"Alte Bücher - neu erworben. Neuzugänge der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen"
Seit 1992 hat die Bibliothek der Franckeschen Stiftungen einen Erwerbungsetat, der sich aus einem Eigenanteil der Stiftungen und einem Teil der Deutschen Forschungsgemeinschaft zusammensetzt. Mit Hilfe dieser finanziellen Mittel wird eine wissenschaftliche Handbibliothek mit allgemeinen Nachschlagewerken und spezieller Forschungsliteratur, insbesondere zum Pietismus und zur Kulturgeschichte der frühen Neuzeit, aufgebaut.
Der Altbestand wird - sofern Mittel vorhanden sind - ebenfalls ergänzt. Dabei geht es in erster Linie um Pietistica, Francke-Drucke und vor allem um Drucke des 1698 gegründeten Waisenhaus-Verlages. Die Bibliothek der Franckeschen Stiftungen besitzt mit der Sondersammlung "Verlagsbibliothek des Waisenhaus-Verlages", die rund 4500 Bände umfasst, wohl die größte, jedoch keineswegs vollständige Belegexemplarsammlung an Waisenhaus-Drucken. Besonders bei den Drucken aus der Anfangszeit (1698-1750) fehlen ca. 35% der Produktion.
Diese kleine Ausstellung soll zeigen, was in den letzten Jahren zur Ergänzung dieser Sammlung, zum Schwerpunkt Pietismus mit seinen verschiedenen Strömungen und darüber hinaus zum Thema "Halle" an Büchern, Einblattdrucken, Kupferstichen und Karten erworben worden ist.