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Junioren und Anwärter im Freundeskreis

Im März des Jahres 2001 wurde mit Unterstützung des damaligen Direktors der Franckeschen Stiftungen, Prof. Dr. J.-H. Olbertz, die Juniorengruppe im Freundeskreis der Franckeschen Stiftungen gegründet. Anfangs bestand nur das eine Ziel, die Anzahl der jungen Mitglieder zu erhöhen und zu versuchen, die Junioren auch nach ihrer Schulzeit weiter an den Freundeskreis zu binden. Um die Schüler von der Bezahlung der im Statut geforderten Mitgliedsbeiträge zu befreien, verwirklichten wir die Idee, dass ältere Mitglieder eine Patenschaft für die Junioren übernehmen sollten, der Beitragssatz beträgt 50% des sonst üblichen Satzes.
Die ersten Junioren waren Schüler, die schon vorher aktiv Aufgaben in den Stiftungen übernommen hatten, und aus diesen bildeten Anna Schnaß und Elisabeth Lehmann die erste Leitung. Die Werbung für die Junioren erfolgte individuell, und es erwies sich als sehr einfach, Paten aus dem Kreis der Mitglieder zu gewinnen.


Katharina Grant

Sehr bald wurde der Wunsch laut, dass die Junioren nicht nur eine passive Rolle spielen sollten, sondern im Bereich der Stiftungsarbeit konkrete kleinere Aufgaben übernehmen und in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten sollen. Für einzelne Junioren war das schon dadurch geschehen, dass sie Führungen durch die Stiftungen übernommen hatten und zu bestimmten Anlässen, wie Totensonntag und Francke-Feier, Blumen auf den halleschen Gräbern ehemaliger Stiftungsdirektoren niederlegten. Nun sollte eine erste größere Aktion zu der Francke-Feier 2002 starten, es war die Vorführung von zwei kleineren Stücken in einem Kasperletheater vorgesehen. Texte wurden erarbeitet, Puppen gebastelt und es entstand ein richtiges kleines hölzernes Theater. Wir hatten aber den Zeitpunkt nicht günstig gewählt: Zur Francke-Feier im März kommen fast ausschließlich Erwachsene, und in keinem Jahr davor hatte es eine besondere Attraktion für Kinder gegeben. So waren mehr Junioren um das Theater (im Krokoseum) versammelt als Kinder – die wenigen aber kamen voll auf ihre Kosten! Wir ließen uns aber nicht entmutigen, sondern planten eine Wiederholung zum Lindenblütenfest, zu dem ja auch immer viele Kinder kommen.


Konstanze Neitzel

So wurde im Juni 2002 im Lindenhof erneut ein Theaterplatz aufgebaut. Schon hier zeigte sich das, was uns in der kommenden Zeit noch viel beschäftigen sollte: Es waren immer die gleichen (und relativ wenigen) Junioren, die zu aktiver Mitarbeit bereit waren. Als besonderes Hemmnis erwies es sich, dass wir uns auf die oberen Jahrgänge konzentriert hatten, die in den vergangenen Jahren kaum innere Bindungen zu den Stiftungen hergestellt hatten und sich mehr und mehr auf ihren schulischen Abschluss einstellten. Wir zogen daraus die Konsequenz, unsere Werbung in Zukunft auf Schüler ab Klasse 8 zu konzentrieren.
Mit dem kleinen Kreis aktiver Junioren gingen wir aber auch weiter neue Aufgaben an. So übernahmen Junioren den Aufbau und die Betreuung des Internetauftritts des Freundeskreises. Führungen und Betreuung der Gräber liefen weiter. Das erste größere und auf längere Dauer angesetzte Projekt war die Erarbeitung einer kleinen Druckschrift für junge Stiftungsbesucher. Im Freylinghausen-Saal hängen  die  Gemälde der Stiftungsdirektoren von A. H. Francke bis Dr. Dorn. Eine Gruppe von Junioren befasste sich mit der Formulierung kurzer und leicht verständlicher Texte, die über das Leben des betreffenden Direktors und wichtige Ereignisse während seiner Amtszeit informieren.

