Eine pietistische Kirche in Halle?

Ein Themenabend in der Reihe: Neu entdeckt und neu erworben

Die Georgenkirche im Abendlicht
  

Insgesamt 31 kolorierten Architekturzeichnungen mit vielen Anmerkungen – dieser neu erworbene Bestand ist ein besonderer Schatz für die Franckeschen Stiftungen. Die Pläne stellen im Detail den Wiederaufbau der Kirche St. Georgen in Glaucha nach dem verheerenden Feuer 1740 unter der Leitung von Gotthilf August Francke (1696 – 1769) dar. Die neue Kirche war mit 3.000 Plätzen damals der größte Sakralneubau Halles und wurde erst durch die finanzielle, materielle und ideelle Unterstützung durch das Waisenhaus möglich.

An diesem Abend werden wir u.a. der Frage nachgehen, ob es sich um einen dezidiert pietistischen Kirchenbau handelt, woran sich dies ablesen lässt und ob dieser zum Vorbild für weitere Kirchenbauten wurde. Die Forschungen dazu stehen am Anfang, aber das Konvolut verspricht »den Prozess der Formfindung so vollständig und differenziert nachzuvollziehen«, wie es selten möglich ist, bewertet PD Dr. phil. Meinrad v. Engelberg (Technische Universität Darmstadt) den Bestand der Historische Baupläne der Kirche St. Georgen.

Vortrag von Dr. Thomas Grunewald und Gespräch

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verein für hallische Stadtgeschichte e.V. statt.
Der Ankauf des Plankonvoluts gelang durch die großzügige Unterstützung des Freundeskreises der Franckeschen Stiftungen e.V.

Die Veranstaltung wird übertragen unter https://francke-halle.webex.com/francke-halle/j.php?MTID=m32b118b7d3ddcd56f2e57c3d96a82eed