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Presseportal

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Dr. Kerstin HeldtLeiterin Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit Dr. Kerstin Heldt (Leiterin Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit) Dr. Kerstin HeldtLeiterin Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.+49 345 2127 405Fax+49 345 2127 418 Friederike LippoldKultur- und Öffentlichkeitsarbeit; Koordination von Kooperationsprojekten mit Mittel-/Osteuropa und Russland Friederike Lippold (Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit; Koordination von Kooperationsprojekten mit Mittel-/Osteuropa und Russland) Friederike LippoldKultur- und Öffentlichkeitsarbeit; Koordination von Kooperationsprojekten mit Mittel-/Osteuropa und Russland Tel.+49 345 2127 431Fax+49 345 2127 418

Foto- und Drehgenehmigungen

Für alle Dreharbeiten und Fotoaufnahmen in den Franckeschen Stiftungen, einschließlich Außenaufnahmen auf dem Gelände, benötigen Sie eine Genehmigung. Diese können Sie rechts herunterladen und uns ausgefüllt zuschicken. Bitten setzen Sie sich vor Beginn Ihrer Arbeit rechtzeitig mit uns in Verbindung, damit wir einen reibungslosen Ablauf gewährleisten können.

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Pressematerial

Du bist frei. Reformation für Jugendliche

Du bist frei. Angebot 

Reformation für Jugendliche! Der schwierigsten Zielgruppe für Museen widmen sich die Franckeschen Stiftungen, wenn sie sich dem Thema Reformation nicht historisch, sondern gegenwartsbezogen stellen. Damit stehen sie in der Bildungstradition ihres Gründers August Hermann Francke. Unter dem Titel „Du bist frei“ werden Themen, die die Reformation Martin Luthers entfachten und zu einem gesellschaftlichen Ereignis werden ließen, von den Jugendlichen auf die Relevanz in der Gegenwart hin untersucht. Analoge Impulse und modernste Technik fordern sie zur Interaktion, historische Quellen und Ausschnitte aus der Kultur unserer Zeit regen zum Nachdenken an. Nicht die Ausstellungsobjekte, sondern die jugendlichen Besucherinnen und Besucher stehen hier im Mittelpunkt, die im fachkundig begleiteten Rundgang die Spuren der Reformation in ihrem Leben erkunden werden.

Ein Ausstellungsrundgang
Video: GroenlandBasel, Architektur und Ausstellungen

Pressemitteilung als Download(PDF, 69 kB)

Eröffnung des restaurierten Ziegenbalg-Hauses in Tranquebar

Eröffnungsfeier: 15. Juli 2017 | 10.00 Uhr | Tranquebar, Tamil Nadu, Südindien

Jasmin Eppert, Projektleiterin,
Achim Fabig, Generalkonsulat Chennai,
Vertreter der Tamil Evangelical Lutheran Church (TELC) und
der indischen Denkmalschutzorganisation Indian National Trust of Art and Cultural Heritage (INTACH)
feiern gemeinsam Meilenstein beim Aufbau eines Museums zum interkulturellen Dialog zwischen Indien und Europa

