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   Veranstaltungen

Wissenschaftliche Veranstaltungen 2010


1. – 3. März
Thinking Connected Histories
Internationaler Folgeworkshop der DHL-Sommerschule 2008 der Franckeschen Stiftungen
Jawaharlal Nehru University, New Delhi

Der Folgeworkshop der DHL-Sommerschule 2008 zur Geschichte der deutsch-indischen Beziehungen wird vom 1. - 3. März an der Jawaharlal Nehru University, New Delhi stattfinden. Unter dem Titel „Thinking Connected Histories“ werden Aspekte von globaler und transnationaler Geschichte und die Teilnehmer der Sommerschule 2008 werden den Fortschritt ihrer Projekte präsentieren. Der Workshop wird im Auftrag der Franckeschen Stiftungen von Dr. Heike Liebau, Zentrum Moderner Orient, Berlin und Dr. Rekha Rajan, Centre of German Studies der Jawaharlal Nehru University New Delhi, organisiert und geleitet.

Kontakt: Dr. Heike Liebau, liebauh(at)yahoo.de


18. – 20. Mai
Nachwuchstagung der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus, ausgerichtet vom Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Verbindung mit den Franckeschen Stiftungen (IZP)
Historisches Waisenhaus, Englisches Haus

Die unter Leitung des IZP stattfindenden Nachwuchstagungen bieten jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den unterschiedlichen mit der Pietismusforschung befassten Fächern Gelegenheit, Forschungsergebnisse vornehmlich aus entstehenden Qualifikationsarbeiten (Dissertationen, Habilitationsschriften) vorzutragen und zu diskutieren. Interdisziplinarität in der Themenstellung wird dabei ebenso erwartet wie die Reflexion des methodischen Zugriffs. Der öffentliche Teil der Tagung sieht einen Abendvortrag zu Beginn und einen Festvortrag zum Abschluss vor.

Kontakt: PD. Dr. Christian Soboth, christian.soboth(at)pietismus.uni-halle.de
Informationen: www.pietismus.uni-halle.de/veranstaltungen.htm

 

Mittwoch, 18. August | 10-15 Uhr | Amerikazimmer im Historischen Waisenhaus
Von der Frage zur Quelle
Historische Projektarbeit und der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Workshop für Geschichtslehrer

Seit 1973 gibt es für Schüler und Jugendliche den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.
Zurückgehend auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Hamburger Stifters Kurt A. Körber nahmen bisher über 115.000 Jugendliche am Geschichtswettbewerb teil und erforschten in sechsmonatigen Projekten Geschichte, die vor allem ihre eigene Lebenswelt berührt.
Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre von der Körber-Stiftung durchgeführt.

2009 gingen die Franckeschen Stiftungen mit der Körber-Stiftung eine Regionalpartnerschaft für Sachsen-Anhalt ein. Impuls für diese Partnerschaft war neben der langjährigen Jury-Mitarbeit der Aufbau eines Nachwuchsforums Geschichte in den Franckeschen Stiftungen, in dem Jugendliche selbstständige historische Projektarbeit mit fachlicher Unterstützung erlernen und durchführen können.

Der neue Geschichtswettbewerb startet auch in diesem Jahr am 1. September. Das Thema ist noch geheim und darf den Schülern und Medien nicht vor Wettbewerbsbeginn am 1. September mitgeteilt werden.
Wenn Sie an historischer Projektarbeit interessiert sind und Sie Schülerinnen und Schüler bei ihrer Teilnahme am Geschichtswettbewerb begleiten wollen, sind Sie herzlich zu unserem Lehrer-Workshop eingeladen. Der Workshop ist eine vom LISA anerkannte Fortbildungsveranstaltung. Teilnahmebescheinigungen werden vom Veranstalter ausgestellt.

Kontakt: Carmela Keller; keller(at)francke-halle.de
Tel.  0345-2127426
Fax: 0345-2127484

Programm [pdf]


23. – 27. August
Sommerkurs im Studienzentrum August Hermann Francke
Einführungskurs in die Arbeit mit Handschriften und alten Drucken aus den Beständen des Archivs und der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen
Studienzentrum, Haus 24

In dem fünftägigen Sommerkurs, der sich an Studierende und Doktoranden wendet, werden grundlegende Informationen zum Arbeiten mit Handschriften und alten Drucken vermittelt und das Lesen von Handschriften, vor allem von Briefen und Selbstzeugnissen des 17. und 18. Jahrhunderts, eingeübt.

