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SINOPALE 6: „TRANSPOSITION“

Die Hallesche Wunderkammer strahlt aus in die Welt!

Die Sinopale, die Internationale Biennale für Zeitgenössische Kunst in Sinop am Schwarzen Meer, wird in diesem Sommer stattfinden. Aufgrund der politischen Lage war sie im Sommer 2016 kurzfristig verschoben worden. 39 Künstlerinnen und Künstler aus 12 Ländern werden in dem von T. Melih Görgün (TUR), Nike Bätzner (DEU) und Jonatan Habib Engqvist (SWE) kuratierten Kunstfestival vom 1. August bis 17. September 2017 in Sinop vertreten sein.

  sinopale Einladung

Apothekertisch_Göltz  Als Leitbild der Sinopale 6 fungiert die transdisziplinär aufgestellte und global vernetzte Wunderkammer. Dieses Ideengebäude ist in der Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen in Halle prominent präsent. Mit über 3000 Objekten aus allen Teilen der Welt und allen Wissensgebieten des 18. Jahrhunderts steht sie für eine ganzheitliche Weltsicht und kontrastiert unsere heutige differenzierte Wahrnehmung. Künstlerinnen und Künstler aus der Region Halle und aus internationalen Kontexten haben sich mit dem exemplarischen Konzept der Kunst- und Naturalienkammer im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen auseinandergesetzt. Im Rahmen der in Zusammenarbeit mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle entwickelten Ausstellung „Assoziationsraum Wunderkammer“ wurden ihre Arbeiten im Sommer 2015 hier präsentiert. Mit der Sinopale tragen sie nun ihre Erkenntnisse und Werke hinaus in die Welt.

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Transposition ist das Motto der Sinopale 6. Der Begriff impliziert den Tausch, den Wechsel, die Übertragung ebenso wie die Verschlüsselung. Transposition erlaubt das Spiel mit dem Zwischenraum, eröffnet einen Denk- und Handlungsraum sowie ein Feld der Imagination. So entsteht ein Assoziationsraum, der den Eigensinn der Dinge und Bilder, der Behauptungen wie Aktionsfelder von Individuen zulässt. Im Sinne der universalen Ausrichtung der Wunderkammersammlungen sowie einer multimedial und transnational vernetzten künstlerischen Produktion werden die 2015 in Halle vertretenen Künstlerinnen und Künstler in Sinop ihre Werke in Kollaboration mit aktuell hinzukommenden Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Regionen der Welt sowie gemeinsam mit lokalen Akteuren entwickeln.

Die Sinopale 6 eröffnet ein dialogisches Feld zur Geschichte der Artefakte sowie zum konkreten lokalen und ins Transkulturelle über-tragbaren und befragbaren Gedächtnis – um einen assoziativen Raum voller Querverbindungen zu schaffen. Folgerichtig wird die Sinopale 6 in die rohen Gebäude einer ehemaligen Glas- wie einer Eisfabrik einziehen. Sie wird ihr Büro und den zentralen Versammlungsort in der Markthalle zwischen Gemüsestand, Metzger und Fahrradladen aufschlagen. Im Archäologischen wie im Ethnographischen Museum werden Interventionen realisiert. Exponate nisten sich zwischen den Büchern der Rıza Nur Bibliothek, einer der größten kommunalen Bibliotheken der Türkei, ein. Die Sinopale nutzt außerdem eine durch die Architektenkammer restaurierte osmanische Stadtvilla und schwärmt in den städtischen Raum aus.

TEILNEHMENDE KÜNSTLER_INNEN DER SINOPALE 6

Anne Baumann (DEU), Sophie Baumgaertner (DEU), Alvaro Cam-po (SWE), Bernhard Cella (AUT), Aylin Çakıner (TUR), Philippe van Eetvelt (TUR/CAN), Cevdet Erek (TUR), Ayşe Erkmen (TUR/DEU), Mürteza Fidan (TUR), Wilhelm Frederking (DEU), Ulrike Grossarth (DEU), Frank Hagen (AUT), İpek Hamzaoğlu (TUR/AUT), Murat Haschu (RUS), Kristina Heinrichs (DEU), Susanne Hopmann (DEU), Nil İlkbaşaran-Güngör Erdem (TUR/NL), Christian Jankowski (DEU), Volkan Kızıltunç (TUR), Sebastian Körbs (DEU), Maria Lantz (SWE), leavinghomefunktion: Anne Knoedler, Johannes Foetsch, Elisabeth Oertel, Effy Zeniou, Kaupo Holmberg, Burçak Konukman (DEU/CYP/EST/TR), Ulrike Mohr (DEU), Nina Viktoria Naussed (DEU), Emre Okuçer (TR), Raluca Popa (ROU), Julian Rosefeldt (DEU), Bella Rune (SWE), Ginan Seidl & Yalda Afsah (DEU), Roland Stratmann (DEU), Esther Suarez Ruiz (COL), Youssef Tabti (FRA/DEU), Maria Sezer (TR/NL) sowie regionale Initiativen.

KURATOREN

T. Melih Görgün (TUR), Nike Bätzner (DEU), Jonatan Habib Engqvist (SWE)

AUSSTELLUNGS- UND AKTIONSORTE

Ehemalige Eisfabrik am Hafen, Sinop Hal Buluşma Merkezi (ehemalige Markthalle), Dr. Rıza Nur Bibliothek, Architektenkammer, Archäologisches Museum, Ethnographisches Museum, ehemalige Glasfabrik, öffentlicher Raum von Sinop und Gerze.

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