|
Liebe Freundinnen und Freunde der Franckeschen Stiftungen!
Ein wichtiges Jahr für unseren Freundeskreis geht zu Ende. Endlich sind die Schwierigkeiten beim Ausbau der Familienetage beseitigt, und wir können die neuen Räumlichkeiten des Familienzentrums, an deren Finanzierung wir maßgeblich beteiligt waren, im kommenden Frühjahr einweihen. Das Familienzentrum ist damit ein Teil von uns. Die neuen Räume geben uns die Möglichkeit, das bisher schon hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der ehrenamtlich Tätigen inhaltlich gezielt zu ergänzen.
Das große Rettungswerk der Franckeschen Stiftungen kommt jetzt – zwanzig Jahre nach der Wende – durch einige bedeutende Bauprojekte zum Abschluss. Die Sanierung der Latina ist das größte Bauvorhaben, das die Franckeschen Stiftungen jetzt vor sich haben und das im zweistelligen Millionenbereich liegt. Das Landesgymnasium Latina August Hermann Francke, die Europaschule, ist das Aushängeschild und der Kern der heutigen Schulstadt, die den Ruf der Franckeschen Stiftungen weit über Halle und Sachsen- Anhalt hinaus festigt. Sowohl die Bausubstanz als auch das pädagogische Kommunikationskonzept bedürfen allerdings dringend der Erneuerung. Wenn die Bautätigkeit an der Latina, die in Kürze beginnt, abgeschlossen sein wird, steht ein hochmodernes Gebäude für Schüler und Lehrer zur Verfügung, das die beiden Baukörper der früheren Oberrealschule (Haus 43) und der ehemaligen, 1945 ausgebombten Latina (Haus 42) durch einen Verbindungsbau zusammen führt. Eine Skizze vom Lageplan findet sich im Internet (www.francke-halle.de) unter dem Stichwort „Bauvorhaben“. Damit verstärkt die Latina wirkungsvoll die Anziehungskraft der Franckeschen Stiftungen als eine der größten und umfänglichsten Bildungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum.
Wer jetzt den Franckeplatz besucht, dem fällt die Sanierung der Häuserzeile zum Steinweg mit der Waisenhausbuchhandlung an der Ecke und der Neubau der Kulturstiftung des Bundes in der Baulücke neben dem bereits sanierten Francke- Wohnhaus ins Auge. Ein paar Schritte weiter hinter dem Schwarzen Tor begegnet dem Besucher das inzwischen eingerüstete Brau- und Backhaus, in dem bisher die Verwaltung und die Bauabteilung untergebracht waren. Hier haben ebenfalls die Sanierungsarbeiten begonnen. Mit einer großen Kraftanstrengung werden diese und weitere Baumaßnahmen jetzt ins Werk gesetzt. Die vor zwanzig Jahren vom früheren Bundeskanzler Helmut Kohl voraus gesagten „blühenden Landschaften“ sind als blühende Bildungslandschaft in den Franckeschen Stiftungen Wirklichkeit geworden. Dass die Stadt Halle in der Metropol- Region Mitteldeutschland als Kulturhauptstadt Sachsen-Anhalts inzwischen eine nicht zu übersehende Rolle spielt, liegt zum großen Teil an den Franckeschen Stiftungen. Zahlreiche Menschen und Betriebe profitieren davon. Die Mitgliedschaft im Freundeskreis der Franckeschen Stiftungen ist so gesehen auch ein Zeichen der Verbundenheit mit dem gigantischen Aufbauwerk, das in den letzten zwanzig Jahren geleistet worden ist. Da sollte man nicht abseits stehen!
