Wie nehmen indische Reisende Europa wahr?

Kultur
Objekte für den »Deutschlandschrank« erreichen das Museum in Tharangambadi

Das Kunstprojekt »Deutschlandschrank« der Franckeschen Stiftungen in Kooperation mit der Kunststiftung Sachsen-Anhalt soll mit den Stilmitteln historischer Wunderkammern den einseitigen europäischen Blick auf Indien zu einer gegenseitigen Wahrnehmung erweitern. Dafür hat die südindische Künstlerin Asma Menon drei Monate in Halle als repräsentatives Zentrum einer mittelgroßen deutschen Stadt gelebt und aus ihren Beobachtungen eine Sammlung zusammentragen, die für sie »typisch deutsch« ist. Als Gegenstück zu dem barocken Indienschrank in der Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen wird sie einen Deutschlandschrank für das Ziegenbalg-Haus in Tharangambadi entwickeln. Dort wird er dauerhaft im Museum für den interkulturellen Dialog ausgestellt und soll anhand ausgewählter Objekte den indischen Museumsbesuchern ein Schaufenster von Deutschland bieten. Die gesammelten Objekte wurden in Halle sorgsam verpackt und per Post auf die Reise geschickt. Nach nur 10 Tagen sind sie sicher in Tharangambadi gelandet und wurden von den Museumsmitarbeiterinnen mit großem Interesse ausgepackt.