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Meilensteine im Museumsprojekt

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verließ das Luthertum erstmal europäischen Boden. Die Halleschen Pietisten waren maßgeblich an seiner Verbreitung in Übersee beteiligt und erfüllten damit, 200 Jahre nach der Reformation, ein wichtiges Ziel Martin Luthers.

Jasmin Eppert Moped  Mit spärlichem Reisegepäck und Medikamenten für die häufigsten Krankheiten ausgerüstet, besteigt Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719) im Jahr 1705 mit seinem Studienkollegen Heinrich Plütschau (1677–1752) in London ein Segelschiff, dass sie an die südindische Küste nach Tranquebar bringen soll. Bei sich tragen sie einen Brief des dänischen Königs Friedrich IV.. Er hatte die beiden Theologen und Francke-Schüler mit dem Auftrag entsandt, in der dänischen Handelskolonie eine Missionsstation aufzubauen.

310 Jahre später: Jasmin Eppert checked ihr Reisegepäck nach Tranquebar ein. Im Auftrag der Franckeschen Stiftungen, der Tamil Evangelical Lutheran Church (TELC) sowie der Missionsgesellschaften in Leipzig und Hermannsburg wird sie in den kommenden drei Jahren in der ehemaligen Missionsstation ein Museum für die Geschichte des interkulturellen Dialogs zwischen Indien und Europa einrichten, der mit der Ankunft Ziegenbalgs und Plütschaus vor über 300 Jahren begann. Das Gebäude soll in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern denkmalgerecht instandgesetzt werden.

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Schritt für Schritt in Richtung lebendiges Museum

Inauguration TELC, 200416_JV-2 "Seit 125 Tagen bin ich als Mitarbeiterin des Ev.-Luth. Missionswerkes in Niedersachsen (ELM) wieder in Indien. ENDLICH kann ich von der feierlichen Einweihung, vom Beginn der Bauarbeiten und dem tatkräftigen Voranschreiten unseres Projektes am Ziegenbalghaus im südindischen Tharangambadi berichten." Jasmin Eppert, August 2016

Wie schon die Missionare der dänisch-hallischen Mission, hält auch Jasmin Eppert die Daheimgebliebenen mit regelmäßigen Briefen über den Fortgang des Bauvorhabens (Rundbrief August(PDF, 1,3 MB)) und ihr Leben in Südindien (Rundbrief September(PDF, 1,0 MB)) auf dem Laufenden. Seit ihrer feierlicher Entsendung am 20. März 2016 ist viel passiert:

◊ 28. März 2016  Feierliche Entsendung

Jasmin Eppert wurde feierlich nach Tranquebar entsandt. Der Aussendungsgottesdienst im Rahmen der Francke-Feier 2016 fand in der Marktkirche in Halle statt. Prof. Helmut Obst, Stiftungspfarrer Eckard Warner, der Hermannsburger Missionsdirektor Pfarrer Michael Thiel und der amtierende Leipziger Direktor Pfarrer Hans-Georg Tannhäuser gaben Jasmin Eppert den Segen mit auf den Weg – der letzte Gottesdienst dieser Art fand vor über 200 Jahren statt.

◊ 5. April 2016 – Landing Day

Mit ca. 30 kg Reisegepäck, Handkoffer und Saxofon ausgestattet kommt die Projektkoordinatorin am 5. April in Chennai, der Hauptstadt des Bundesstaates Tamil Nadu, an. Der Empfang ist herzlich und die Gespräche mit dem Bischof der TELC und der Kirchenleitung versprechen Zuversicht für die ersten Schritte zur konkreten Umsetzung des Projektes.

◊ 30. April 2016 – Vertragsunterzeichnung

Vertragsunterzeichnung Indien Der Partnervertrag zwischen der Tamil-Lutherischen Kirche (TELC) und den Denkmalpflegern von INTACH (Indian National Trust of Art and Cultural Heritage, ist eine indienweite Nichtregierungsorganisation im Bereich Kultur- und Denkmalschutz) wurde unterschrieben. Nun können die Bauvorhaben am ehemaligen Ziegenbalg-Wohnhaus realisiert werden.

◊ 9. Juli 2016 – Das Bauvorhaben wird eröffnet

Landing Day Trommler 310 Jahre nach der Ankunft Ziegenbalgs und Plütschaus, wurde der Beginn der Renovierungen des Ziegenbalg-Wohnhauses feierlich in Tranquebar von Prof. Thomas Müller-Bahlke gemeinsam mit Vertretern der TELC begangen. Mit einer Prozession zu Ehren der Missionare mit ca. 250 SchülerInnen, Lehrkräften, Pfarrern und Gästen aus fern und nah durch das Dorf wurde der offizielle Projektstart gefeiert.

◊ 25. Juli 2016 Beginn der Bauarbeiten

Ziegenbalg-Haus mit Gerüst Die Partner von INTACH regeln den sachgemäßen Ablauf auf der Baustelle. In vier Arbeitsphasen sollen die geplanten Restaurierungsmaßnahmen innerhalb von etwa neun Monaten umgesetzt werden.

◊ 19. September 2016 – Eröffnung des Infozentrums

Infozentrum Ziegenbalg-Haus Das Informationszentrum im ehemaligen Dorothea Ziegenbalg-Haus konnte soweit fertig gestellt werden, dass Interessierte nun vor Ort über die laufenden Bauarbeiten und die Geschichte des Kulturdialogs zwischen Europa und Indien informiert werden und Einblicke in die Geschichte des Druckhandwerks in Indien gewinnen können.

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Projektbegleitende Filmarbeiten

Unterwegs zwischen Burgkirchen, Halle und Tranquebar fängt der Dokumentarfilmer und Fotograf Heiner Heine die großen Schritte des Museumsprojekts ein. Im Verlauf der dreijährigen Projektdauer wird er die Bauarbeiten dokumentieren und die Arbeit von Jasmin Eppert mit der Kamera begleiten. Auf seiner ersten Reise im Juni und Juli 2016 wurden erste Interviews mit FreundInnen und UnterstützerInnen des Projektes geführt. Eindrücke vom Gelände der ehemaligen Missionsstation bietet dieser erste Filmausschnitt:

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