Dr. Mark Benecke eröffnet die Jahresausstellung

Ausstellungseröffnung »Heilen an Leib und Seele. Medizin und Hygiene im 18. Jahrhundert«

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Die Jahresausstellung  »Heilen an Leib und Seele. Medizin und Hygiene im 18. Jahrhundert« feiern wir in diesem Jahr mit einem Preview und einem besonderen Gast: Dr. Mark Benecke, »der bekannteste Kriminalbiologe der Welt« und einer der geistreichsten Wissenschaftsvermittler, wird in einem Livestream aus dem Freylinghausen-Saal gemeinsam mit den Kuratoren die neue Ausstellung eröffnen.

Benecke studierte Biologie, Zoologie und Psychologie und ist seit über 20 Jahren international auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forensik aktiv. Seine intensive Auseinandersetzung mit Tod, Körper und Psyche, die ihm zur Aufklärung internationaler Kriminalfälle verhalf, wird im Zentrum seines Festvortrags stehen.

Eine europaweite Debatte über das grundlegende Verhältnis von Leib und Seele wurde auch in der Medizin des 18. Jahrhunderts geführt. Vor diesem Hintergrund konzipierten die halleschen Pietisten ein eigenes medizinisches Verständnis, das gleichberechtigt auf Körper, Seele und Gemüt blickte und einen Schwerpunkt in der Ausstellung bildet. Auch der Autor des ersten systematischen Lehrwerkes zur Forensik in Deutschland stammt aus dem Umkreis der Schulstadt Franckes. Der pietistische Mediziner und Professor an der halleschen Universität Michael Alberti (1682–1757) gilt als (Mit)Begründer der modernen Forensik.