Ihr Besuch
 
Francke-Wohnhaus
 
Historisches Waisenhaus
 
Historische Bibliothek
 
Kunst- und Naturalienkammer
 
Hauskirche und Kapelle
 
Museumspädagogik
 
Bildergalerie
 
Kulturtourismus
 
 
Jahresprogramm
 
Ausstellungen
 
Kinderkalender
 
Kulturkalender
 
Kirche
 
Publikationen / Verlag
 
Themenjahre
 
Kulturarchiv
 
 
Studienzentrum Archiv/Bibliothek
 
Stipendien
 
Veranstaltungen
 
Projekte
 
Pietismusforschung online
 
Forum Wissenschaft
 
 
Krokoseum
 
Kindertagesstätten
 
Kinderhort
 
Schulen
 
Haus der Generationen
 
Familienzentrum
 
Pflanzgarten
 
Stiftsgut Stichelsdorf
 
Nachwuchsforum Geschichte
 
Forum Bildung / Soziales
 
 
Ihr Weg zur Tagung
 
Räumlichkeiten
 
Preise
 
Kontakt
 
 
Selbstverständnis
 
Aktuelles
 
Internationale Beziehungen
 
Freundeskreis e.V.
 
Partner
 
Helfen Sie
 
Kontakt
 
Presseportal
 
Impressum
 
Navigationshilfen
 
Geschäftsstelle
 
Zurück zum Hauptmenü  
DruckenSucheSitemapKalenderNewsletterImpressumKontakt
 Sehenswürdigkeiten
 Kultur
 Wissenschaft
 Bildung / Soziales
 Tagungszentrum
 Wir über uns
   Selbstverständnis -> Geschichte -> Direktoren -> August Hermann Francke

August Hermann Francke

FRANCKE, August Hermann, Hauptvertreter des Hallischen Pietismus, * 22.3.1663 in Lübeck als Sohn eines Rechtsanwalts und Syndikus, † 8.6.1727 in Halle (Saale).

Francke erhielt seine Schulbildung durch Privatlehrer. Nur ein Jahr besuchte er das Gymnasium in Gotha. 1679 immatrikulierte er sich an die Universität Erfurt. Vom Herbst 1679 bis Frühjahr 1682 setzte er sein Studium in Kiel fort. Bis 1684 widmete er sich dem Erlernen des Hebräischen, der englischen wie der französischen Sprache. Im Frühjahr 1684 zog er als Informator eines wohlhabenden Theologiestudierenden nach Leipzig und erwarb 1685 die Magisterwürde. Gemeinsam mit dem Theologen Paul Anton gründete er im Juli 1686 das "collegium philobiblicum". 1687, während eines Aufenthaltes in Lüneburg, erfuhr er, von Glaubenszweifeln erfasst, ein Bekehrungserlebnis, das ihn zum Pietismus führte. In Folge hielt er sich im Hause Philipp Jakob Speners in Dresden auf. Erst im Frühjahr 1689 nahm Francke seine Leipziger Lehrtätigkeit wieder auf. Bereits im August untersagte ihm die Fakultät jedoch das Halten seiner Vorlesungen, aus denen eine pietistische Bewegung erwachsen war. Er ging nach Erfurt. Auch hier lehrte und predigte er im Geist Speners und wurde 1691 ausgewiesen, "da man dort nicht den Urheber einer neuen Sekte dulden könne". Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg berief ihn 1691 als Professor der griechischen und hebräischen Sprache an die neue Universität Halle. Erst 1698 trat er das Amt an. Bereits 1694 hatte er die Pfarrstelle an der Georgenkirche in Glaucha übernommen, einem von sozialer Verwahrlosung gezeichneten Ort vor den Toren Halles. Mit geringen Mitteln begann er eine Armenschule. Den Waisenkindern der Gegend baute er ein Waisenhaus. Im Sommer 1696 öffnete das Pädagogium, eine Art Ritterakademie für Söhne vornehmer Familien, die für das Universitätsstudium vorbereitet werden sollten. Die "Glauchaschen Anstalten", wie die Franckeschen Stiftungen damals hießen, wuchsen. In Franckes Todesjahr 1727 wurden in seinen Anstalten mehr als 2200 Kinder von 167 Lehrern, 8 Lehrerinnen und 8 Inspektoren unterrichtet, und 250 Studenten hatten dort ihren Freitisch mit der Gelegenheit und Verpflichtung zur Mitarbeit.