Kontakt: Dr. Britta Klosterberg, klosterberg(at)francke-halle.de
Anmeldung: bis zum 9. Juli 2010, bitte mit Angabe der Adresse, Studienfächer und Semesterzahl.
Programm


2. September – 4. September
Goldenes Zeitalter und Jahrhundert der Aufklärung
Kulturtransfer zwischen den Niederlanden und dem mitteldeutschen Raum im 17. und 18. Jahrhundert
Internationale interdisziplinäre Tagung der Franckeschen Stiftungen gemeinsam mit der Kulturstiftung DessauWörlitz – zugleich Jahrestagung 2010 der Dessau-Wörlitz-Kommission am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung
Historisches Waisenhaus und Schloss Oranienbaum

Die Niederlande und der mitteldeutsche Raum waren im 17. und 18. Jahrhundert durch Austauschprozesse auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft eng miteinander verflochten: Dynastie und Politik, Religion und Philosophie, Wissenschaft und Buchkultur, Gartentheorie, Kunst und Architektur. Diese Beziehungen sind in den zurückliegenden Jahren in Teilbereichen in den Blick genommen worden: Schloss und Garten Oranienbaum etwa oder die Reformkonzepte August Hermann Franckes und des hallischen Pietismus sowie der Waisenhausbau in Glaucha. Die Tagung möchte daran anknüpfend auf der methodischen Grundlage des Kulturtransferkonzepts arbeiten und bezogen auf differente Gegenstände, wie Religion und Toleranz, Reisen und Wissenskulturen, nach den wechselseitigen Austauschprozessen zwischen den Niederlanden und dem mitteldeutschen Raum von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Ende des Alten Reiches um 1800 fragen.

Kontakt: PD Dr. Holger Zaunstöck, zaunstoeck(at)francke-halle.de
Programm der Tagung
Einladung zur Tagung [pdf]
Anmeldung zur Tagung [pdf]


13. – 24. September
Pietismus und Aufklärung.
Studienkurs des Theologisch-Pädagogischen Zentrums Løgumkloster in Zusammenarbeit mit den Franckeschen Stiftungen und dem Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung der Martin-Luther-Universität
Historisches Waisenhaus

Die Beziehungen zwischen Dänemark und Halle sind ganz besonderer Art, wovon vor allem die Dänisch-Hallesche Mission Zeugnis gibt. Der Studienkurs des zentralen dänischen Instituts für Pfarrerfortbildung befasst sich unter kirchengeschichtlichen, literarischen und ästhetischen Aspekten mit dem Verhältnis von Pietismus und Aufklärung – zwei Bewegungen, die beide nicht zuletzt von Halle aus ihre europäische und weltweite Wirkung entfalteten. Das besondere Interesse gilt dabei der Ausstrahlung beider Bewegungen nach Skandinavien und vor allem nach Dänemark. Der Kurs umfasst außer Seminaren und zwei Exkursionen nach Herrnhut und Wörlitz auch einen öffentlichen Abendvortrag zum Thema „Kierkegaard und der Pietismus“ sowie einen öffentlichen dänisch-deutschen Singabend.

Kontakt: Prof. Eberhard Harbsmeier, ebh(at)km.dk


30. September – 3. Oktober
Die Sachen der Aufklärung – Matters of Enlightenment – La cause et les choses des Lumières
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts
Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der europäischen Aufklärung der Martin-Luther-Universität in Kooperation mit dem Exzellenznetzwerk "Aufklärung - Religion - Wissen" sowie den Franckeschen Stiftungen.
Leitung: Prof. Dr. Daniel Fulda, Halle und PD Dr. Frauke Berndt, Frankfurt am Main
Historisches Waisenhaus