Ziegenbalg-Haus renoviert  Ein Jahr nach dem offiziellen Projektstart ist ein großer Schritt in Richtung Ziegenbalg-Museum in Tranquebar (Südindien) getan. Das von den Franckeschen Stiftungen initiierte Projekt zur Errichtung eines Museums zur Geschichte des interkulturellen Dialogs zwischen Indien und Europa feiert am 15. Juli 2017 die Eröffnung des restaurierten Gebäudes, welches vor 300 Jahren als Wohnhaus des Francke-Schülers und halleschen Missionars Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719) diente. Die Franckeschen Stiftungen betreiben dieses internationale Museumsprojekt seit 2012 und haben dafür mehrere Partner aus Deutschland und Indien ins Boot geholt. In vier Arbeitsphasen wurden die Restaurierungsmaßnahmen denkmalgerecht und mit regionalen Baumaterialien von der indischenDenkmalschutzorganisation INTACH, Indian National Trust of Art and Cultural Heritage, umgesetzt. Die finanziellen Mittel für die Baumaßnahmen konnten dank der Zuwendung von 50.000 Euro vom Auswärtigen Amt und der Unterstützung durch die Vereinigte Ev.-Luth. Kirche in Deutschland gedeckt werden.
Mit der feierlichen Einweihung unter Beteiligung von Jasmin Eppert, Projektleiterin, Achim Fabig vom Generalkonsulat in Chennai, sowie Vertretern der Tamilisch Lutherischen Kirche (TELC), INTACH und der regionalen Politik wird das Gebäude nun für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Basisausstellung haben die Franckeschen Stiftungen zur Verfügung gestellt. Den BesucherInnen werden hier auf Schautafeln erste Einblicke in Geschichte der Dänisch-Halleschen Mission und der Druckkunst in Indien geboten, die erst durch die halleschen Missionare in Indien Verbreitung fand. Zu den wertvollsten Ausstellungsstücken zählt eine original erhaltene Druckerpresse aus dem Jahr 1834. Aber auch historische Abbildungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen und des Leipziger Missionswerkes werden präsentiert. Das Museum soll im weiteren Projektverlauf zu einem deutsch-indischen Studienzentrum ausgebaut werden.

Das Projekt zum Aufbau des ehemaligen Ziegenbalg-Wohnhauses wird gefördert durch das Auswärtige Amt, das Deutsche Generalkonsulat in Chennai, das Ev.-Luth. Missionswerk in Niedersachsen, das Ev.-Luth. Missionswerk Leipzig und die Franckeschen Stiftungen.

Weitere Informationen zum Museumsprojekt.

Pressemitteilung(PDF, 132 kB)

SINOPALE 6: „TRANSPOSITION“

Die Hallesche Wunderkammer strahlt aus in die Welt!

Laufzeit: 1. August bis 17. September 2017 in Sinop (Türkei)

Eröffnung der Ausstellung: 19. August 2017
Finissage-Wochenende 16./17. September 2017

Die Sinopale, die Internationale Biennale für Zeitgenössische Kunst in Sinop am Schwarzen Meer, wird in diesem Sommer stattfinden. Aufgrund der politischen Lage war sie im Sommer 2016 kurzfristig verschoben worden. 39 Künstlerinnen und Künstler aus 12 Ländern werden in dem von T. Melih Görgün (TUR), Nike Bätzner (DEU) und Jonatan Habib Engqvist (SWE) kuratierten Kunstevents vom 1. August bis 17. September 2017 in Sinop vertreten sein.

Als Leitbild der Sinopale 6 fungiert die transdisziplinär aufgestellte und global vernetzte Wunderkammer. Dieses Ideengebäude ist in der Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen in Halle prominent präsent. Mit über 3000 Objekten aus allen Teilen der Welt und allen Wissensgebieten des 18. Jahrhunderts steht sie für eine ganzheitliche Weltsicht und kontrastiert unsere heutige differenzierte Wahrnehmung. Künstlerinnen und Künstler aus der Region Halle und aus internationalen Kontexten haben sich mit dem exemplarischen Konzept der Kunst- und Naturalienkammer im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen auseinandergesetzt. Im Rahmen der in Zusammenarbeit mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle entwickelten Ausstellung „Assoziationsraum Wunderkammer“ wurden ihre Arbeiten im Sommer 2015 hier präsentiert. Mit der Sinopale tragen sie nun ihre Erkenntnisse und Werke hinaus in die Welt.

Transposition ist das Motto der Sinopale 6. Der Begriff impliziert den Tausch, den Wechsel, die Übertragung ebenso wie die Verschlüsselung. Transposition erlaubt das Spiel mit dem Zwischenraum, eröffnet einen Denk- und Handlungsraum sowie ein Feld der Imagination. So entsteht ein Assoziationsraum, der den Eigensinn der Dinge und Bilder, der Behauptungen ebenso wie Aktionsfelder von Individuen zulässt. Im Sinne der universalen Ausrichtung der Wunderkammersammlungen sowie einer multimedial und transnational vernetzten künstlerischen Produktion werden die 2015 in Halle vertretenen Künstlerinnen und Künstler in Sinop ihre Werke in Kollaboration mit aktuell hinzukommenden Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Regionen der Welt sowie gemeinsam mit lokalen Akteuren entwickeln.

