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Hallescher Pietismus und Reformation

Drei Wanderausstellungen zur Geschichte der Franckeschen Stiftungen sind weltweit in englischer und deutscher Sprache unterwegs. Großer Beliebtheit erfreut sich derzeit die Schau "Hallescher Pietismus und Reformation. August Hermann Francke in der Nachfolge Martin Luthers".

Im Mittelpunkt der Wanderausstellung stehen die kultur- und gesellschaftspolitischen Einflüsse des Wirkens August Hermann Franckes, deren Traditionslinien ausgehend von der Reformation bis in die Gegenwart hinein gezogen werden. Die pädagogischen Reformen Franckes zielten auf höchst aktuelle Themen wie gesellschaftliche Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit ab. Eine zentrale Forderung Martin Luthers löste er mit dem ersten Bibelwerk, der Cansteinschen Bibelanstalt, ein. Die Halleschen Pietisten stießen damit eine Leserevolution an, die neue Autoren und ein privates Lesepublikum hervorbrachte. Die Wiege der Anstaltsdiakonie, der erste Schulgarten Deutschlands und der Beginn des Realschulwesens sind in Halle festzumachen. Die Reformen Franckes wurden international wahrgenommen und rezipiert. Hallesche Emissäre in Südindien errichteten die erste nachhaltige lutherische Mission, aus der 1919 die Tamil Evangelical Lutheran Church (TELC) hervorging. Zeitgleich intensivierten sich auch die Kontakte Franckes zu den britischen Kolonien in Nordamerika. 1741 wurde Heinrich Melchior Mühlenberg von Halle nach Philadelphia entsandt. Er gilt als Patriarch der lutherischen Kirche Nordamerikas. Mit einem umfangreichen Einblick in die Arbeit der Franckeschen Stiftungen schließt die Ausstellung den Bogen zum lebendigen Erbe der Reformation, wie es heute in der Schulstadt August Hermann Franckes gelebt wird.

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Dank der großartigen Unterstützung durch Dr. Attila Verok, Universitätsdozent und Inhaber des Lehrstuhls „Studien für kulturelles Erbe und Kulturgeschichte” der Universität in Eger (Ungarn), wird die Ausstellung über den Jahreswechsel an sechs Standorten in Ungarn, Rumänien und der Slowakei gezeigt. Jede Woche wandert sie an einen weiteren Ort:

15.-31. Dezember 2016
Universität in Eger (Ungarn)

1. Januar 2017
Debrecen (Ungarn)
Bibliothek des Reformierten Großkollegs

9. Januar 2017
Oradea/ Großwardein (Rumänien)
Christliche Universität

16. Januar 2017
Historisches Schloss in Tuzsér (Ungarn)

23. Januar 2017
Komarno (Slowakei)
János-Selye-Universität

30. Januar 2017
Budapest (Slowakei)
Gáspár-Károli-Universität

Die Franckeschen Stiftungen verleihen ihre Wanderausstellungen kostenlos. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

Friederike LippoldKultur- und Öffentlichkeitsarbeit; Koordination von Kooperationsprojekten mit Mittel-/Osteuropa und Russland Friederike Lippold (Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit; Koordination von Kooperationsprojekten mit Mittel-/Osteuropa und Russland) Friederike LippoldKultur- und Öffentlichkeitsarbeit; Koordination von Kooperationsprojekten mit Mittel-/Osteuropa und Russland Tel.+49 345 2127 431Fax+49 345 2127 418

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