Ansprechpartner/-in

Petra Klausnitzer, Silke ViehmannInformationszentrum im Francke-Wohnhaus Petra Klausnitzer, Silke Viehmann (Informationszentrum im Francke-Wohnhaus) Petra Klausnitzer, Silke ViehmannInformationszentrum im Francke-Wohnhaus Tel.+49 345 2127450

Daten

Termin: Alle Führungen sind ganzjährig während der Öffnungszeiten buchbar, abhängig von der Verfügbarkeit unserer Herumführer.
Unsere Führungen können in englischer, französischer und russischer sowie in Gebärdensprache durchgeführt werden.

alle Daten zur Veranstaltung

Beschreibung

Neben den öffentlichen Führungen bieten wir eine Reihe von Themenführungen zu besonderen Schwerpunkten an.
Treffpunkt für alle Führungen ist das Informationszentrum der Franckeschen Stiftungen im Francke-Wohnhaus.

Die Franckeschen Stiftungen

Weltwissen um 1700

Wunderkammer_Thomas Meincke_2013_klein  Highlight-Führung durch Wunderkammer und Bibliothek
Den Wissenskosmos des Barock erleben: Sie besuchen neben der Historischen Bibliothek von 1728, deren beeindruckendes Kulissenmagazin Bücherschätze des 16. bis 19. Jahrhunderts im ältesten erhaltenen profanen Bibliotheksbau Deutschlands birgt, die Kunst- und Naturalienkammer im Historischen Waisenhaus. Sie gilt als der älteste deutsche Museumsraum und zählt zu den am besten erhaltenen Wunderkammern in Europa. Zu Unterrichtszwecken angelegt, ist sie heute wieder nach dem originalen Museumskonzept des 18. Jahrhunderts an ihrem historischen Platz in der Mansarde des Waisenhauses aufgestellt. Die 18 Sammlungsschränke mit über 3.000 Naturalien, Kuriositäten und Artefakten aus aller Welt vermitteln einen einzigartigen Eindruck eines frühneuzeitlichen Mikrokosmos.

In Franckes Fußstapfen

Francke-Denkmal  Ein besonderer Stadtrundgang durch Halle
Ausgehend von August Hermann Franckes bedeutendster Wirkungsstätte lädt die Führung zu einem Spaziergang auf den Spuren des Stifters durch den historischen Stadtkern Halles ein. Der Weg führt vorbei an der Georgenkirche zur Ulrichskirche in der Innenstadt, in die er 1715 als Pfarrer berufen wurde. Als der pietistische Reformator 1727 starb, wurde er wie seine Familie auf dem Stadtgottesacker beigesetzt, dem nördlichsten Campo Santo Europas, erbaut im Stil der Renaissance.

Schulen machen Geschichte

Museumsnacht 2009_Illumination Waisenhaus  Führung zur Geschichte der Pädagogik in den Franckeschen Stiftungen
Etwa 2.000 Kinder besuchten im frühen 18. Jahrhundert das mehrgliedrige Schulsystem des Halleschen Waisenhauses, das durch weitreichende Neuerungen europäische Pädagogikgeschichte schrieb. Die Führung erläutert das pädagogische Konzept des Halleschen Pietismus im 18. Jahrhundert und streift die Entwicklung der Schullandschaft in den Stiftungen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Luther 2017

Luthers Erbe und Franckes Werk

Luther-Relief Wunderkammer  Lutherrelief in der WunderkammerFoto: Klaus E. Göltz Sonderführung zur Lutherdekade 2017
Ein Rundgang durch das barocke Gebäudeensemble der Franckeschen Stiftungen lässt die reformatorischen Forderungen Martin Luthers in ihrer Weiterentwicklung durch den Halleschen Pietismus und der Ausstrahlung in die Gegenwart entdecken. 4000 Menschen leben, lernen und arbeiten heute in der 1698 gegründeten Schulstadt August Hermann Franckes. Die Wiege der Anstaltsdiakonie steht in den Franckeschen Stiftungen und hier fand auch die erste nachhaltige lutherische Mission ihren Ausgangspunkt. Beim Rundgang durch die Ausstellung spürt die Führung in den wertvollen kulturhistorischen Sammlungen wie der Kunst- und Naturalienkammer sowie der Kulissenbibliothek das reformatorische Erbe auf. Neuerungen im Bildungswesen, die Institutionalisierung der Sozialfürsoge und die Gründung der erste Bibelanstalt der Welt im Jahr 1710 am Halleschen Waisenhaus lassen die Franckeschen Stiftungen heute als eine lebendigen Ort der Vollendung der Reformation Martin Luthers erleben.