Die Sinopale 6 eröffnet ein dialogisches Feld zur Geschichte der Artefakte sowie zum konkreten lokalen und ins Transkulturelle übertragbaren und befragbaren Gedächtnis – um einen assoziativen Raum voller Querverbindungen zu schaffen. Folgerichtig wird die Sinopale 6 in die rohen Gebäude einer ehemaligen Glas- wie einer Eisfabrik einziehen. Sie wird ihr Büro und den zentralen Versammlungsort in der Markthalle zwischen Gemüsestand, Metzger und Fahrradladen aufschlagen. Im Archäologischen wie im Ethnographischen Museum werden Interventionen realisiert. Exponate nisten sich zwischen den Büchern der Rıza Nur Bibliothek, einer der größten kommunalen Bibliotheken der Türkei, ein. Die Sinopale nutzt außerdem eine durch die Architektenkammer restaurierte osmanische Stadtvilla und schwärmt in den städtischen Raum aus.

TEILNEHMENDE KÜNSTLER_INNEN DER SINOPALE 6

Anne Baumann (DEU), Sophie Baumgaertner (DEU), Alvaro Cam-po (SWE), Bernhard Cella (AUT), Aylin Çakıner (TUR), Philippe van Eetvelt (TUR/CAN), Cevdet Erek (TUR), Ayşe Erkmen (TUR/DEU), Mürteza Fidan (TUR), Wilhelm Frederking (DEU), Ulrike Grossarth (DEU), Frank Hagen (AUT), İpek Hamzaoğlu (TUR/AUT), Murat Haschu (RUS), Kristina Heinrichs (DEU), Susanne Hopmann (DEU), Nil İlkbaşaran-Güngör Erdem (TUR/NL), Christian Jankowski (DEU), Volkan Kızıltunç (TUR), Sebastian Körbs (DEU), Maria Lantz (SWE), leavinghomefunktion: Anne Knoedler, Johannes Foetsch, Elisabeth Oertel, Effy Zeniou, Kaupo Holmberg, Burçak Konukman (DEU/CYP/EST/TR), Ulrike Mohr (DEU), Nina Viktoria Naussed (DEU), Emre Okuçer (TR), Raluca Popa (ROU), Julian Rosefeldt (DEU), Bella Rune (SWE), Ginan Seidl & Yalda Afsah (DEU), Roland Stratmann (DEU), Esther Suarez Ruiz (COL), Youssef Tabti (FRA/DEU), Maria Sezer (TR/NL) sowie regionale Initiativen.

KURATOREN

T. Melih Görgün (TUR), Nike Bätzner (DEU), Jonatan Habib Engqvist (SWE)

AUSSTELLUNGS- UND AKTIONSORTE

Ehemalige Eisfabrik am Hafen, Sinop Hal Buluşma Merkezi (ehemalige Markthalle), Dr. Rıza Nur Bibliothek, Architektenkammer, Archäologisches Museum, Ethnographisches Museum, ehemalige Glasfabrik, öffentlicher Raum von Sinop und Gerze.

VERMITTLUNGSPROGRAMM

Die Sinopale 6 wird begleitet von einem umfangreichen Programm mit Workshops, Diskussionsrunden, Performances, Film- und Musikvorführungen und Festen. Hierbei werden die Künstler und Künstlerinnen mit lokalen und internationalen Akteuren zusammenarbeiten sowie mit der Bevölkerung von Sinop. Durch die gezielte Involvierung der Bewohner von Sinop und die im Sommer in der Ferienregion zahlreichen Touristen, die Kulturreisenden und insbesondere Kinder und Jugendliche entstehen vielfältige Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch, zur Entwicklung konkreter Arbeiten und jeweils eigener kreativer Potentiale.

