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Vorträge im Indien-Zimmer des Historischen Waisenhauses

Stipendiaten des Liselotte-Kirchner Stipendienprogramms stellen ihre Forschungen zur Geschichte der Franckeschen Stiftungen vor

Dank einer großzügigen Stiftung von Dr. Liselotte Kirchner (Offenbach) sind die Franckeschen Stiftungen in der Lage, Forschungsstipendien zu vergeben. Ziel des Stipendienprogramms ist die Weiterentwicklung der Forschung zur Geschichte der Franckeschen Stiftungen auf der Grundlage ihrer reichhaltigen Quellensammlungen. Das Stipendienprogramm dient der Förderung der wissenschaftlichen Nutzung der in der Bibliothek und im Archiv des Studienzentrums zur Verfügung stehenden Quellenbestände.

Interessierte eingeladen, Einblicke in die die Forschungen der Stipendiaten kennenzulernen.
Die Vorträge finden in geselliger Atmosphäre im Indien-Zimmer des Historischen Waisenhauses statt.

Donnerstag, 27. April 2017, 14.30 Uhr

„Die Sünde, insonderheit die gewesene Schooßsünde plaget mich, ich kämpfe in der Kraft Christi […]“ – Gerüchte, Verfehlungen und heimliche Bekenntnisse in den Korrespondenzen und Tagebüchern hallescher Pastoren in Pennsylvania
Jan-Hendrik Evers (Halle/Göttingen)

Heinrich Melchior Mühlenberg (17111787), der Begründer der lutherischen Kirche in Nordamerika und seine halleschen Amtsbrüder hatten keinen einfachen Stand in ihren deutschen Gemeinden in Pennsylvania, denn viele Gemeindemitglieder standen den Pastoren auf Grund ihrer hohen moralischen Anforderungen und der pietistischen Gesinnung skeptisch bis feindlich gegenüber. Dass die Pastoren jedoch selbst über ihre moralischen Ansprüche stolperten, wird anhand ihrer im Missionsarchiv der Franckeschen Stiftungen aufbewahrten Amtstagebücher und Briefe zu zeigen sein. So sahen sich die Pastoren Johann Peter Brunnholtz (17171757) und Johann Ludwig Voigt (17331800) mit Gerüchten rund um angebliche Liebschaften mit ihren Haushälterinnen konfrontiert, Johann Dietrich Matthias Heinzelmann (17241756) wiederum erkrankte offensichtlich noch vor seiner Eheschließung an der Geschlechtskrankheit Gonorrhoe, während Justus Heinrich Christian Helmuth (17451825) in seinem heimlich geführten Tagebuch gegen die Versuchungen seiner „Schooß,- und Lieblingssünden“ ankämpfte. Der Vortrag fragt unter anderem danach, wie die Pastoren mit Gerüchten umgingen, begangene Sünden deuteten bzw. reflektierten und wie sie über wahrgenommene Verfehlungen ihrer Amtsbrüder an die Vorgesetzten Gotthilf August Francke (16961769) und Friedrich Michael Ziegenhagen (16941776) nach Halle und London berichteten.

Weitere Informationen zum Liselotte-Kirchner Stipendienprogramm der Franckeschen Stiftungen

Daten zur Veranstaltung

Einrichtung: Studienzentrum August Hermann Francke - Archiv und Bibliothek - | zur Einrichtung
  Stabsstelle Forschung | zur Einrichtung
Termin:
Ort: Haus 1 - Historisches Waisenhaus (Franckeplatz 1, Haus 1, 06110 Halle (Saale)) | im interaktiven Lageplan anzeigen
Art der Veranstaltung: Vortrag / Gespräch
Kosten: kostenfrei

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