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Objekt des Monats

Eine Taschenbuchreihe zu Entdeckungen des 18. Jahrhunderts

Taschenbuecher 

Zimmermann, Eberhard August Wilhelm von:

Taschenbuch der Reisen oder unterhaltende Darstellung der Entdeckungen des 18. Jahrhunderts, in Rücksicht der Länder-, Menschen- und Productenkunde […]. Leipzig : Fleischer, 1802-1813.
BFSt: 210 M 1-12

Die vorliegende Taschenbuchreihe beschäftigt sich mit Entdeckungsreisen des 18. Jahrhunderts und war „Für jede Klasse von Lesern“, d. h. sowohl Kinder als auch Erwachsene gedacht. Jeder Jahrgang enthält Beschreibungen zu einem Land oder Kontinent und ist mit zahlreichen Tafeln, die exotische Tiere, Pflanzen, Trachten oder Landschaften zeigen, ausgestattet. Der Verfasser der Reihe, Eberhard August Wilhelm von Zimmermann (1743-1815), war Professor für Mathematik, Physik und Naturgeschichte am Collegium Carolinum in Braunschweig. Durch seine vielbeachtete "Geographische Geschichte des Menschen und der allgemein verbreiteten vierfüßigen Thiere" (3 Bände, 1778-1783) gilt er als ein wesentlicher Begründer der Tiergeographie.

210 M 1-1 

Unter Taschenbüchern - im heutigen Sinne kleinformatige handliche Bücher - verstand man im ausgehenden 18. und im 19. Jahrhundert Periodika, in denen neben literarischen Texten auch biographische Porträts, Reiseschilderungen sowie historische und populärwissenschaftliche Aufsätze erschienen.

210 M 1-2 

Periodika, hauptsächlich Zeitschriften aus dem Bereich Kunst und Kultur sowie Gesellschaft und Moral, Jugendzeitschriften, Musenalmanache, Taschenbücher sowie Kalender machen neben Reisebeschreibungen die größte Bestandgruppe innerhalb der oratorischen Bibliothek des Königlichen Pädagogiums aus. Die Einrichtung dieser Schulbibliothek, die zu großen Teilen noch im Bestand der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen vorhanden ist, geht auf eine Initiative August Hermann Niemeyers (1744-1828) zurück. Als der Urenkel August Hermann Franckes 1784 die Leitung des Königlichen Pädagogiums übernahm, wurde die zeitgenössische deutsche Literatur zu einem wichtigen Bestandteil des oratorischen Unterrichts. In seinem pädagogischen Handbuch „Grundsätze der Erziehung und des Unterrichts“ forderte er die Einrichtung von Schulbibliotheken an allen Schulen Preußens. In den Stiftungsschulen setzte er dieses Ziel um. Die erste, Schülern zugängliche Bibliothek war die Oratorische Bibliothek des Pädagogiums, „eine Sammlung Kinderschriften, Reisebeschreibungen und Werken der Vortrefflichsten Schriftsteller unserer Nation […]. Aus ihr kann, nach dem Rath und unter Leitung seiner Lehrer, wöchentlich jeder Zögling ein Buch zum Durchlesen erhalten.“ (1820).

210 M 3 

Die Taschenbücher sind in der Ausstellung „Die Oratorische Bibliothek des Königlichen Pädagogiums zu Halle. Eine Schulbibliothek um 1800“ bis 8. April 2018 zu sehen.

210 M 12-1 

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