Zu früheren Sinopale Events siehe: http://sinopale.org

Ich bin so frei? Jugendliche im Mittelpunkt der Wissenschaftsnacht in den Franckeschen Stiftungen

Jugendliche gelten als Seismografen der Gesellschaft. Die Forschung verfolgt ihre Einstellungen und Verhaltensweisen daher mit großem Interesse. Am Deutschen Jugendinstitut e.V., einem der größten sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitute Europas, arbeitet der Soziologe Frank Tillmann in der Niederlassung Halle im Forschungsschwerpunkt Übergänge im Jugendalter. In zwei kurzen Vorträgen wird er zur Nacht der Wissenschaften(PDF, 69 kB) aktuelle Ergebnisse der Jugendforschung vorstellen. Welche Ängste und Probleme beschäftigen Jugendliche, welchen Werten haften sie an und wie wird ihr Aufwachsen von der veränderten Medienwelt geprägt?

Wie eine Ausstellung für Jugendliche entsteht, stellt Dr. Claus Veltmann, Kustos des Historischen Waisenhauses, zur Wissenschaftsnacht in zwei Führungen vor. 80 kulturhistorische Ausstellungen zum Reformationsjubiläum zeigen, dass Erwachsene und Kinder als Zielgruppe für Museen funktionieren. Jugendliche sind eine schwierige Zielgruppe, da sie sich in einer intensiven Phase der Selbstfindung befinden und deshalb auch nicht an Themen, die nicht in einem expliziten Zusammenhang dazu stehen, interessiert sind. Beim Rundgang durch die Ausstellung, die die Reformation nicht als ein „entfremdetes“ historisches Ereignis darstellt, sondern sich an der Lebenswelt der Jugendlichen und den unerkannten Verbindungen zur Reformation orientiert, gibt er einen Einblick in die Arbeit des Vorbereitungsteams.

WEITERE HÖHEPUNKTE ZUR WISSENSCHAFTSNACHT:
Ausstellungen:
17.00–22.00 Uhr | Du bist frei! Reformation für Jugendliche
Historisches Waisenhaus
17.00–22.00 Uhr | Kulissenbibliothek und Kabinettausstellung »Alte Bibeln in 100 Sprachen und 350 Jahre Armenischer Bibeldruck«
Historische Bibliothek

Führungen
18.00 Uhr und 20.00 Uhr | Du bist frei? Reformation für Jugendli-che? Kuratorenführung zum Konzept der Jahresausstellung mit
Dr. Claus Veltmann | Historisches Waisenhaus

Vortrag
19.00 und 21.00 Uhr
Ich bin so frei? Heutige Lebenswelten Jugendlicher – zwischen innerer Zuversicht und äußeren Anforderungen
Frank Tillmann, Deutsches Jugendinstitut (DJI)
Historisches Waisenhaus

Highlight
22.00–23.30 Uhr | Science Slam im Freylinghausen-Saal

Auf dem Franckeplatz
Gastronomie und Musik | 18.00–22.00 Uhr | Jazz-Buffet mit Freiding Trio

Die erste Zeitung für Halle: 14 SchülerInnen nehmen zur Sommerakademie im Nachwuchsforum Geschichte Franckes »Hällische Zeitungen« unter die Lupe

Sommerakademie im Nachwuchsforum Geschichte vom 26.-30. Juni 2017

Bild_hallische zeitungen  Die erste hallische Zeitung, sogar die erste Zeitung in Brandenburg-Preußen, erschien für die Woche vom 25. bis 29. Juni 1708 unter dem Titel »Hällische Zeitungen«. Initiator war August Hermann Francke, der eigens dafür ein Privileg des Königs Friedrich I. in Preußen erhalten hatte. Exakt 309 Jahre später treffen sich 14 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5-11 aus Halle, dem Saalekreis, aus Naumburg, Dessau-Roßlau und Wolfen zur Sommerakademie im Nachwuchsforum Geschichte der Franckeschen Stiftungen. Sie wollen die Hällischen Zeitungen genau unter die Lupe nehmen.