Auf den Spuren der Bibel

Orthodoxe Hauskirche  Führung mit Andacht in der Kapelle St. Georg
In den Franckeschen Stiftungen gibt es eine Reihe von Orten und Exponaten, die sich auf das alte Menschheitsbuch, die Bibel, beziehen. Die Führung erschließt diese verborgenen „Schatzorte“ und führt auch in die Kapelle St. Georg und die Orthodoxe Hauskirche zum Heiligen Kreuz. Die Räume versinnbildlichen die Vielfalt der Kulturen der Ost- und Westchristenheit in Europa, erinnern an ihre Auseinandersetzungen und führen sie gleichwohl auf engstem Raum zusammen. Diese Führung kann mit einer Andacht in der Kapelle St. Georg verbunden werden.

Weltweite Beziehungen der Franckeschen Stiftungen

Halle und Russland

Führung zur Geschichte der hallesch-russischen Beziehungen
Seit Gründung der Franckeschen Stiftungen im Jahr 1698 bemühte sich August Hermann Francke um die Knüpfung eines engmaschigen pietistischen Netzwerks. Das sich durch die Reformen von Zar Peter dem Großen nach Westen öffnende Russland weckte das besondere Interesse Franckes, welches sich in vielfältigen Aktivitäten niederschlug und heute in einem regen kulturellen und wissenschaftlichen Austausch lebendig ist.

Halle und Nordamerika

Führung zur Gründung der lutherischen Kirche in Nordamerika
Nach ihrer Vertreibung aus dem Salzburger Land kamen 1733 Salzburger Protestanten in die neu gegründete Kolonie Georgia. Sie wurden von den Franckeschen Stiftungen mit Pastoren versorgt, die Halle verbunden blieben. Die deutschen Lutheraner in Pennsylvania wandten sich 1734 an Friedrich Michael Ziegenhagen (1694–1776) in London und baten um ausgebildete Pastoren. Gotthilf August Francke entsendete 1742 seinen Schüler Heinrich Melchior Mühlenberg (1711–1787), der vor Ort eine landesweite Kirchenorganisation schuf und heute als Patriarch der lutherischen Kirche Nordamerikas gilt.

Halle und Indien

Führung zur Geschichte der Dänisch-Halleschen Mission
Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719) und Heinrich Plütschau (1677–1752), zwei Schüler August Hermann Franckes, landeten als erste Missionare der Dänisch-Halleschen Mission im Auftrag des dänischen Königs Friedrich IV. am 9. Juli 1706 im südindischen Tranquebar. Über 150 Jahre wurde die Dänisch-Hallesche Mission maßgeblich von Halle aus unterstützt. Mit ihren wissenschaftlichen Beobachtungen und landeskundlichen Informationen, die in Halle veröffentlicht wurden, schlugen die Missionare eine kulturelle Brücke zwischen Europa und Asien.

Zurück zum Informationszentrum

Übersicht aller musealen Einrichtungen

Daten zur Veranstaltung

Einrichtung: Informationszentrum der Franckeschen Stiftungen | zur Einrichtung
Termin: Alle Führungen sind ganzjährig während der Öffnungszeiten buchbar, abhängig von der Verfügbarkeit unserer Herumführer.
Unsere Führungen können in englischer, französischer und russischer sowie in Gebärdensprache durchgeführt werden.
Ort: Haus 28 - Informationszentrum und Museumskasse (Franckeplatz 1, Haus 28, 06110 Halle (Saale)) | im interaktiven Lageplan anzeigen
Art der Veranstaltung: Führung

 auf die Merkliste