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Neu in der Dauerausstellung im Hauptgebäude

Die vier Epitaphien in der Francke-Gruft, die in Form gewölbter Kupferplatten die Gemälde der Familien Francke sen. und jun. abdeckten, waren im Lauf der Jahrhunderte so stark durch Umwelteinflüsse geschädigt, dass sie durch neue Platten ersetzt werden mussten. Bekanntlich war dies bereits vor Jahren mit Spendenmitteln des Freundeskreises geschehen.
Bei der Säuberung der alten Epitaphien entdeckte die hallesche Restauratorin Elke Müller auf der Innenseite der das Gemälde von H. Rachals, zweite Frau des Francke-Sohnes, abdeckenden Kupferplatte die Reste eines Gemäldes. Im Auftrag des Freundeskreises restaurierte sie in sehr mühevoller Arbeit das Bild.
Eine Signatur war nicht auffindbar, so dass uns der Name des Künstlers nicht bekannt ist, der ein ungemein eindrucksvolles Bild schuf: In einer Landschaft steht auf einem Steinblock ein Vogelkäfig, dessen Tür von einem menschlichen Gerippe, das den Tod symbolisieren könnte, geöffnet wird. Man sieht den in die Freiheit entlassenen Vogel, der wohl für die Seele des verstorbenen Menschen steht, wie er in ein den Himmel überflutendes helles Licht fliegt.
Die Innenseiten der anderen drei Epitaphien waren mit Sicherheit nicht bemalt. Dieses Gemälde war bisher nur in der Ausstellung zum zehnjährigen Bestehen des Freundeskreis gezeigt worden. Auf unsere Bitte hin ist es nun allen Besuchern der Dauerausstellung im Erdgeschoss zugänglich gemacht worden.

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