Im 300. Jubiläumsjahr der Franckeschen Stiftungen war in einer großen Feier die mit Mitteln des Freundeskreises restaurierte Francke-Gruft der Öffentlichkeit übergeben worden. Die hallesche Restauratorin Elke Müller hatte zusammen mit Prof. Petzold vier neue Epitaphien angefertigt, die die ursprünglichen ersetzen mussten, da sie zu stark korrodiert waren.
Der in Halle tätige Maler Rossen Andreev hatte nach alten Vorlagen die zwei der insgesamt vier Gemälde gefertigt, die nach einem Diebstahl nicht wieder beschafft werden konnten. Anstelle der vier auf ovalen Kupferplatten befindlichen Gemälde waren gerahmte Fotokopien angebracht worden.
Kurz nach der Übergabe der restaurierten Gruft tauchte im Stadtarchiv ein altes Foto des Inneren der Gruft auf. Auf diesem war erkennbar, dass ursprünglich die Epithaphien in der Art eines verschließbaren Deckels auf den Gemälden angebracht waren.
Die hallesche Metallkunstwerkstatt Thomas Leu löste die komplizierte Aufgabe, Gemälde und Epitaphien wieder verschließbar zu kombinieren. Inzwischen wurden die Kombinationen wieder in der Wand verankert.
Es ist vorgesehen, zu besonderen Gelegenheiten die Epitaphien zu öffnen, um die Gemälde sichtbar zu machen. |