Die Studienwoche ist prall gefüllt, zwischen der Einführung in das Thema und der Ergebnispräsentation liegen fünf Tage intensiver und spannender Forschungsarbeit. Historiker, Archivare und Bibliothekare stehen den Jungen und Mädchen zur Seite. Sie führen in ihre Arbeit ein und unterstützen bei der Recherche. In kleinen Gruppen arbeiten die Schülerinnen und Schüler dann begleitet von Tutoren und Pädagogen an den selbst ausgewählten Themen und bereiten die Präsentation der Ergebnisse vor.

Die Teilnehmenden erhalten bei ihrer Arbeit wichtige Einblicke in das Medium Zeitung. Sie setzen sich mit Gestalt, Funktion und Inhalt einer Zeitung vor knapp 300 Jahren auseinander und recher-chieren zu den Bedingungen, unter denen Nachrichten einst generiert wurden: Woher hatte Francke die Informationen, was genau wurde abgedruckt und wie funktionierte eine Zeitung im 18. Jahrhundert? Welches Ziel verfolgte Francke mit der Gründung der Zeitung und wie fand das Blatt seine Leser?

Am Freitag, dem 30. Juni 2017 um 13.30 Uhr werden die Projektergebnisse den Familien und Freunden im Englischen Saal (Haus 26) vorgestellt.

Aus den Tiefen des Mittelalters ab in die Neuzeit!

Historisches Lindenblütenfest der Franckeschen Stiftungen

Gott will, daß wir fröhlich seien, und haßt die Traurigkeit (Martin Luther)

Das Lindenblütenfest am 17. und 18. Juni 2017 verwandelt die Franckeschen Stiftungen in eine spätmittelalterliche Stadt, in der Luthers 95 Thesen ganz neue Welten eröffnen. Über 80 Mitmachstände für die ganze Familie betreuen Handwerker aus nah und fern, die wertvolle Traditionen der Vergessenheit entreißen, Künstlerinnen und Künstler aus Halle, die alte Künste zu neuem Leben erwecken, das Kinderkunstforum, Studierende der Erziehungswissenschaften, und viele weitere Partner, die zum Staunen, Spielen und Entdecken einladen. Rund um den Historischen Lindenhof werden in fünf Themenbereichen Angst und Jubel, Himmel und Hölle, Sinnesfreuden und Seelennöte zwischen Mittelalter, Früher Neuzeit und Gegenwart auf engstem Raum vereint sein. Kein Fest ohne Musik: Auf der Bühne spielen am Sonnabend und Sonntag Sänger Teufel mit einer kleinen Besetzung der bekannten TANZWUT im Wechsel mit SAVICA, die sich mit Liedern aus vergangenen Zeiten einen Namen gemacht haben. Und natürlich ist dank den Meistern der Improvisationskunst MAX GAUDIO auch August Hermann Francke dabei, in diesem Jahr im angeregten Gespräch mit dem preußischen Adligen und Begründer der ersten Bibelanstalt der Welt Carl Hildebrand von Canstein.

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Pressefotos zum Lindenblütenfest: ©Falk Wenzel

Lindenblütenfest 1(ZIP, 2,8 MB)  Lindenblütenfest 2(ZIP, 3,0 MB)

Das späte Mittelalter – Zeit des Aufbruchs
Töpfer, Bienenkorbflechter, Schmied und Steinmetz geben gleich am Eingang auf das Festgelände ihr Wissen über das Handwerk weiter. Der Markt ist im Alltag des Mittelalters ein großes Ereignis. Händler bieten Räucherwaren und böhmisches Glas an, Tiere werden ausgestellt und wechseln die Besitzer, Schausteller, Jungbrunnen und eine Alchemistenwerkstatt ziehen Groß und Klein in den Bann. Drei Experimente werden preisgegeben und mit der Hilfe der Festbesucher durchgeführt, dazu zählt natürlich die Arbeit mit Gold und für den Alltag die Herstellung von Zahnpulver aus Naturstoffen. Kinder können die Gunst der Stunde für eine handbetriebene Kettenkarussellfahrt nutzen.