Die ‚Sachen‘ der Aufklärung zu thematisieren, heißt, den Blick auf das Konkrete, auf die Praktiken, auf das jeweils Verhandelte bzw. Umstrittene sowie auf die materiale Dimension von Erkenntnis, Kultur und Überlieferung, von Laboreinrichtungen, Handelswaren, Kunst- oder Gedächtnisobjekten zu richten. Die entsprechenden Blickwendungen hat die Aufklärungsforschung in den vergangenen Jahren vielfach vorgenommen. Unser Bild des 18. Jahrhunderts hat dadurch auf der einen Seite enorm an Komplexität gewonnen. Diese Differenzierung macht es auf der anderen Seite aber immer schwieriger, die Kontur der Epoche von einem durchgängigen Prinzip – von der Sache der Aufklärung – her zu bestimmen. Unter dem Titel „Die Sachen der Aufklärung“ soll die Spannung zwischen Sache und Sachen fokussiert werden.

Kontakt: Dr. Axel Rüdiger, axel.ruediger(at)netzwerk-arw.uni-halle.de
PD Dr. Holger Zaunstöck, zaunstoeck(at)francke-halle.de


13.-14. Oktober
Konversionsstrategien am Institutum Judaicum et Muhammedicum in Halle. Workshop aus Anlass des 250. Todestages von Johann Heinrich Callenberg (1694-1760)

Der Workshop ist eine kooperative Veranstaltung des Seminars für Judaistik/Jüdische Studien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Franckeschen Stiftungen

Der Workshop möchte der Frage nachgehen, welche Strategien Johann Heinrich Callenberg und seine Mitarbeiter in dem Jahr 1728 begründeten Institutum Judaicum et Muhammedicum entwickelten, um Juden und Muslime zum Christentum zu bekehren. Im Zentrum der Diskussion soll die These stehen, dass weit reichende Diskrepanzen zwischen Konversionsstrategien, -zielen und -resultaten eine Neuinterpretation des Callenbergschen Konversionsprogramms notwendig machen. Diese Thematik soll sowohl in den Kontext der frühneuzeitlichen Diskurse zum Thema Judenkonversion verortet als auch vor dem Hintergrund der in den Glauchaschen Anstalten erprobten Methoden der Missionsarbeit diskutiert werden.

Kontakt: Dr. des. Grit Schorch, grit.schorch(at)judaistik.uni-halle.de; Dr. Britta Klosterberg, klosterberg(at)francke-halle.de


11. – 13. November
Papier und Palmblatt. Wettkampf oder Koexistenz?
Deutsch-indische Begegnung 2010 – Internationaler wissenschaftlicher Workshop der Franckeschen Stiftungen in Kooperation mit dem Zentrum Moderner Orient, Berlin
Historisches Waisenhaus

2010 jährt sich zum 250. Mal der Todestag des Indienmissionars Benjamin Schultze. Er zeichnete sich durch seine umfassenden, teilweise umstrittenen Sprachstudien und Übersetzungen aus. Seine Werke sind in einer umfangreichen Palmblattsammlung und in gedruckter Form überliefert.
Die Franckeschen Stiftungen nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, Wissenschaftler aus Indien und Deutschland zu einem Workshop einzuladen, der sich mit der Entwicklung des Buchdrucks in Indien beschäftigt. Die in Fachkreisen viel diskutierte Frage, ob der Buchdruck andere Medien der Wissensübermittlung verdrängte oder ob und wie lange eine Koexistenz bestand und sie sich gegenseitig beeinflussten, soll in den Blick genommen werden. So geht es um die Rolle der unterschiedlichen Akteure wie Missionsdruckereien, Companiedruckereien oder Druckereien lokaler indischer Träger, aber auch um den Stand des Palmblattes als Informationsträger in Südindien.

