Hallenser Gespräche
Die Frage nach Gott, nach einer anderen Wirklichkeit, nach Transzendenz gehört zu jedem Leben dazu. Politisches Handeln und theologische Reflexion stehen meist in einem spannungsvollen Wechselverhältnis. In Gesprächen mit bekannten Persönlichkeiten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und verschiedenster Herkunft soll in den Hallenser Gesprächen biographisch das Gottesverhältnis bespiegelt und die Rolle von Kirche und Glauben in der Gesellschaft erörtert werden. Die Eingeladenen lesen aus ihren jüngsten Veröffentlichungen und stellen sich den Fragen.
Diese Gesprächsreihe wird von der Evangelischen Akademie in Wittenberg gemeinsam mit den Franckeschen Stiftungen zu Halle veranstaltet.
Freitag, 30. April, 19.30 Uhr
Historisches Waisenhaus
5. Hallenser Gespräch
zu Gast: Peter Sloterdijk
Das 5. Hallenser Gespräch mit Peter Sloterdijk muss am 30. April entfallen. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.
Der Philosoph, Fernsehmoderator, Kulturwissenschaftler und Essayist Peter Sloterdijk gehört zu den meist gelesenen deutschen Philosophen der Gegenwart. 1947 in Karlsruhe geboren, studierte er in München und Hamburg und arbeitet seit den 80er Jahren als freier Schriftsteller. Seit 2001 ist Sloterdijk zudem Rektor und Professor für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Kunsthochschule Karlsruhe. 2009 ehrte ihn der Bund Deutscher Architekten mit dem Preis für Architekturkritik für seine Trilogie „Sphären“ (1998-2004), in der er den Raum als soziales Bindeglied der Gesellschaft wiederentdeckt. Im Rahmen des Themenjahres „Halle verändert“ gibt der Preis für Architekturkritik Anlass, mit Sloterdijk über die ureigenste Aufgabe von Architektur zu sprechen, die er in den „Sphären“ als solidarische Raumschöpfung und Kraft für den gesellschaftlichen Zusammenhalt beschreibt.
Herbst 2010
6. Hallenser Gespräch
zu Gast: Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher
„Kommunikationsgenie“, „Meister der Diplomatie“, „Architekt der Deutschen Einheit und Europas“ – Hans Dietrich Genscher, 1927 in Reideburg bei Halle geboren, ist unbestritten einer der einflussreichsten deutschen Politiker der letzten Jahrzehnte. Unmittelbar nach Kriegsende engagierte er sich in der Liberal Demokratischen Partei, wo er bis 1952 Mitglied des Landesverbandes Sachsen-Anhalt blieb. Nach Verlassen seiner Heimatstadt trat er 1952 in der Bundesrepublik in die Freie Demokratische Partei ein, deren Bundesvorsitz er von 1974 bis 1985 führte. Ob als Mitglied des Deutschen Bundestages (1965-1998), als Innenminister in der Regierung Willy Brandt oder unter den Bundeskanzlern Helmut Schmidt und Helmut Kohl als Außenminister und Vizekanzler – Hans Dietrich Genscher hat nicht nur mit seinen Worten vom Balkon der Prager Botschaft 1989 Geschichte geschrieben. Seiner Heimatstadt blieb er bis heute verbunden: er ist Ehrenbürger der Stadt Halle und Ehrenvorsitzender des Kuratoriums der Franckeschen Stiftungen.
Die Hallenser Gespräche werden vom Dorint-Hotel Halle gefördert.