Daher mein Appell an Sie, unsere treuen Mitglieder. Betätigen Sie sich als „Botschafter“ der Franckeschen Stiftungen und werben Sie Ihre Freunde und Bekannten für unseren Freundeskreis. Geben Sie nötigenfalls der Geschäftsstelle einen Hinweis, wohin wir Informationsmaterial schicken sollen. Und spenden Sie für die Sanierung der Latina, deren Finanzierung noch nicht restlos gesichert ist. Wir danken Ihnen für jeden Betrag den Sie erübrigen können; nutzen Sie dafür den beiliegenden Überweisungsträger für das Spendenkonto 750 067 100, Dresdner Bank Halle (BLZ 800 800 00). Setzen Sie die Priorität beim Freundeskreis. Nach Auskunft des Deutschen Spendenrates, der 64 gemeinnützige Organisationen und Verbände vertritt, gab der deutsche Bundesbürger im Durchschnitt im vergangenen Jahr 167,- Euro als Spende aus. Und für das diesjährige Weihnachtsgeschäft planen die Menschen nach einer Befragung pro Kopf mehr als hundert Euro für Geschenke auszugeben. Im Lichte dieser Zahlen müsste doch für den Freundeskreis noch etwas drin sein, zumal die Latina jeden Euro dringend braucht.
Der Freundeskreis hat sich auch 2009 wieder mit mehr als 50.000 Euro an der Finanzierung des Haushaltes der Franckeschen Stiftungen beteiligt. Darüber hinaus sind weitere Mittel des Freundeskreises in die notwendige Mikroverfilmung des Stiftungsarchivs geflossen, und wir haben uns maßgeblich an den Druckkosten des Jahrbuches beteiligt.
2010 gibt es wieder ein neues Themenjahr, das letzte in der Themenjahrdekade 2000 bis 2010. Sein Titel: „Halle verändert“. Zahlreiche Einrichtungen, Organisationen und Verbände der Stadt sind wieder mit dabei, darunter auch die Franckeschen Stiftungen und ihr Freundeskreis, beispielsweise mit dem Lindenblütenfest im Juni und mit zwei weiteren Solistenabenden, die gemeinsam mit dem Latina- Musikzweig veranstaltet werden. Der Freundeskreis begeht übrigens 2010 seinen 20. Gründungstag. Aus diesem Anlass wird in der zweiten Jahreshälfte eine Festwoche in den Franckeschen Stiftungen veranstaltet.
Der Freundeskreis zählt voraussichtlich am Jahresende 2009 1.107 Mitglieder (Stand Nov. 2009) gegenüber 1.138 Mitglieder Ende 2008. Im Verlauf des Jahres konnten 21 Mitglieder neu geworben werden, 22 Mitglieder verstarben (s. Anhang) und 23 Mitglieder erklärten ihren Austritt. 7 Junioren haben das Abitur gemacht und sind ausgeschieden. Sie sehen, wie wichtig es ist, neue Mitglieder für den Freundeskreis zu werben.
Die diesjährige Franckefeier findet zwischen Freitag, dem 19. März, und Sonntag, dem 21. März, statt. Dazu möchten Herr Dr. Müller-Bahlke und ich Sie schon heute herzlich einladen. Die ECCE-Feier ist am Freitag, dem 19. März, um 17 Uhr und unsere Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl wurde für Sonnabend, den 20. März um 17 Uhr, angesetzt. Über das Programm der Franckefeier werden Sie noch im Detail informiert.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich meinen Mitstreitern, Herrn Dr. Loof, Frau Dr. Willard und Frau Zimmermann, sowie allen meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen, namentlich Frau Hollmann, der Betreuerin unserer Junioren, und natürlich unserem aktiven Senior, Herrn Dr. Osterwald, von Herzen für die geleistete Arbeit danken. Mein ganz besonderer Dank gebührt Herrn Dr. Müller-Bahlke und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Stiftungen sowie Herrn Prof. Obst, dem Vorsitzenden des Kuratoriums. Schließlich danke ich unserem Steuerberater, Herrn Dr. Weckerle, und seinem Team.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen eine beschauliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen im Neuen Jahr 2010.
Ihr
Albrecht Koch
Präsident des Freundeskreises der Franckeschen Stiftungen e.V.
|