Kontakt: Dr. Heike Liebau, liebauh(at)yahoo.de


25. – 27. November
„Wo gingt ihr hin, wo kamt ihr her, ihr grünenden Gebeine?“ – Nachleben und Nachwirken Nikolaus Ludwig von Zinzendorfs (1700-1760) im 18. und 19. Jahrhundert

Interdisziplinäre Tagung zu Zinzendorfs Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte anlässlich seines 250. Todestages, ausgerichtet von der Evangelischen Brüderunität Herrnhut und dem Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung
Historisches Waisenhaus, Amerika-Zimmer

Unstrittig gehörten Nikolaus Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf und die von ihm ins Leben gerufene Herrnhuter Brüdergemeine zu den kulturgeschichtlich wirkmächtigen, dabei durchaus auch umstrittenen Erscheinungen des 18. Jahrhunderts, deren Nachleben und Nachwirken bis in das 21. Jahrhundert spürbar sind. Fachwissenschaftliche Blicke auf Zinzendorfs Bedeutung für Theologie, Frömmigkeits- und Missionspraxis, für Literatur und Musik, auf seine Stellung und Bewertung in der Historiographie der Brüdergemeine sowie schließlich auf konkrete Reaktionen der Zeitgenossen auf Zinzendorfs Tod wollen ein facettenreiches, wirkungs- und rezeptionsgeschichtlich perspektiviertes Bild des‚ `‘Grafen ohne Grenzen’ bieten.

Kontakt: PD Dr. Christian Soboth, christian.soboth(at)pietismus.uni-halle.de
Informationen: www.pietismus.uni-halle.de/veranstaltungen.htm


jeweils dienstags
18.00 Uhr
Forschungskolloquium 2010
Interdisziplinäres Zentrum für Pietismusforschung der Martin-Luther-Universität in Verbindung mit den Franckeschen Stiftungen
Haus 24, Seminarraum

Das Interdisziplinäre Zentrum für Pietismusforschung untersucht die kulturellen, sozialen und wissenschaftlichen Reformideen des Pietismus, seine Strukturen, Organisationsformen und weltweiten Verbindungen und erforscht die Leistung pietistisch geprägter Persönlichkeiten auf den unterschiedlichsten Gebieten. Die Bedeutung religiöser Ideen als Kräfte sozialer Gestaltung sind dabei ebenso von zentralem interdisziplinären Interesse wie die vielfachen Wirkungen des Pietismus auf die bildenden Künste, auf Literatur, Musik und Architektur. In einem regelmäßig stattfindenden Forschungskolloquium zur Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte des Pietismus diskutieren dazu nationale wie internationale Referenten aktuelle Arbeiten und stellen Ergebnisse ihrer Forschungen vor.

Kontakt: PD Dr. Christian Soboth, christian.soboth(at)pietismus.uni-halle.de
Informationen: www.pietismus.uni-halle.de/veranstaltungen.htm

26. Januar
Johann Friedrich Fasch als Briefkorrespondent des Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf und sein Kantatenjahrgang „Das in Bitte, Gebeth, Fürbitte und Dancksagung bestehende 23. Februar 2010: Opffer“ (1735/36)
Dr. Elena Sawtschenko, Regensburg

23.Februar
Pietistische Prophetinnen: Religiöse Akteurinnen oder Werkzeuge männlicher Mentoren?
Dr. Claudia Wustmann, Erfurt

27. April
Der verschleierte Anschluss an die Brüdergemeine – Über die Ergebnisse einer Konsistorialuntersuchung in Ebersdorf von 1746/47
Dr. Stefan Michel, Jena

25. Mai
Hermetismus und Pietismus (Arbeitstitel)
Dr. Kristine Hannak, Tübingen,

29. Juni
Der Einfluss des Pietismus auf Leben und Werk Sören Kierkegaards
Dr. Aurelia Astner, Innsbruck
 
6. Juli
Alchemistisches Erlösungsdenken und göttliche Harmonie im pietistischen geistlichen Lied (Arbeitstitel)
Agnes Köneke Hansen, M.A., Kopenhagen

26. Oktober
 „scribe, ut dum scribis legas“– Schreiben als Selbsttechnik in der Frühen Neuzeit
Prof. Dr. Günter Butzer, Augsburg

30. November
Mit der Orthodoxie streiten. Strategien pietistischer Konfliktführung
Dr. Kai Bremer, Gießen

7. Dezember
Der Konflikt zwischen Hallischem und Herrnhutischem Pietismus und seine Auswirkung auf die Herrnhuter Südasienmission
Thomas Ruhland, M.A., Halle