Das Ziegenbalg-Haus

Ein Museum für den interkulturellen Dialog

Das Ziegenbalg-Haus in Tharangambadi ist ein Gemeinschaftsprojekt der Franckeschen Stiftungen in Halle und der Tamilisch Evangelisch-Lutherischen Kirche in Südindien mit Hilfe vieler Partner. Es lädt Sie ein, die Vielfalt der Akteure, die nichtlineare Entwicklung und den kulturellen Schnittpunkt indischer und europäischer Gesellschaften zu erforschen, die seit 1706 systematisch von der Dänisch-Halleschen Mission in Tranquebar initiiert wurde. Diese kulturellen Begegnungen schufen ein gemeinsames Erbe, das durch verschiedene architektonische, schriftliche oder andere Materialquellen nachweisbar ist, die hauptsächlich in europäischen Archiven aufbewahrt werden. Das Ziegenbalg-Haus eröffnet einen neuen Raum für die multimediale Sammlung und öffentliche Kommunikation dieser Quellen an das indische Publikum. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt zur Wiederherstellung des Erbes in zeitgenössischen Formaten.

Eine filmische Reise nach Tharangambadi

Unterwegs zwischen Burgkirchen, Halle und Tharangambadi fing der Dokumentarfilmer und Fotograf Heiner Heine die großen Schritte des Museumsprojekts ein. Neun Kurzfilme bieten die einmalige Gelegenheit, das tausende Kilometer entfernte Museum zu besichtigen und seine Entstehungsgeschichte kennenzulernen.

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Mit Trommeln und Girlanden

Jedes Jahr im Juli gedenken die Bewohner Tharangambadis der Ankunft der ersten lutherischen Missionare Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719) und Heinrich Plüschau (1677–1752) am 9. Juli 1706 mit einem Festumzug durch die Stadt. Zum 310. Jahrestag wurde das Museumsprojekt mit Trommeln und Girlanden gefeiert.

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Es begann in Tranquebar

 

Nach ihrer Ankunft suchten Ziegenbalg und Plütschau mit großem Interesse den Kontakt zu den Menschen vor Ort. Dies war der Beginn eines einzigartigen Dialogs, der bis heute fortwirkt.

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Eine Vision und ihre Paten

 

Die Franckeschen Stiftungen initiierten dieses internationale Museumsprojekt im Jahr 2012 und haben dafür mehrere Partner aus Deutschland und Indien ins Boot geholt. Was hat sie bewogen, das Projekt mitzugestalten?

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Der Himmel über Tharangambadi

 

310 Jahre nach der Ankunft der ersten lutherischen Missionare in Indien reiste Jasmin Eppert nach Tranquebar, um dort das Museumsprojekt zu koordinieren. Bis zum Frühjahr 2019 wird sie in der tamilischen Kleinstadt leben und arbeiten. Ihr Alltag ist eine Herausforderung, die sie gerne annimmt.

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Zurück zur alten Pracht

 

In vier Arbeitsphasen wurde das marode Wohnhaus des Missionars Ziegenbalg denkmalgerecht und mit regionalen Baumaterialien restauriert. Bauleiter und Architekt der indischen Denkmalschutzorganisation INTACH (Indian National Trust of Art and Cultural Heritage) standen vor großen Aufgaben.

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Eine Idee nimmt Gestalt an

 

Am 15. Juli 2017 öffnete das Museum seine Türen für die Öffentlichkeit. Jasmin Eppert führt seitdem Besuchergruppen aus Indien und Deutschland durch die Ausstellungsräume.

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Gedruckt in Tranquebar

 

Die Museumsbesucher pilgern heute nach Tharangambadi als Ort des Beginns der Druckkunst in Indien. Der Druckerraum im Ziegenbalg-Hhaus ist der bisher lebendigste interaktive Raum im Museum und löst bei den Besuchern aus nah und fern immer wieder Begeisterung aus.

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Lebendiger Museumsalltag

 

Am Anfang stand ein Gebäude, welches zunächst instand gesetzt werden musste, um es nun mit neuem Leben zu füllen. Jasmin Eppert und ihre Teamkollegin Joice Sharmila geben einen Einblick in die vielseitige Museumsarbeit.

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Die Stadt der singenden Wellen

 

Was ist Tharangambadi, an der Südostküste Indiens heute für ein Ort? Jasmin Eppert und Bewohner der tamilischen Kleinstadt führen durch »Die Stadt der singenden Wellen«.

Der Wiederaufbau des Ziegenbalghauses ist ein Kooperationsprojekt von den Franckeschen Stiftungen, der Tamil Evangelical Lutheran Church, dem Auswertigen Amt, dem Evangelisch-lutherischen Missionswerk in Niedersachsen und dem Evangelisch-Lutherischen Missionswerk Leipzig.

Indisch-deutscher Kunstaustausch

Wir haben erstmals 2019 in Kooperation mit der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt Arbeitsstipendien für Künstlerinnen und Künstler aus Indien und Deutschand organisiert. Ziel ist es, sich während eines Aufenthalts im anderen Land von der Kultur und der Gesellschaft inspirieren zu lassen und die Erfahrungen in neue Kunstwerke fließen zu lassen. Das sind die beeindruckenden Ergebnisse:

Asma Menon steth vor dem Indienschrank der Wunderkammer. Auf einem Tisch neben ihr stellt sie die Objekte für den Deutschlandschrank inTharangambadi vor.

Wir begrüßten 2019 die indische Künstlerin Asma Menon in den Franckeschen Stiftungen. Gemeinsam mit der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt haben wir sie für ein spannendes Kunstprojekt nach Halle eingeladen: Sie fertigt einen Deutschland-Schrank für das Ziegenbalg-Haus in Tharangambadi an. Im 18. Jahrhundert lernten die Missionare die Kultur und den Alltag im damaligen Tranquebar kennen. Ihre (für den europäischen Blick) wissenswerten und kuriosen Entdeckungen schickten sie regelmäßig an das Hallesche Waisenhaus, wovon einiges immer noch im Indien-Schrank der Wunderkammer ausgestellt wird. Davon inspiriert soll nun auch ein Deutschland-Schrank für das Museum für den interkulturellen Dialog im Ziegenbalg-Haus entstehen. Asma Menonhat sich während eines dreimonatigen Aufenthalts mit der deutschen Kultur beschäftigt und ein Konzept für einen Deutschland-Schrank entwickeln.

Der hallische Künstler Stefan Schwarzer reiste im Oktober 2019 nach Tharangambadi. Für sein Kunstprojekt hat er sich intensiv mit dem jahrhundertelangen Austausch zwischen dem damaligen Tranquebar und Halle auseinandergesetzt. Inspiriert von den Halleschen Berichten der Missionare in Indien hat er mit Kindern im Ziegenbalg-Haus 100 Postkarten gestaltet und nach Halle geschickt. Hallenserinnen und Hallenser konnten dafür im Vorfeld ihre Anschrift an den Künstler übermitteln.

Die hallische Künstlerin Christine Bergmann reiste im September 2019 nach Tharangambadi. Mit Kindern im Ziegenbalgmuseum hat sie einen Kunstkurs über Pop-up-Karten durchgeführt. Ihre Reiseeindrücke können in ihren bunten und detailreichen Blogeinträgen nachgelesen werden.