Moderation: Vladimir Balzer, MDR Kultur

Die Begleitreihe zur Jahresausstellung ist aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie entstanden, die unsere Gesellschaft und im Besonderen unser Gesundheitswesen vor große Herausforderungen stellt. Menschliches Verhalten, Ökonomie, Ethik und Medizin werden auf eine Weise öffentlich verhandelt, wie sie bisher nicht notwendig war. Diese Erfahrungen bilden den Hintergrund und die Themen für eine hochkarätig besetzte Vortragsreihe über die Zusammenhänge von Gesellschaft, Medizin und Gesundheit in einem umfassenden Sinne. Sie begleitet unsere Jahresausstellung 2021 »Heilen an Leib und Seele. Medizin und Hygiene im 18. Jahrhundert« und wird in Zusammenarbeit mit den konfessionellen Krankenhäusern in der Stadt Halle – dem Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, dem Krankenhaus Martha-Maria und dem Diakoniewerk Halle – und unter Beteiligung von ÄrztInnen, SeelsorgerInnen, PsychologInnen, ÖkonomInnen und SoziologInnen veranstaltet. Wir laden Sie herzlich zum Austausch und zur Diskussion mit den ExpertInnen ein.

Alle Veranstaltungen der Reihe finden Sie im Veranstaltungskalender. Die Jahresausstellung hat an den Veranstaltungstagen jeweils bis 18:00 Uhr geöffnet.


Bitte beachten Sie auch unsere allgemeinen Hinweise für den Besuch einer Veranstaltung.