Angst und Schrecken
Die finstere Seite des Mittelalters war bevölkert von Teufeln und Dämonen, die sich auch auf unserem Fest unter das Volk mischen. Für Kinder gibt es hier Mutproben zu bestehen, etwa wenn der Teufel mit den drei goldenen Haaren in seine Höhle einlädt. Um genug Mut zu schöpfen, kann die Angst mit Knallteufeln gebannt werden. Es werden Dämonen nach dem Vorbild von Notre Dame in Paris als Popup-Bilder gestaltet und der heute überlieferte Aberglauben am eigenen magischen Denken getestet: Wer traut sich, unter einer Leiter hindurchzugehen?

Sinnesfreuden
Luther hat bekanntlich gerne gegessen und getrunken, wenngleich heute oft andere Köstlichkeiten auf den Tischen stehen. An einer zünftig gedeckten Luthertafel werden die Gäste bedient: es gibt u.a. gegrillte Wachteln und natürlich auch Bier und Wein aus der Region. Aber auch das Wissen um Ernährungsgepflogenheiten der Lutherzeit und altes Kräuterwissen werden hier vermittelt. So war Getreide eines der Hauptnahrungsmittel mit heute zum Teil in Vergessenheit geratenen Getreidesorten. In einem Quiz wird das Getreide bestimmt und natürlich anschließend der eigene Getreidebrei zubereitet und verkostet.

Der schmale und der breite Weg (Himmel und Hölle)
Sich für einen Lebensweg zu entscheiden – den leichten oder schwe-ren, den richtige oder falschen, den breiten oder schmalen Weg – ist schon immer ein Thema gewesen. Auf einer prächtig und witzig gestalteten Kugelbahn führt die Laufbahn entweder in den Himmel oder das Fegefeuer. Augenzwinkernd kann man sich – je nach Endpunkt der Kugel – einen Ablassbrief an Tetzels Ablassbude besorgen oder aber Himmlische Heerscharen (Engelsfiguren) aus Holz, Filz und unterschiedlichen Textilien gestalten. Dem Himmel so nah wie möglich wurden im Mittelalter auch die Kirchen und Kathedralen gebaut. Ihre Kirchenfenster, bebildert mit Geschichten und Figuren aus der Bibel oder auch konstruktiv beeindruckenden Rosetten streben zum Himmel. Die verschlungenen Konstruktionen können auf dem Fest nachgezirkelt oder in Scherenschnitttechnik als Fensterbild gestaltet werden.

Du bist frei
Die Reformation war eine Medienrevolution. Eine große Druckerwerkstatt bietet Schreibimpulse, inspiriert von Luthers Wortgewalt und seinen bilderreichen Zitaten, den Druck mit Lettern und Satz, Illustrationen in Linol- und Holzschnitt, bis hin zum Bucheinband. Das wichtigste Medium zur Verbreitung von Luthers Ideen waren Flugschriften. Auf dem Fest können Groß und Klein ihre eigenen Visionen für unsere Welt als Flugschrift gestalten und dann gemeinsam den Ausstellungsparcours „Du ist frei“ im Historischen Waisenhaus testen.

Lea Augustin (19) entwickelte im FÖJ aus dem barocken Naturselbstdruckverfahren ein Umweltbildungsmodul für den Pflanzgarten der Franckeschen Stiftungen

Mit der Natur drucken(PDF, 158 kB), dieses Verfahren hat Lea Augustin (19) im Pflanzgarten der Franckeschen Stiftungen im Rahmen ihres einjährigen Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) etabliert. Bekannt ist das Verfahren bereits seit dem 13. Jahrhundert, breite Anwendung fand es im 18. Jahrhundert, dem Zeitalter des Sammelns und Systematisierens. Pflanzenteile einzufärben und damit zu drucken hört sich zunächst einfach an. Die verschiedenen historischen Überlieferungen auszuprobieren und die beste Technik mit zeitgenössischen Mitteln zu finden, war ein langer Weg. Für die umweltpädagogische Arbeit hat Lea Augustin viele Materialien getestet und übergibt jetzt ein fertiges Modul zum Naturselbstdruck an die Leiterin des Pflanzgartens, Cornelia Jäger. Zum Lindenblütenfest am 17./18. Juni können große und kleine Gäste den Naturdruck selbst ausprobieren.

