Blog zur Ausstellung »Einladung in das 18. Jahrhundert«

Bücherwelten digital erleben

Die Biographie eines Buches

19. Januar 2022


Buchstäblich im Mittelpunkt des dritten Raumes unserer Ausstellung steht ein kleines Gebetbüchlein mit dem Titel »Christliches Lehr-, Beicht- und Bät-Büchlein, vor Gottselige Communicanten«.
Wir beleuchten die Biographie dieses Büchleins, von seiner Entstehung im Jahre 1716 bis zu seiner Digitalisierung in der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt 2020.

Sie wollen mehr darüber erfahren?
Kommen Sie vorbei – wir freuen uns auf Ihren Besuch im Waisenhaus!

Oder hören Sie, was das Buch über sich und seine Geschichte erzählt in unserer virtuellen Ausstellung auf:
www.francke-halle.de/de/ausstellungen-online/buecherwelten!

 

 

 

 

 

Predigtsammlungen

10. Januar 2022


Was bedeuten die brennenden Herzen auf dem Kupferstich dieses Predigtbandes? Warum zeigen wir in der Ausstellung dieses Buch?

Predigten und Predigtsammlungen wurden im Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses zu Halle  in hohen Auflagen gedruckt und verbreitet. Von den Drucken aus der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen, die im Rahmen des VD18-Projekts digitalisiert worden sind, liegt deshalb der Anteil der Predigten und Predigtsammlungen bei 8,3% der im Rahmen des Projekts digitalisierten 1.700 Drucke.

 

Freylinghausen, Johann Anastasius:

Predigten über die Sonn- und Fest-Tages-Episteln.

Halle: Waisenhaus, 1707       

Halle, Bibliothek der Franckeschen Stiftungen: 8 D 10

Halle, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, VD18 11311401

 

Digital in diesem Buch blättern können Sie unter:

https://bit.ly/3r2sFHo

 

 

 

 

Ein Blick in die Ausstellung

23. Dezember 2021


Der zweite Raum unserer Ausstellung Einladung ins 18. Jahrhundert. Bücherwelten digital erleben steht unter dem Motto »Wie kommt das Buch aus dem Regal ins Netz?«.

Die einzelnen Arbeitsschritte in dem VD18-Projekt an der Universitäts- und Landesbibliothek werden in Form einer Powerpoint-Präsentation mit aussagekräftigen Bildern erklärt und vorgestellt. Dadurch wird den Menschen bei ihrer Arbeit gleichsam über die Schulter geschaut und sichtbar gemacht, wie Metadaten und Digitalisate erzeugt und weltweit verfügbar gemacht werden.

Die Vitrine im Bild beschäftigt sich wiederum mit einem Aspekt der Katalogisierung: der Identifizierung unterschiedlicher Druckvarianten.

Sie wollen mehr darüber erfahren? Besuchen Sie unsere virtuelle Ausstellung oder kommen Sie vorbei – wir freuen uns auf Ihren Besuch im Waisenhaus!

 

 

 

Vampirismus

17. Dezember 2021


»Es haben uns schon längst unsere Vor-Eltern vieles von diesen in Gräbern fressenden Todten erzehlt, aber wir haben davor gehalten, es sey uns schimpflich diesen Mährgen und Aesopischen Fabeln, daran sich nur die alten Weiber ergötzen, Glauben zuzustellen.«

Das Tractat von dem Kauen und Schmatzen der Todten in Gräbern [...] ist eine der ersten Schriften über den Vampirismus, aber heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Der Autor, Michael Ranft (1700-1774), war ein mitteldeutscher Diakon und Forscher der Aufklärung. Ganz im Sinne dieser Denkströmung des 18. Jahrhunderts versuchte er in seinem Traktat aus dem Jahr 1734, Berichte von Vampiren abseits von Aberglauben und Übernatürlichem einzuordnen und stattdessen rationale Erklärungsversuche anzubieten.

Das nationale Projekt VD18 trägt dazu bei, dass derart ungewöhnliche Bücher für die Forschung und die interessierte Öffentlichkeit zugänglich sind.

Sie wollen sich dieses Buch einmal im Original ansehen? 

Dann besuchen Sie uns in der Ausstellung oder blättern Sie digital im Buch: 

https://bit.ly/3DVVRnD

 

 

 

Lichtmetaphorik

10. Dezember 2021


Die Lichtmetaphorik hat vor allem im Kontext der europäischen Aufklärung eine wichtige Bedeutung für das 18. Jahrhundert. Die Sonne, die sich vorbei an dunklen Wolken in den Vordergrund schiebt und die Landschaft unter sich in gleißendes Licht taucht, steht für das Licht der Erkenntnis und wurde zum Sinnbild und Namensgeber dieser Epoche (Enlightenment, Siècle des Lumières, Illuminismo usw.). Im christlichen Glauben steht das Sonnenlicht unter anderem für Gott selbst, der den Gläubigen die richtige Richtung weist, ihnen also sinnbildlich den rechten Weg erhellt.

Das Verständnis von Licht im Jahrhundert der Aufklärung kann auch auf das 21. Jahrhundert übertragen werden. Es steht hier für die neuen Technologien, die uns völlig neue Wege für den Erkenntnisgewinn ebnen. Aus diesem Grund wurde dieses Motiv zum Sinnbild dieser Ausstellung.

 

 

 

Einladung ins 18. Jahrhundert

6. Dezember 2021


Die Franckeschen Stiftungen und die Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (ULB) laden zu einer Ausstellung in das Historische Waisenhaus ein, in der Bücher aus dem 18. Jahrhundert analog und digital im Mittelpunkt stehen. Den Anlass für diese Ausstellung bildet das nationale, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts, kurz VD 18. Es zielt darauf, das gedruckte kulturelle Erbe des 18. Jahrhunderts für die Forschung digital verfügbar zu machen.

Die Ausstellung erklärt das Projekt, visualisiert den Workflow von der Katalogisierung über die Digitalisierung bis zur Präsentation im WWW, erzählt beispielhaft die Biographie eines Gebetbuchs von seiner Entstehung im 18. Jahrhundert bis zu seiner digitalen Veröffentlichung und zeigt ausgewählte Drucke dieser Zeit aus den Beständen der drei hallischen Bibliotheken – ein Bücherfest zum 18. Jahrhundert.

Sie wollen mehr darüber erfahren? Besuchen Sie unsere virtuelle Ausstellung oder kommen Sie vorbei – wir freuen uns auf Ihren Besuch im Waisenhaus!