Als interdisziplinäre Forschungseinrichtung zur Kultur- und Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts verbindet das Interdisziplinäre Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) avancierte internationale Aufklärungsforschung und fächerübergreifende Methodendiskussion. Es bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt optimale Arbeitsbedingungen. Das Forschungsprogramm umfasst Forschungs- und Editionsprojekte zur Universitäts-, Gesellschafts- und Kommunikationsgeschichte des 18. Jahrhunderts, zu den Feldern Anthropologie, Kulturtransfer und literarische Repräsentationsformen in der Aufklärung, zur Entwicklung von Kulturmustern und zum Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Zudem sind drei große Editions- und Erschließungsprojekte am IZEA angesiedelt: Die „Briefe von und an Christian Thomasius“, die „Historisch-kritische Edition des Briefwechsels zwischen Christian Wolff und Ernst Christoph Graf von Manteuffel“ und die „Wissenschaftliche Erschließung und Digitalisierung des Verlagsarchivs der Firma Gebauer-Schwetschke in Halle von 1733 bis 1930“.

Landesforschungsschwerpunkt „Aufklärung – Religion – Wissen“

Das IZEA ist am LFSP „Aufklärung – Religion – Wissen“ beteiligt, einem von vier Forschungsschwerpunkten der Martin-Luther-Universität, gefördert aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt. Forschung und Lehre des Wissenschaftsnetzwerks beschäftigen sich – unter gegenwartserschließenden Gesichtspunkten – mit den Transformationen des Religiösen und des Rationalen im ‚langen‘ 18. Jahrhundert. Im IZEA finden auch die öffentlichen Veranstaltungen des Netzwerks statt; seit dem Wintersemester 2009/10 läuft hier der gleichnamige, interdisziplinäre Masterstudiengang.

 

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