Naturselbstdruck_Detail 

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff besucht die einzige Reformationsausstellung in Sachsen-Anhalt für Jugendliche in den Franckeschen Stiftungen

Montag, 22. Mai 2017, 17 – 18 Uhr
Historisches Waisenhaus, Ausstellungsetage

Die einzige Reformationsausstellung für Jugendliche in Sachsen-Anhalt wird der Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff am Montag, dem 22. Mai 2017 um 17 Uhr besuchen. Die Presse ist eingeladen(PDF, 156 kB), den Rundgang zu begleiten. Foto- und Filmaufnahmen (auch mit Jugendlichen) und O-Töne sind möglich.

Reformation für Jugendliche! Der schwierigsten Zielgruppe für Museen widmen sich die Franckeschen Stiftungen in der Ausstellung »Du bist frei«. Hier wird das Thema Reformation nicht historisch erzählt, sondern gegenwartsbezogen aufbereitet. Themen wie die Angst vor der Endzeit, die Medienflut, Werte, Vorbilder aber auch die Musikkultur, die heute als der Zündstoff der Reformation Martin Luthers gelten und sie zu einem gesellschaftlichen Ereignis werden ließen, werden von den jugendlichen Besuchern auf die Relevanz in der Gegenwart hin untersucht. Auf 300qm Ausstellungsfläche im Historischen Waisenhaus fordern analoge Impulse und modernste Technik sie zur Interaktion, historische Quellen und Ausschnitte aus der Kultur unserer Zeit regen zum Nachdenken an. Nicht die Ausstellungsobjekte, sondern die Jugendlichen stehen hier im Mittelpunkt, die im fachkundig begleiteten Rundgang die Spuren der Reformation in ihrem Leben erkunden.

Kabinettausstellung: 350 Jahre Armenischer Bibeldruck

Der Hallesche Pietismus war eine Bibelbewegung, und so waren der Bibeldruck und die Bibelübersetzung ein programmatisches Anliegen August Hermann Franckes (1663-1727). Im Reformationsjubiläum gibt die Bibliothek der Franckeschen Stiftungen in der Kabinettausstellung „Alte Bibeln in 100 Sprachen“ zum zweiten Mal Einblicke in die wertvolle Sammlung der Bibeldrucke aus fünf Jahrhunderten. Ergänzt wird die Schau aus Anlass des 350. Jubiläums des Drucks der ersten armenischen Bibel durch eine Kabinettausstellung mit armenischen Drucken, darunter Leihgaben aus der Stiftung Luthergedenkstätten in Wittenberg, der Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz und der Universitäts- und Landesbibliothek in Halle.

Die Eröffnung(PDF, 474 kB) findet am 6. April 2017 um 18.00 Uhr im Englischen Saal statt.

Großzügige Förderung durch den Bund und das Land Sachsen-Anhalt ermöglicht den Abschluss des Wiederaufbaus der FranckeschenStiftungen

Instandsetzung der Druckerei Haus 52/53 und der beiden historischen Feldscheunen im Bereich der ehemaligen Meierei wird mit insgesamt 12 Mio. Euro vom Bund und dem Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Der Wiederaufbau des historischen Gebäudeensembles der Franckeschen Stiftungen kann nach über 25 Jahren mit der grundhaften Instandsetzung von drei Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert erfolgreich abgeschlossen werden. Die Maßnahme umfasst die Sanierung der ehemaligen Druckerei sowie von zwei Feldscheunen. Nach der Instandsetzung werden darin zusätzliche Projekt-, Büro- und Veranstaltungsräume entstehen, die zahlreichen Einrichtungen auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen zur Verfügung stehen.

Pressemitteilung(PDF, 72 kB)

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