Mit dem Ausscheiden von Anna Schnaß und Elisabeth Lehmann nach ihrem Abitur begannen Steffen Allner und Konstanze Neitzel deren Arbeit fortzusetzen. Nach Steffens Abitur im Juni 2005 übernahm Katharina Grant die Leitung.
Mit Genugtuung zeigte sich bei der Francke-Feier 2003, dass erstmals mehr Junioren zu den Veranstaltungen anwesend waren. Bei der Podiumsdiskussion mit ehemaligen Absolventen der höheren Schulen der Franckeschen Stiftungen schnitten ebenfalls Mitglieder der Junioren ausgezeichnet ab.
Die Erfolge bei der Francke-Feier 2003 ermutigten uns, die Arbeit der Juniorengruppe neu zu organisieren. Besonders gut wirkte sich in der Folgezeit die neue Mitgliedschaft von Schülern einer 8. Klasse aus. Vor allem dieses günstige Ergebnis veranlasste uns zu einem großen Schritt: Wir gründeten eine Gruppe von Anwärtern für die Junioren aus Schülern der Klassenstufen 5 und 6. Die nunmehr relativ große Zahl der Junioren setzte eine neue Organisationsform voraus.
Wir schufen mehrere Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen, zu denen die folgenden gehörten: Außenbereich (Führungen, Direktorengräber), Pflege von Grünanlagen in den Stiftungen Gestaltung von Internetseiten für Junioren, Erarbeitung von Materialien (z. Zt. Direktorenbilder-Texte), Vorbereitung von Veranstaltungen, Durchführung von Veranstaltungen, Legen der Francke-Blätter. Junioren und Anwärter entschieden sich dann für die Mitarbeit in einer oder mehrerer Arbeitsgruppen. Die Anwärter fassten wir zusätzlich noch gesondert zusammen und gaben der Gruppe mit Katja Jahn und Stefanie Hennig eine eigene Leitung. Für die Leitung der genannten Gruppen gewannen wir Michael Blume, Josephine Brämer, Konstanze Neitzel, Robert Wermann, Johanna Bratke und Felix Müller. So bestand die gesamte Gruppe aus 42 Junioren und 16 Anwärtern.
Bereits im Herbst des Jahres 2003 hatten wir mit einer damals 5. Klasse einen Patenschaftsvertrag über die Pflege bestimmter Grünanlagen im Bereich des Hofes der Roten Schule abgeschlossen. Es traf sich nun gut, dass viele Schüler aus dieser Klasse jetzt zu den Anwärtern zählen. Es wurde von dieser Gruppe das große, schon vorhandene Beet an der Ostseite in Ordnung gehalten und ein neues an der Nordseite angelegt. (Nebenbei sei bemerkt, dass auch eine 3. Klasse der Grundschule über eine Patenschaftsvertrag das Gebiet um den Gedenkstein hinter dem Francke-Monument ("Urne") pflegt.)
Die Gruppe von Konstanze Neitzel hat die Direktoren-Broschüre fertiggestellt. Die Gräber der Direktoren wurden zum Totensonntag mit Sträußen geschmückt, und die Gruppe Führungen hatte unter Leitung von Herrn Mies mit der Ausbildung begonnen.
Aber auch außerhalb der aufgezählten Gruppen waren mehrfach Junioren zur Hilfe bereit. Lobenswert ist der jährliche Einsatz beim Treffen der Senioren unter den Stiftungslehrern. Ganz besonders hervorzuheben die tatkräftige Mitarbeit dreier Anwärter im Krokoseum. Dort wurde die Kinderausstellung vorbereitet, und darüber hinaus warteten die Mädchen mit einem eigenen Beitrag auf und gestalteten mit einem gelungenen Programm die Eröffnungsveranstaltung. Und auch diese Weihnachtsfeier wäre ohne die Arbeit der Gruppe um Grit Dost nicht zustande gekommen.
Besonders aktiv zeigten sich die Junioren und Anwärter bei der Gestaltung der jährlichen Francke-Feier.
Ganz im Sinne des Stifters ist die Tätigkeit einer Gruppe, die unter Anleitung einer ehemaligen Lehrerin der Grundschule, Frau Brettschneider, Schulanfängern der 1. Klasse bei der Überwindung aufgetretener Schwierigkeiten hilft.

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