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Wiederentdeckt. Inselfriesische Trachten aus der Wunderkammer

Ausstellung im Sylter Heimatmuseum stellt die ältesten bekannten Sylter Kleidungsstücke aus der Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen vor.

"Nach dem jetzigen Forschungsstand sind keine Sylter Kleidungsstücke bekannt, die älter als die Puppenmodelle aus Halle sind und die uns über die Details der verschiedenen Sylter Trachten Auskunft geben können."

So leitet Alexander Römer, Leiter der Sölring Museen, die Begleitbroschüre zur Ausstellung  "Wiederentdeckt. Inselfriesische Trachten aus der Wunderkammer" ein. Die Schau wird vom 23. Juni bis 27. August 2017 im Sylter Heimatmuseum gezeigt. Für die Heimatforscher hält sie einige Überraschungen bereit. Denn obwohl die Puppen in den 1930er Jahren vom Altonaer Museum aufgrund ihrer Einzigartigkeit kopiert worden waren, gerieten sie anschließend in Vergessenheit. 

Und wie kamen die Puppen nach Halle? Dr. Claus Veltmann, Kustos des Historischen Waisenhauses, stellt in einem Artikel der Begleitbroschüre die Verbindungen Halles in den Norden Europas und den Bildungsansatz der Wunderkammer August Hermann Franckes vor. Sogar der Schenker ist dank der guten Quellensituation in den Stiftungen namentlich bekannt. Die Puppen wurden von dem am 11. Juli 1741 in die Lateinische Schule aufgenommenen achtzehnjährigen Andreas Wedell übergeben. Er stammte von der Insel Amrum, wo der Vater Pfarrer war. Entstanden sind die Modelle natürlich eher. Dominique Loeding vom Altonaer Museum legt sie auf die Amtszeit des Vaters zwischen 1716 und 1728.  Für die Textilrestauratorin zählen due Trachtenmodelle zu den wichtigsten Belegstücken regionaltypischer Kleidung vor 1728.

Die eher unscheinbaren Puppen von unschätzbarem Wert sind bei einem Besuch der Franckeschen Stiftungen im Bekleidungsschrank der Kunst und Naturalienkammer zu besichtigen.

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