Fortsetzung des DFG-Projekts »Selbstzeugnisse«

Wissenschaft
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert um weitere zehn Monate das seit drei Jahren laufende Projekt zur Erschließung und Digitalisierung von Selbstzeugnissen aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen.

Schreibkalender von Heinrich Julius Elers

Das seit April 2018 laufende, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt zur Erschließung und Digitalisierung von ca. 1.550 handschriftlich überlieferten Selbstzeugnissen der Frühen Neuzeit aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen wird für zehn Monate fortgesetzt und auf ca. 400 biographische Dokumente ausgeweitet. Es handelt sich vor allem um posthum verfasste Lebensläufe und Thanatographien, sogenannte »Letzte Stunden«, die Einblicke in Modelle und Praktiken pietistischer Frömmigkeit und Lebensführung sowohl im unmittelbaren Umfeld des Halleschen Waisenhauses als auch im Kontext von dessen Diasporaarbeit in Indien und Nordamerika geben. Die neu zu erschließenden Quellen bieten vielfältige Ansatzpunkte für die Erforschung des halleschen Pietismus in seinen lokalen, überregionalen und globalen Interaktionszusammenhängen sowie für die Erforschung religiöser Praktiken und Gruppenbildungen. Die digitalisierten und erschlossenen Quellen werden im Projektverlauf sukzessive in den Digitalen Sammlungen publiziert.