Digitales Modellprojekt der Franckeschen Stiftungen wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert

Bildung
Mit Suddenlife Gaming die Stiftungen entdecken

Eine BEsucherin steht auf dem Altan des Historischen Waisenhauses und hörtauf Ihrem Handy im Audioguide Informationen zum Lindenhof an.

Die digitale Arbeit der Franckeschen Stiftungen in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Bildung ist aktuell mit einer Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms »dive in. Programm für digitale Interaktionen« ausgezeichnet worden. Ende November 2020 wurde der Antrag für ein innovatives Vermittlungsprojekt, das die digitale und analoge Welt im Museum verbindet, bewilligt.

2021 wird mit Familien, Kindern und Experten eine WebApp entstehen, die die mehrfach ausgezeichnete und viel nachgefragte analoge Vermittlungsarbeit in den Franckeschen Stiftungen mit dem digitalen Raum vernetzt und damit einer größeren Gruppe zugänglich macht. Die Anwendung wird die Strategien des transmedialen Storytellings (Suddenlife Gaming) aufgreifen. Kinder (6-12 Jahre) und Familien werden Teil einer spannenden Geschichte, die sie mitgestalten und in der sie sich miteinander austauschen. Interaktive Spielmechaniken schlagen dabei eine Brücke von den Themen der Ausstellungen und der Geschichte der Franckeschen Stiftungen in die Lebenswelt der NutzerInnen.

Im Mittelpunkt des Projekts steht das Kinderkreativzentrum Krokoseum. Als Dritter Ort im Museumsbereich der Franckeschen Stiftungen bietet es Raum für den Austausch, für respektvolle Kommunikation und Demokratiebildung. Diese Themen sollen jetzt auch im digitalen Raum mit den erweiterten (Gestaltungs-)Möglichkeiten und neuen Kommunikationsformen ausgehandelt werden. Zukünftig können Kinder und Familien bereits von zuhause oder in Vorbereitung auf einen Besuch in Halle die Franckeschen Stiftungen und Themen des Museums in ihrem Alltag spielend entdecken.

Bereits im Januar 2021 sind Familien und Kinder eingeladen, in kreativen Workshops gemeinsam Themen zu erarbeiten, die aus der Geschichte der Franckeschen Stiftungen schöpfen und an die Lebenswelt der NutzerInnen anknüpfen. Interessierte Familien, die sich an der Entwicklung des digitalen Zugangs zu den analogen Angeboten beteiligen wollen, können sich im Krokoseum dafür anmelden (0345 2127 475 oder krokoseum@francke-halle.de).

INFORMATION ZU DEN DIGITALANGEBOTEN

Auf digital.francke-halle.de bietet das Studienzentrum August Hermann Francke – Archiv und Bibliothek ein umfangreiches Serviceportal für WissenschaftlerInnen, den wissenschaftlichen Nachwuchs und interessierte Laien. In drittmittelgeförderten Digitalisierungsprojekten konnten bereits umfangreiche Sammlungsbestände in fünf Bereichen online zur Verfügung gestellt werden, darunter das Francke-Portal mit Materialien zum Stiftungsgründer August Hermann Francke, die Halleschen Berichte, Handschriften / Autographen und Historische Bücherverzeichnisse. Zuletzt wurde aus aktuellem Anlass der Jahresausstellung »Im Steinbruch der Zeit« die Kartensammlung des Geologen Christian Keferstein hier zugänglich gemacht.

Der Bereich Ausstellungen veröffentlicht in Zeiten der Museumsschließung regelmäßig Filme zu einzelnen Objekten der Kunst- und Naturalienkammer und bietet auch einen Rundgang online durch die Themen der aktuellen Ausstellungen mit vielen Abbildungen und Filmen an. Das geplante Vermittlungsprojekt im Rahmen von Dive in schließt an diese Präsentationen an.

Im Bildungsbereich hat das Kinderkreativzentrum Krokoseum im Herbst 2020 die ersten Veranstaltungen erfolgreich online durchgeführt. Montags können sich Kinder zum Angebot der Lesefee dazuschalten und damit auch in einer Quarantäne von zuhause aus ihr Angebot wahrnehmen. Auch die Sternengucker Astrolinos bieten zu ihren Terminen im Krokoseum ein digitales Angebot an. Nach einer Anmeldung beim Krokoseum verschicken die KollegInnen gerne die Zugangsdaten.