Bildungsräume

Schulneubauten in den Franckeschen Stiftungen von 1890 bis 1930
Ausstellung

Eine historische Bauzeichnung aus der Moderne zeigt einen Bauplan der Lateinischen Hauptschule.

Deutschlandweit stammen viele unserer Schulgebäude aus der Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Tatsächlich entwickelten sich Schulgebäude in der Architektur erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als eigene Gattung. Sie waren nicht nur wegen des anhaltenden Bevölkerungswachstums von Nöten, sie erfüllten auch Repräsentationszwecke und erfuhren dadurch eine künstlerische Aufwertung. Zusätzlich wirkten neue pädagogische und hygienische Bestrebungen auf die Entstehung neuer Schulbauten ein. In Halle sorgte die wirtschaftliche Stabilität bis zum Ersten Weltkrieg für eine wahre Blüte der Schulneubauten. Allein in den Franckeschen Stiftungen entstanden in dieser Zeit drei Schulen: die Höhere Mädchenschule, die Lateinische Hauptschule und die Oberrealschule. Die Kabinettausstellung stellt diese drei Schulneubauten der Kaiserzeit in den Mittelpunkt, erläutert bautechnische Herausforderungen und die speziellen architektonischen Anforderungen an die einzelnen Schulräume.