Engagiert gegen Antisemitismus

Über uns
2021 feiern wir 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, bieten Sonderführungen zum Thema Judentum in Bibliothek und Archiv an und haben den jüdischen Rapper und Aktivisten Ben Salomo zu Gast.

Ben Salomo schaut cool und gewitzt in die Kamera.

2021 ist für die Franckeschen Stiftungen ein Jahr vielfältigen Engagements gegen Antisemitismus: wir sind Mitglied in der Koalition gegen Antisemitismus Halle (Saale), feiern 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und beteiligen uns an den ersten Jüdischen Kulturtagen Sachsen-Anhalt.

Tsurikrufn! Erinnerungen an jüdische Persönlichkeiten in Deutschland

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft selbständiger Kulturinstitute (AsKI) erinnern wir anlässlich des Festjahrs »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« im Portal »Tsurikrufn« an beeindruckende Geschichten von Juden, die mit unserem Haus verbunden sind, namentlich an zwei Persönlichkeiten: Isaak Wetzlar (1685/90–1751) und Ludwig Philippson (1811–1889).

Sonderführungen im Rahmen der ersten Jüdischen Kulturtage Sachsen-Anhalt

21. Oktober 2021 um 18:00Uhr
Themenführung: Jüdisches Traditionserbe in einer protestantischen Kunst- und Naturalienkammer
mit Dr. Claus Veltmann, Kustos der Franckeschen Stiftungen

2. November 2021 um 18:00Uhr
Themenführung: Spuren der ersten protestantischen Judenmission im 18. Jahrhundert in den Beständen der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen
mit Dr. Britta Klosterberg, Leiterin des Studienzentrums August Hermann Francke

Rap-Star Ben Salomo zu Besuch in den Franckeschen Stiftungen

Die Jugendlichen in den Franckeschen Stiftungen bekamen außergewöhnlichen Besuch: Mit seinem klaren Bekenntnis zum Judentum tritt der jüdische Rapper Ben Salomo dem zunehmenden Antisemitismus in Deutschrap und Gesellschaft entschlossen entgegen. Am 21. Oktober sprach er mit den 8. und 9. Klassen der Gemeinschaftsschule August Herrmann Francke über Antisemitismus und Diskriminierung und gab einen Workshop für den Jugendclub TiQ zum Thema »Antisemitismus in der Rap-Szene und in der Gesellschaft«.

Das Angebot knüpfte an die Interessen der Jugendlichen an der Hip Hop-Kultur an. Hier wurde eine Kultur auf antisemitische Vorurteile, Redewendungen und sprachliche Vergleiche hin analysiert. Historische Hintergründe, aktuelle Ereignisse und der Zugang über die Rap-Szene schaffen ein Bewusstsein für Ursachen und Auswirkungen von Antisemitismus und tragen so zur Antisemitismusprävention und Handlungsfähigkeit bei.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und dem Projekt Ilan – Bildungsprogramm zur jüdischen Tradition in Sachsen-Anhalt statt.