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Objekt des Monats

Die „Londoner Polyglotte“ (1655–1657), die letzte der aufwendig gestalteten klassischen Mehrsprachenbibeln

Biblia Sacra Polyglotta : Complectentia Textus Originales, Hebraicum, cum Pentateucho Samaritano, Chaldaicum, Græcum, Versionumque antiquarum Samaritanæ, Græcæ LXXII Interp., Chaldaicæ, Syriacæ, Arabicæ, Æthiopicæ, Persicæ, Vulg. Lat.; Quicquid comparari poterat; Cum Textuum, & Versionum Orientalium Translationibus Latinis; Ex Vetustissimis Mss. Undique Conquisitis, optimisque Exemplaribus impressis [...]. [T. 1-2]
London : Roycroft, 1657
BFSt: 1 A 1-2

In der Folge von Humanismus und Reformation begann neben der Übersetzung der Bibel in die Volkssprachen auch die textkritische Forschung zur Bibel. Als wichtige Grundlage für diese Arbeit dienten Mehrsprachenbibeln, in denen die Bibeltexte in den Ursprachen und wichtigen Vergleichssprachen in einer Art Synopse nebeneinander präsentiert wurden. Die sechsbändige „Londoner Polyglotte“ (1655–1657) war die letzte der aufwendig gestalteten klassischen Mehrsprachenbibeln, markierte aber zugleich den eigentlichen Auftakt der wissenschaftlichen Textkritik. Herausgegeben von dem anglikanischen Theologen Brian Walton (um 1600-1661) auf Subskriptionsbasis, beinhaltet sie alle wichtigen alten und von den Kirchen benutzten Texte in hebräischer, griechischer, lateinischer, aramäischer, syrischer, arabischer, persischer und äthiopischer Sprache. Die parallel gesetzten Texte in den verschiedenen Sprachen machen sie zu einem absoluten Meisterwerk der Typografie.

„Londoner Polyglotte“ Titelkupfer 

„Londoner Polyglotte   

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