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Neue Kollektion Handschriften/Autographen in den digitalen Sammlungen

Briefe von Luther und Melanchthon im Archiv der Franckeschen Stiftungen online

Anfang Juli 2016 ist eine neue Kollektion „Handschriften/Autographen“ in den digitalen Sammlungen des Studienzentrums freigeschaltet worden. Im Zeichen des anstehenden Reformationsjubiläums sind ein Brief von Martin Luther (1483-1546) und sieben Briefe von Philipp Melanchthon (1497–1560) digitalisiert, formal und inhaltlich erschlossen sowie transkribiert worden und stehen nun zur Volltextrecherche zur Verfügung. Der Brief Luthers und der Brief Melanchthons an Georg Spalatin werden in der Ausstellung „Wissensspeicher der Reformation“ ab 30.Oktober 2016 im Historischen Waisenhaus zu sehen sein.

Auch in der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen sind Reformationsdrucke aus dem 16. Jahrhundert zahlriech vertreten. 1717 notierte der Bibliothekar Georg Christian Bohnstedt (1678-1745) in einem Arbeitsbericht, dass es eine seiner dringlichsten Aufgaben gewesen sei, Drucke aus der Zeit der Reformation zu sammeln, zu sichten und zu katalogisieren. Unter anderem stellte er bei der Erwähnung von Traktaten fest: „Eins ist unter den alten, worauf Lutherus m[anu] p[ro]pria sein judicium geschrieben und ein anders, worauf Melanchthon desgl[eichen] gethan." Während sich der Druck mit dem Luther-Autographen noch heute im Bestand der Bibliothek befindet, ist ein Druck mit einem Autographen Philipp Melanchthons nicht mehr vorhanden.

Im Rahmen eines vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland geförderten Projektes sind die 8.300 Drucke der Reformationszeit in der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen 2014 katalogisiert worden. Neben den gängigen bibliografischen Angaben konnte auch die Provenienz der Bücher anhand der Eigentumsvermerke oder Widmungen ermittelt werden. 357 Exemplare wurden so der ehemaligen Bibliothek des Klosters Berge bei Magdeburg zugeordnet. Bei dessen Auflösung Anfang des 19. Jahrhunderts ging ein Teil der Bestände an die Bibliothek des Halleschen Waisenhauses.

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