Die Franckeschen Stiftungen
4 Taler und 16 Groschen in der Spendenbüchse bewogen August Hermann Francke um 1700 eine Schulstadt zu gründen, die innerhalb weniger Jahrzehnte zur bedeutendsten protestantischen Bildungseinrichtung Europas avancierte, in der grundlegende Ideen der Reformation umgesetzt wurden. Erstmals sollte hier ein vielgliedriges Schulsystem Kinder unabhängig ihres sozialen Standes fördern und durch umfassende Bildung die Voraussetzung für ein selbstverantwortliches Leben im Dienste der Gesellschaft schaffen. Franckes Schulen wurden zur Wiege des preußischen Tugendkanons und Vorbild für das preußische Schulwesen. Die blühende Schulstadt verfügte bereits im 18. Jahrhundert über wertvolle Lehrsammlungen, darunter eine bedeutende Bibliothek, Schulgärten sowie eine Kunst- und Naturalienkammer.

Willkommen in den Franckeschen Stiftungen zu Halle!
Als Stiftung öffentlichen Rechts sind die Franckeschen Stiftungen heute eine unabhängige, vom christlichem Geist geprägte Einrichtung, die allen Menschen eine umfassende Bildung und die Fähigkeit zum sozialen Handeln vermitteln will. Im Verbund mit den wissenschaftlichen, pädagogischen, kulturellen und sozialen Partnerinstitutionen auf dem Gelände formen sie heute einen europaweit einzigartigen kulturellen Bildungskosmos. Inmitten des einzigartigen historischen Bauensembles lernen, arbeiten und leben mehr als 4.000 Menschen aller Bildungs- und Altersschichten. Mit diesem lebendigen musealen Raum stehen die Franckeschen Stiftungen auf der deutschen Vorschlagliste für das UNESCO-Welterbe.









