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Freundeskreis der Franckeschen Stiftungen e.V.

Halle/S, Januar 2011

Jahresbericht 2010 und Ausblick 2011

Liebe Freundinnen und Freunde der Franckeschen Stiftungen!

In der Weihnachtsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien im Wirtschaftsteil eine ganze Seite über die Franckeschen Stiftungen in Text und Bild. Das ist ein bemerkenswert guter journalistischer Beitrag gewesen, das richtige Weihnachtsgeschenk des Freundeskreises für die Franckeschen Stiftungen. Bemerkenswert ist der Beitrag deshalb, weil er in dieser großen Ausführlichkeit im Wirtschaftsteil stand, der für die meisten Führungskräfte der Wirtschaft Pflichtlektüre ist. Ich hoffe sehr, dass diese Ausführungen von vielen potentiellen Spendern und Zuwendungsgebern gelesen und verinnerlicht wurden. Zu begrüßen ist schließlich, dass es sich hier um einen Beitrag über unsere Stiftungen handelt, der die Zukunft ins Visier nimmt. Darauf weist schon die Überschrift „Kinderzentrum statt Waisenhaus“ hin. Dazu führte Herr Dr. Müller-Bahlke aus: „ Heute ist die größte gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit der demographische Wandel, daher ist das Generationenhaus genau der zeitgemäße Ansatz des von Francke überlieferten Anspruchs, jedem eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen“. Denn Hilfestellung im Rahmen von sozialem Engagement brauchen heute besonders junge Familien, allein erziehende Mütter sowie Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Milieus. Mit anderen Worten: Die Zukunft der Franckeschen Stiftungen – das ist das Familienkompetenzzentrum für Bildung und Gesundheit im Generationenhaus mit seinen Angeboten. Wie aktiv das Familienkompetenzzentrum inzwischen ist, zeigt sich unter anderem darin, dass jedes Jahr zwischen 15.000 und 18.000 Kinder und Jugendliche auf das Stiftungsgelände kommen, um dort u. a. die umfangreichen Angebote wahrzunehmen. Darunter sind viele Kinder aus Migrationsfamilien, wie Frau Dr. Penelope Willard ausführte. Sie suchen vor allem das Krokoseum auf, ein aus der Museumspädagogik entwickeltes Kinderkreativzentrum.

Nach wie vor ist die Personalsituation im Familienkompetenzzentrum äußerst angespannt. Ohne die ehrenamtlich Tätigen, wie beispielsweise die Vorleserinnen im Krokoseum oder die Familienpaten und die vielen anderen Engagierten wären diese wichtigen Aufgaben gar nicht zu bewältigen. Das Familienkompetenzzentrum arbeitet … - 2 - -2- am Rande seiner Kapazitätsgrenzen, das ist leider die gegenwärtige Situation. Es wird höchste Zeit, die wertvolle Tätigkeit engagiert zu unterstützen. Deshalb schlage ich auf diesem Weg die Einrichtung eines „Freundeskreis-Solidarfonds“ für das Familienkompetenzzentrum vor und bitte Sie herzlich, diesen Solidarfond mit Ihren Spenden und Zuwendungen zu füllen. Wenn wir unsere Aufgabe ernst nehmen, die Franckeschen Stiftungen ideell und finanziell zu unterstützen, sollten wir uns verstärkt um das Familienkompetenzzentrums kümmern.

Das abgelaufene Jahr 2010 stand vor allem im Zeichen des zwanzigjährigen Wiederaufbaus der Franckeschen Stiftungen und der Gründung des Freundeskreises vor zwanzig Jahren.

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im November wurde der Vorstand des Freundeskreises wieder gewählt. Präsident ist nach wie vor Albrecht Koch, Stellvertretender Präsident Prof. Dr. med. Richard Toellner, Geschäftsführer Dr. Ralf Loof und Schatzmeisterin Dr. Penelope Willard. Außerdem gehören dem Vorstand an: Jörg Biallas, Dr. Horst Dietz, Kristian Kloevekorn- Norgall, Stephan Mies, Dr. Thomas Müller-Bahlke, Dr. Sabine Solf und Dr. Ralf- Torsten Speler.

Zu den herausragenden Ereignissen dieses Jahres gehört der 300te Geburtstag von Heinrich Melchior Mühlenberg, der von den Franckeschen Stiftungen in die USA geschickt worden war, um sich dort um die Lutherischen Christen zu kümmern und im Ergebnis die Lutherische Kirche der USA begründete. Dazu wird es zwei interessante Tafelausstellungen geben, eine in Englisch über die deutschen Wurzeln Mühlenbergs für die Präsentation in sieben Bundesstaaten der USA und eine in Deutsch zum Werk und Wirken Mühlenbergs, die bereits von zahlreichen Städten gebucht ist. Im Herbst wird es eine wissenschaftliche Konferenz anlässlich des Mühlenberg-Jubiläums in den Stiftungen geben. Das Mühlenberg-Jubiläum steht auch auf dem Programm der diesjährigen Francke-Feier, die vom 25. März bis 27. März stattfindet und zu der ich Sie auch im Namen von Herrn Dr. Müller-Bahlke schon jetzt herzlich einladen möchte. Dabei wird die deutschsprachige Tafelausstellung erstmals gezeigt werden, und es wird ein historischer Roman von Eberhard Görner über Mühlenberg vorgestellt.

Der Freundeskreis unterstützt auch 2011 wieder in großer Verlässlichkeit die Franckeschen Stiftungen mit erheblichen finanziellen Mitteln. Zu der enormen Wiederaufbauleistung in den vergangenen Jahren hat er entscheidende Beiträge geleistet.

Der Freundeskreis hat zur Zeit rund 1.100 Mitglieder. Das ist eindeutig zu wenig. Ich appelliere deshalb auch an dieser Stelle an alle Leserinnen und Leser, Freundeskreis-Mitglieder zu werden und/oder auf das Konto 750 067 100 der Dresdner Bank Halle (BLZ 800 800 00) zu spenden.

Gern nehme ich die Gelegenheit wahr, meinen Mitstreitern, Herrn Dr. Loof, Frau Dr. Willard und Frau Zimmermann, sowie allen meinen Vorstandskolleginnen und –kollegen, sowie unseren engagierten Junioren und natürlich unserem aktiven Senior, Herrn Dr. Osterwald, von Herzen für die geleistete Arbeit zu danken. Mein ganz besonderer Dank gebührt Herrn Dr. Müller-Bahlke und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Stiftungen sowie Herrn Prof. Obst, dem Vorsitzenden des Kuratoriums. Schließlich danke ich unserem Steuerberater, Herrn Dr. Weckerle und seinem Team.

Ich wünsche Ihnen allen ein gutes, gesundes und glückliches Jahr und Gottes Segen.

Ihr

Albrecht Koch
Präsident des Freundeskreises der Franckeschen Stiftungen e.V.

Anhang

Im vergangen Jahr sind für immer von uns gegangen:

Dr. Correns, Dietrich
Dräger, Udo
Prof. Gelzer, Thomas
Gerhardt, Susanna
Gnauck, Lisa
Halstenberg, Hans Wolfgang
Heichen, Katharina
John, Gerhard
Leitner, Hans
Most, Astrid
Pernice, Elisabeth
Dr. Roenneke, Hartmut
Dr. Rumpff, Willy-Uwe
Prof. Schulze, Ingrid
Sieburg, Friederike
Stein, Gudrun
Werner, Lore
Dr. Zobel, Günther

Allen unseren Verstorbenen werden wir ein bleibendes Andenken bewahren.

Freundeskreis der Franckeschen Stiftungen e. V.

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