Mission Ziegenbalg

Christine Bergmann und Stefan Schwarzer auf Spurensuche in Tharangambadi
Ausstellung

Vor der Corona-Pandemie, als das Reisen in ferne Länder alltäglich und als positive Errungenschaft der Globalisierung möglich war, arbeiteten die Künstler Christine Bergmann und Stefan Schwarzer in der »Stadt der singenden Wellen« Tharangambadi an der Ostküste Indiens. Zum ersten Mal vergab die Kunststiftung Sachsen-Anhalt in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen und dem Ziegenbalghaus Tharangambadi ein Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt in der Stadt, in der vor 300 Jahren Bartholomäus Ziegenbalg, ein Student August Hermann Franckes, Schulen für Jungen und Mädchen gründete. Ziegenbalg erforschte die tamilische Kultur, hielt seine Erkenntnisse in Berichten fest und überlieferte zahlreiche Objekte. Sein Wohnhaus ist heute ein Museum für den transkulturellen Dialog zwischen Indien und Europa. Auf den Spuren Ziegenbalgs konnten die Stipendiaten verschiedene Aspekte indischer Kultur und Gesellschaft kennenlernen, sich inspirieren lassen und künstlerisch arbeiten. Sie wandelten im Rausch der Gerüche und Geräusche, erlebten abenteuerliche Rikschafahrten und sakrale Bräuche, die auf modernen Kapitalismus treffen. Sie genossen Kulturerlebnisse zwischen Tempel und Krempel und die unendliche Fülle an textiler und gebauter Ornamentik.

Die entstandenen Malereien von Christine Bergmann und die Zeichnungen von Stefan Schwarzerladen die Besucher in Zeiten der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ein, sich mit auf die Reise zu begeben und in die Ferne zu schweifen. Im Rahmen des Besuchs können auch der Indienschrank, die Kunst- und Naturalienkammer sowie das Francke- und das Pietismuskabinett angeschaut werden! Wir wünschen Ihnen viele inspirierende Stunden in den Franckeschen Stiftungen, Halles Tor zur Welt seit 300 Jahren.

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